Direkt nach der Einrichtung des Sticks werden uns 3,2 GByte freier Flash-Speicher angezeigt, laut Datenblatt hat das Gerät 8 GByte. Nachdem wir die oben genannten Apps installiert haben, bleiben noch 2,7 GByte. Auch wenn es nicht viele Reserven gibt, dürfte das für den Einsatz als Streaminggerät genügen.
Die Fernbedienung für den Fire TV Stick 4K Select wurde nur minimal verändert. Das ist löblich, denn die Aufteilung ist intuitiv und schnell gelernt. Es gibt separate Wiedergabe- und Spultasten sowie im unteren Bereich App-Tasten, die leicht angepasst wurden.
Unverändert gibt es App-Tasten für Prime Video, Netflix und Disney+, wobei die Taste für Disney+ nach rechts gewandert ist. Die Taste für Amazon Music wurde weggelassen; wir haben sie nie benutzt, somit fehlt sie uns nicht. Dafür gibt es eine Taste zum Aufruf der installierten Apps, um auch andere Apps zügig aufrufen zu können – eine sinnvolle Verbesserung.
Die Oberfläche und alle Apps reagieren träge
Bei der alltäglichen Nutzung fällt auf, wie langsam und träge der Fire TV Stick 4K Select reagiert. Der verwendete Prozessor wirkt unterdimensioniert – Tastendrücke auf der Fernbedienung werden oft erst stark verzögert umgesetzt und beim Bewegen in der Oberfläche hakt und klemmt es.
In der App von Disney+ fallen die vielen Verzögerungen besonders deutlich auf, weil dort mehr Inhalte auf dem Bildschirm zu sehen sind als mittlerweile bei vielen Konkurrenzdiensten. Immer mehr Anbieter sind dazu übergegangen, auf besonders große Icons zu setzen. Das führt dazu, dass Abonnenten auf einen Blick immer weniger Informationen sehen können. Aber auch in allen anderen Apps ist keine angenehme Navigation durch den Katalog möglich.
Disney+ und Paramount+ mit sonderbaren Eigenheiten
Ungewöhnlich bei Disney+: Beim Start der App wurde die sonst übliche Animation weggelassen und die App kennt keine Tastenwiederholungen: Wenn wir eine Taste auf der Fernbedienung gedrückt halten, wird nur ein Tastendruck übermittelt. Wir müssen also ganz oft auf die gleiche Taste drücken, wenn wir uns durch die Oberfläche bewegen wollen. Bei anderen Apps wie Netflix, Wow oder Paramount+ ist das nicht so.
Bild 1/36: Amazons neuer Fire TV Stick 4K Select im Praxistest (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/36: Amazons neuer Fire TV Stick 4K Select im Praxistest (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/36: Die Fernbedienung Fire TV Stick 4K Select hat eine Taste für die App-Übersicht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/36: Amazons neuer Fire TV Stick 4K Select mit der Fernbedienung (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/36: Amazon legt auch dem Fire TV Stick 4K Select wieder eine HDMI-Verlängerung bei. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/36: Oben der Fire TV Stick 4K Select, unten der Fire TV Stick 4K Max, beide besitzen noch einen Micro-USB-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/36: Links der Fire TV Stick 4K Select, rechts der Fire TV Stick 4K Max (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/36: Links die Fernbedienung des Fire TV Stick 4K Select, rechts die Fernbedienung des Fire TV Stick 4K Max (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/36: Links die Fernbedienung des Fire TV Stick 4K Select, rechts die Fernbedienung des Fire TV Stick 4K Max (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/36: So sieht der Startbildschirm von Vega OS aus - also wie bei anderen Fire-TV-Geräten mit Fire OS. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/36: So sieht der Startbildschirm von Vega OS aus - also wie bei anderen Fire-TV-Geräten mit Fire OS. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/36: Beim Druck auf die App-Taste an der Fernbedienung des Fire TV Stick 4K Select öffnet sich diese Übersicht installierter Apps. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/36: Die Fire-TV-Suche hat eine tolle automatische Vervollständigung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/36: Obwohl es mehr als 25 Bond-Filme gibt, zeigt die Fire-TV-Suche nur fünf Treffer. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/36: Obwohl es mehr als 25 Bond-Filme gibt, zeigt die Fire-TV-Suche nur fünf Treffer. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/36: Die Fire-TV-Suche hat eine tolle automatische Vervollständigung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/36: Es wird unübersichtlich, wenn die Fire-TV-Suche einen Titel mehrfach als Treffer zeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/36: Auch die Suche nach Harry Potter offenbart eklatante Lücken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/36: Die Einträge für Alexa-Heimkino und Matter Casting fehlen beim Fire TV Stick 4K Select. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/36: Nicht einmal in den Gerätedetails nennt Amazon den Namen von Vega OS. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/36: Beim Fire TV Stick 4K Select fehlt der Nachtmodus und die Dialogverstärkung in den Audio-Einstellungen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/36: In den App-Details ist zu erkennen, dass Paramount+ keine Vega-OS-App ist, sondern in der Amazon-Cloud läuft. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/36: Netflix steht als App für Vega OS bereit. