Fire TV Stick Lite im Test: Guter Streaming-Stick hat eine starke Konkurrenz

Der Fire TV Stick Lite ist ein guter Einstieg in die Streaming-Welt. Es wird aber Zeit, dass Amazon die Nachteile der Fire-TV-Oberfläche beseitigt.

Ein Test von veröffentlicht am
Der Fire TV Stick Lite
Der Fire TV Stick Lite (Bild: Amazon)

Mit dem Fire TV Stick Lite erweitert Amazon die Auswahl an Streaming-Geräten nach unten hin. Er bietet maximal Full-HD-Auflösung bei 60 fps sowie HDR-Unterstützung, liefert aber kein Dolby Atmos. Wie bei allen übrigen Fire-TV-Geräten gehört auch zum Neuling eine Fernbedienung samt Alexa-Sprachfunktion. Allerdings ist die Fernbedienung des Fire TV Stick Lite anders gestaltet als bei den übrigen aktuellen Fire-TV-Modellen.

Inhalt:
  1. Fire TV Stick Lite im Test: Guter Streaming-Stick hat eine starke Konkurrenz
  2. Fehlende Prime-Markierungen sind ein Graus
  3. Fire TV Stick Lite - Verfügbarkeit und Fazit

Als Besonderheit hat die Fernbedienung des Fire TV Stick Lite eine Taste mit einem TV-Bildschirm darauf. Weder bei der Einrichtung noch im kleinen Handbüchlein wird die Funktion näher erklärt. Wir haben bei Amazon nachgefragt und zu der Taste folgende Auskunft erhalten: "Drückt man die sogenannte Senderliste-Taste, gelangt man entweder zum Live Tab, wenn man keine integrierten Live TV Apps wie Waipu, Zattoo oder Dazn heruntergeladen/abonniert hat, oder zur Senderliste, wenn man integrierte Live TV Apps heruntergeladen/abonniert hat." Die Senderlistentaste lässt sich nicht umbelegen.

Bei uns ruft die Taste die elektronische Programmzeitung auf, sofern die Live-TV-Channels gebucht wurden, die bei einem Prime-Abo ohne Aufpreis erhältlich sind. Amazon geht wohl davon aus, dass der Stick vor allem von Personen gekauft wird, die bisher überwiegend klassisches, lineares Fernsehen geschaut haben. Damit ist es etwas einfacher, die Senderübersicht mit dem laufenden TV-Programm zu erhalten als sonst beim Fire TV Stick. Aber das reguläre TV-Programm steht ja üblicherweise auf dem TV-Gerät zur Verfügung, so dass wir darin keinen Komfortgewinn erkennen können.

Live-TV-Channel auf Fire TV Stick Lite mit Problemen

Mit unserem Amazon-Konto gab es aber bei der Live-TV-Channels-Funktion abermals Probleme. Bei der ersten Einrichtung im Juli 2020 wollten die TV-Kanäle nicht in der Prime-Video-App erscheinen. Im Fall des Fire TV Stick Lite sehen wir derzeit nur Sender des ZDF. Wer damit Probleme hat, sollte sich an den Amazon-Support wenden, um alle im Live-TV-Channels-Paket enthaltenen Sender empfangen zu können.

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Zum Vergleich: Bei allen übrigen aktuellen Fire-TV-Modellen gehört eine andere Fernbedienung dazu, mit der sich die Lautstärke von Fernseher, Soundbar oder Surround-Anlage steuern lässt. Dadurch können wir etwa die Fernbedienung des TV-Geräts im Schrank liegen lassen, wenn wir nur über den Fire TV Stick Filme und Serien schauen. Dabei können wir die Alexa-Sprachsuche nutzen, was bei der Suche nach bestimmten Filmtiteln eine Hilfe ist. Die Fire-TV-Fernbedienung mit der Lautstärkeregelung kann mit dem Fire TV Stick Lite verwendet werden, so dass sich der Stick fast so wie ein normaler Fire TV Stick verhält - die Dolby-Atmos-Unterstützung fehlt aber weiterhin.

HDMI-CEC ist nicht immer ein Ersatz für die bessere Fire-TV-Fernbedienung

Durch HDMI-CEC soll sich ein Fire-TV-Gerät zwar eigentlich über die Fernbedienung des Fernsehers steuern lassen. Aber je nach TV-Modell kann es hier Einschränkungen geben. Mal klappt die Navigation auf der Oberfläche nicht oder die Spulfunktionen stehen nicht bereit. Falls wir gelegentlich die Alexa-Sprachsuche verwenden wollen, müssen wir aber wieder zur Fire-TV-Stick-Fernbedienung greifen. Diese Probleme gibt es nicht mehr, wenn die Lautstärkeregelung des Fire-TV-Geräts verwendet wird.