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/36: Die Netflix-App setzt auf sehr große Icons - Abonnenten müssen viel scrollen und haben nur einen geringen Überblick über den Katalog. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/36: Die Netflix-App setzt auf sehr große Icons - Abonnenten müssen viel scrollen und haben nur einen geringen Überblick über den Katalog. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/36: Das Scrollen in der Netflix-App wird zum Geduldsspiel - es hakt und hängt immer wieder. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/36: Beim Start von Disney+ gibt es auf dem Fire TV Stick 4K Select nicht die typische Animation. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/36: Die App von Disney+ ist mühsam zu steuern - jeder Tastendruck muss einzeln gemacht werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 29/36: Das Scrollen in der Disney+-App wird zum Geduldsspiel - es hakt und hängt immer wieder. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 30/36: Auch Disney+ verwendet immer häufiger große Bilder, es passen kaum noch Inhalte auf den Fernseher. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 31/36: Auch Disney+ verwendet immer häufiger große Bilder, es passen kaum noch Inhalte auf den Fernseher. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 32/36: Angenehm: Bei Disney+ gibt es auch noch Bereiche mit kleinen Bildern - die Übersichtlichkeit steigt dann. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 33/36: Paramount+ gibt es noch nicht als App für Vega OS, die App wird in der Amazon-Cloud ausgeführt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 34/36: Die Android-App von Paramount+ verhält sich nicht anders als andere Vega-OS-Apps. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 35/36: Bei Paramount+ hakt und hängt es überall, wenn wir uns durch die Oberfläche bewegen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 36/36: Auch Paramount+ setzt auf immer größere Icons, Übersicht gibt es für Abonnenten nicht mehr. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Paramount+ ist derzeit die einzige große Streaming-App, die als Cloud-App auf dem Select-Stick läuft. Bei der Geschwindigkeit fällt im Unterschied zu Vega-Apps kein Unterschied auf – auch die App von Paramount+ reagiert überall träge. Auf dem Select-Modell gibt es auch eine typische Beschränkung von Paramount+ : Wir müssen die Pause-Taste immer doppelt drücken, um die Wiedergabe anzuhalten – bei allen übrigen Streaming-Apps genügt ein Tastendruck – und so erwarten wir das auch als zahlender Kunde.
Lieber nicht die App verlassen
Nicht nur der Prozessor, auch der Arbeitsspeicher von 1 GByte wirkt unterdimensioniert. Dadurch fliegen die meisten Apps aus dem Speicher, sobald wir in eine andere App wechseln. Das hat den Nachteil, dass die aktuelle Position in der App nicht gemerkt wird und wir dann erst wieder dorthin navigieren müssen.
Besonders lästig können dann Alexa-Anfragen sein: Wenn eine App für die Beantwortung einer Alexa-Anfrage zur Fire-TV-Oberfläche wechselt, fliegt die laufende App aus dem Speicher. Wir müssen dann wieder lange warten, bis die App gestartet ist. Das macht den Umgang mit Streaming-Apps und der Sprachsuche entsprechend unkomfortabel.
Bild 1/36: Amazons neuer Fire TV Stick 4K Select im Praxistest (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/36: Amazons neuer Fire TV Stick 4K Select im Praxistest (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/36: Die Fernbedienung Fire TV Stick 4K Select hat eine Taste für die App-Übersicht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/36: Amazons neuer Fire TV Stick 4K Select mit der Fernbedienung (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/36: Amazon legt auch dem Fire TV Stick 4K Select wieder eine HDMI-Verlängerung bei. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/36: Oben der Fire TV Stick 4K Select, unten der Fire TV Stick 4K Max, beide besitzen noch einen Micro-USB-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/36: Links der Fire TV Stick 4K Select, rechts der Fire TV Stick 4K Max (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/36: Links die Fernbedienung des Fire TV Stick 4K Select, rechts die Fernbedienung des Fire TV Stick 4K Max (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/36: Links die Fernbedienung des Fire TV Stick 4K Select, rechts die Fernbedienung des Fire TV Stick 4K Max (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/36: So sieht der Startbildschirm von Vega OS aus - also wie bei anderen Fire-TV-Geräten mit Fire OS. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/36: So sieht der Startbildschirm von Vega OS aus - also wie bei anderen Fire-TV-Geräten mit Fire OS. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/36: Beim Druck auf die App-Taste an der Fernbedienung des Fire TV Stick 4K Select öffnet sich diese Übersicht installierter Apps. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/36: Die Fire-TV-Suche hat eine tolle automatische Vervollständigung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/36: Obwohl es mehr als 25 Bond-Filme gibt, zeigt die Fire-TV-Suche nur fünf Treffer. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/36: Obwohl es mehr als 25 Bond-Filme gibt, zeigt die Fire-TV-Suche nur fünf Treffer. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/36: Die Fire-TV-Suche hat eine tolle automatische Vervollständigung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/36: Es wird unübersichtlich, wenn die Fire-TV-Suche einen Titel mehrfach als Treffer zeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/36: Auch die Suche nach Harry Potter offenbart eklatante Lücken. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/36: Die Einträge für Alexa-Heimkino und Matter Casting fehlen beim Fire TV Stick 4K Select. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/36: Nicht einmal in den Gerätedetails nennt Amazon den Namen von Vega OS. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/36: Beim Fire TV Stick 4K Select fehlt der Nachtmodus und die Dialogverstärkung in den Audio-Einstellungen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/36: In den App-Details ist zu erkennen, dass Paramount+ keine Vega-OS-App ist, sondern in der Amazon-Cloud läuft. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/36: Netflix steht als App für Vega OS bereit. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/36: Die Netflix-App setzt auf sehr große Icons - Abonnenten müssen viel scrollen und haben nur einen geringen Überblick über den Katalog. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/36: Die Netflix-App setzt auf sehr große Icons - Abonnenten müssen viel scrollen und haben nur einen geringen Überblick über den Katalog. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/36: Das Scrollen in der Netflix-App wird zum Geduldsspiel - es hakt und hängt immer wieder. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/36: Beim Start von Disney+ gibt es auf dem Fire TV Stick 4K Select nicht die typische Animation. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/36: Die App von Disney+ ist mühsam zu steuern - jeder Tastendruck muss einzeln gemacht werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 29/36: Das Scrollen in der Disney+-App wird zum Geduldsspiel - es hakt und hängt immer wieder. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 30/36: Auch Disney+ verwendet immer häufiger große Bilder, es passen kaum noch Inhalte auf den Fernseher. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 31/36: Auch Disney+ verwendet immer häufiger große Bilder, es passen kaum noch Inhalte auf den Fernseher. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 32/36: Angenehm: Bei Disney+ gibt es auch noch Bereiche mit kleinen Bildern - die Übersichtlichkeit steigt dann. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 33/36: Paramount+ gibt es noch nicht als App für Vega OS, die App wird in der Amazon-Cloud ausgeführt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 34/36: Die Android-App von Paramount+ verhält sich nicht anders als andere Vega-OS-Apps. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 35/36: Bei Paramount+ hakt und hängt es überall, wenn wir uns durch die Oberfläche bewegen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 36/36: Auch Paramount+ setzt auf immer größere Icons, Übersicht gibt es für Abonnenten nicht mehr. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Eine Ausnahme ist hier Netflix, die App bleibt im Speicher, auch wenn wir zu anderen Apps wechseln. Es ist die einzige vorinstallierte Streaming-App eines anderen Anbieters auf dem Gerät.
Stromsparmodus nervt einfach nur
Diese ganzen Beschränkungen machen den Fire TV Stick 4K Select bereits zum schlechtesten Streaming-Produkt des Anbieters. Eine ganz andere Sache hat uns aber noch viel mehr genervt: Das Select-Modell schaltet immer nach fünf Minuten Nichtnutzung in einen Standby-Modus.
Nach dem Aufwecken zeigt das Gerät immer die Profilauswahl des Amazon-Kontos – es verhält sich so, als ob es gerade eingeschaltet worden wäre: Wenn wir also einen Stream pausieren und mehr als fünf Minuten vergehen, müssen wir die App ganz neu starten.
Fire-TV-App funktioniert nur noch eingeschränkt
Falls wir gerade eine Suchanfrage innerhalb der App gestellt und die Wiedergabe noch nicht gestartet haben, müssen wir den gesamten Suchvorgang wiederholen. Bei anderen Fire-TV-Geräten gibt es dieses nervige Problem so nicht.
Wir haben keine Möglichkeit gefunden, dieses Verhalten abzuschalten oder zumindest die Zeitspanne zu verlängern. Nach Aussage von Amazon geht das auch nicht und das Verhalten wird damit begründet, dass der Fire TV Stick 4K Select HDMI im Ruhezustand ausschaltet, um Strom zu sparen. Uns nervt dieses Verhalten im Alltag einfach nur, weil die Zeitspanne viel zu kurz gewählt wurde und dadurch die vielen geschilderten Probleme im Alltag bringen.
Für Fire-TV-Geräte gibt es eine passende App, um sie darüber zu steuern. Außerdem lassen sich eigentlich Texteingaben über die Smartphone-Tastatur eingeben. Das funktioniert allerdings bei vielen Apps mit dem Fire TV Stick 4K Select nicht, so dass dieser Komfort bei Disney+, Paramount+, Wow, ARD und ZDF nicht zur Verfügung steht.
Bei Netflix, Youtube und Arte reagiert die App, wie wir es erwarten. Auf Nachfrage ließ Amazon wissen, dass das Unternehmen "stetig mit Partnern zusammen" arbeiten würde, "um das App-Erlebnis auf Fire TV zu verbessern" . Ob die Unterstützung der Tastatureingaben später einmal möglich sein wird, lässt Amazon offen.