  • Fire-TV-Stick Lite (Bild: Amazon)
  • Fire-TV-Stick Lite (Bild: Amazon)
  • Fire-TV-Stick Lite (Bild: Amazon)
  • Amazons Fire TV Stick Lite (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Fire TV Stick Lite mit dem gesamten Zubehör (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links die Fernbedienung des Fire TV Stick Lite und rechts die Fire-TV-Fernbedienung mit Zusatztasten (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Amazons Fire TV Stick Lite (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
Amazons Fire TV Stick Lite (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Zudem kann die Fire-TV-Fernbedienung mit den Zusatztasten sowohl TV als auch etwa eine Anlage oder eine Soundbar ein- und ausschalten. Die Steuerung der Lautstärke von Soundbar oder Anlage erfolgt dann über die Fire-TV-Fernbedienung. Wer also eine solche Konstellation nutzt, erhält mit der besseren Fernbedienung entsprechend mehr Komfort.

Wir stellen vor: Fire TV Stick Lite mit Alexa-Sprachfernbedienung Lite (ohne TV-Steuerungstasten) - 2020

Klanganpassungen fehlen beim Fire TV Stick Lite

Zwischen dem normalen Fire TV Stick und dem Fire TV Stick Lite gibt es eine weiteren Unterschied, der aber weniger auffällig ist. Beim Fire TV Stick Lite fehlen in den Toneinstellungen die Funktionen Dialogverstärkung und Nachtmodus. Die Dialogfunktion soll bei schlecht verständlichen Dialogen dafür sorgen, dass diese entsprechend betont werden und besser hörbar sind. Der Nachtmodus soll laute Passagen in der Dynamik beschränken.

Die Einrichtung des Fire TV Stick Lite ist sehr bequem: Wir können den Stick mittels WPS-Unterstützung in das heimische WLAN bringen und die Anmeldung beim Amazon-Konto erfolgt über den Aufruf einer Webseite. Nach Eingabe eines Codes verbindet sich das Gerät mit dem eigenen Amazon-Konto. Ein Prime-Abo ist nicht unbedingt erforderlich. In einem weiteren Schritt werden Apps zur Installation vorgeschlagen. Angenehmerweise sind keine davon vorausgewählt.

Amazon sortiert die App-Vorschläge dabei übersichtlich in vier Rubriken. Zum Teil sind die wichtigen Apps für den hiesigen Markt dabei. Uns fehlte vor allem Netflix, aber auch Magenta TV sowie Apple TV+, aber diese lassen sich problemlos nachinstallieren. Sowohl bei Netflix als auch bei Disney+ stehen keine vereinfachten Anmeldemöglichkeiten bereit. Bei Disney+ wird zwar eine solche Option beworben, aber bei uns funktionierte das nicht. Zur bequemeren Anmeldung setzten wir auf die Fire-TV-App, die es für Android und iOS gibt. Damit können wir die Anmeldedaten bequem am Smartphone eingeben.

Neue Fire-TV-Oberfläche kommt erst später

Amazon hat eine neue Fire-TV-Oberfläche angekündigt, die aber erst im Laufe des Jahres für den Fire TV Stick Lite erscheinen wird. Der Zeitraum wurde nicht weiter eingegrenzt. Auf dem Fire TV Stick Lite läuft also die gleiche Oberfläche wie auf den übrigen Fire-TV-Sticks. Die Fire-TV-Oberfläche reagiert auf dem Fire TV Stick Lite angenehm schnell, es macht bezüglich der Geschwindigkeit Freude durch die Inhalte zu navigieren.

Das gilt überwiegend auch beim Einsatz der Netflix-App; direkt nach dem Start der App dauert es aber etwas, bis alle Icons geladen sind. Auch beim Aufruf neuer Rubriken müssen wir einen Moment warten, können uns dann aber angenehm durch die App bewegen. Wenn wir zum Fire-TV-Startbildschirm wechseln, bleibt die Netflix-App im Speicher und wir sind sofort wieder an der üblichen Stelle.

Deutlich weniger Freude macht die Nutzung von Disney+, hier ruckelt es bei der Navigation durch das Sortiment immer wieder mal gehörig und es dauert, bis Icons nachgeladen werden. In der Disney+-App erfolgt das Nachladen der Icons nicht wie bei Netflix auf einmal, sondern die Icons werden erst geladen, wenn wir die Icons sehen. Dadurch macht die Nutzung von Disney+ weniger Freude, was das Erkunden nach Inhalten betrifft.

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Jbrahms 11. Okt 2020

Ah, danke! Das hört sich doch vielversprechend an. Hatte das gar nicht auf dem Schirm...

TarikVaineTree 10. Okt 2020

+1 wüsste ich auch gern. Sämtliche Kodi IPTV Guides halfen nicht wirklich (keine Sender...

NeoChronos 09. Okt 2020

Seit ein paar Monaten wird mein 4k Stick immer langsamer, bis zur Unbenutzbarkeit Es...

SirCatFish 09. Okt 2020

Hi zusammen, danke für die Antworten. Dann werde ich wohl an den Prime-Days nächste Woche...

Polecat42 09. Okt 2020

Es sind ja nicht nur die Knöppe selbst; die Fernbedienung hat eine Infrarot...



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