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Sprachsteuerung in Streams ist fast perfekt

Der Fire TV Cube übernimmt ärgerlicherweise die Unart anderer Fire-TV-Modelle und pausiert einen Stream nicht, sobald das Alexa-Signalwort ertönt. Stattdessen wird nur die Lautstärke des Streams verringert, der Stream läuft weiter. Bis dann ein Film mittels Sprachbefehl pausiert, vergehen ein bis zwei Sekunden. Dann sind einige Sätze in einem Film nicht zu verstehen. Amazon sollte hier das Verhalten des Echo Show auf den Fire TV Cube übertragen: Auf einem Echo Show wird ein Prime-Video pausiert, sobald das Alexa-Signalwort gesagt wird.

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Wenn wir von Alexa an etwas erinnert werden oder ein Timer abläuft, verhält sich der Fire TV Cube hingegen wie ein Echo Show: Der Stream wird pausiert, sobald die Erinnerung ansteht oder der Timer abgelaufen ist. Hier ist der Cube wesentlich besser als andere Fire-TV-Modelle, wenn diese etwa mit einer Alexa-Soundbar gekoppelt sind.

Ertönt auf einer Beam von Sonos beim Filmschauen eine Erinnerung, läuft der Film weiter und die Erinnerung wird über den Film gesprochen. Die Folge: Dialoge des Films sind kaum mehr zu verstehen. Das Gleiche passiert beim Ende eines Timers, das Gebimmel macht es unmöglich, Dialoge weiterhin zu verstehen.

Sprachsteuerung auch in Netflix und Youtube

Auch an allen anderen Stellen ist die Sprachsteuerung perfekt umgesetzt. Derzeit steht die komplette Sprachsteuerung inklusive Suchfunktion auch in der Oberfläche für Netflix und Youtube zur Verfügung. Wir können uns in beiden Apps sehr gut mit der Stimme durch die Oberfläche bewegen. Im Fall von Netflix können wir etwa die Profilauswahl mit der Stimme steuern und müssen dafür nicht zur Fernbedienung greifen.

Zudem können wir sowohl in Prime Video als auch in Netflix einen Vorspann auf Zuruf überspringen, wenn der passende Button eingeblendet ist. Das ist besonders praktisch, weil wir uns so das Suchen nach der Fernbedienung ersparen, wenn wir etwa einen Vorspann mitten in einer Serienepisode überspringen wollen.

  • Amazons Fire TV Cube (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Fire TV hat die typischen Tasten eines Echo-Lautsprechers und vorne eine LED-Kante. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Amazons Fire TV Cube ohne aktivierte LED-Kante (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Stromkabel und HDMI-Kabel verbunden sind, bleiben noch die Micro-USB-Buchse und die Buchse für die IR-Verlängerung frei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Anschlüsse am Fire TV Cube (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mittels Ethernet-Adapter lässt sich der Fire TV Cube über Kabel mit dem Internet verbinden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine Infrarotverlängerung gehört zum Lieferumfang des Fire TV Cube. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nur in den ersten Sekunden nach dem Deaktivieren der Mikrofone leuchtet die LED-Kante rot auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sind die eingebauten Mikrofone taubgestellt, signalisieren das nur die LED im Button. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zum Fire TV Cube gehören eine Fernbedienung mit Mikrofon und Lautstärketasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Mittels Ethernet-Adapter lässt sich der Fire TV Cube über Kabel mit dem Internet verbinden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Nutzer muss sich hier aber meist an die Syntax halten, die sich Amazon ausgedacht hat. Wollen wir ein markiertes Element aktivieren, müssen wir "Alexa, auswählen" sagen, wollen wir in einem Suchergebnis eine Seite weiterblättern, funktioniert "Alexa, weiter" nicht überall, Amazon erwartet ein "Alexa, zeig mehr". In unserem Test wurde das aber öfter mal als Suchanfrage nach "Zeig mir" verstanden. Wenn wir einen Treffer in einem durchnummerierten Suchergebnis öffnen wollen, müssen wir uns ebenfalls an die Vorgaben von Amazon halten. Hier sollte Amazon mehr Möglichkeiten bieten und an der Genauigkeit der Erkennung arbeiten.

Amazon hat angekündigt, dass noch weitere Apps eine umfangreiche Sprachsteuerung erhalten. Dazu gehören die Apps von ARD, ZDF, ProSieben, Waipu.tv sowie Zattoo. Bis Ende des Jahres sollen diese Apps angepasst sein. Eigentlich sollten die Apps von ZDF, Waipu.tv sowie Zattoo zur Markteinführung des Cube fertig sein, aber hier kam es zu Verzögerungen. Die zur Cube-Ankündigung genannten Apps von TVNow und Arte sollten ebenfalls eine Sprachsteuerung erhalten, tauchen in Amazons Auflistung aber nicht mehr auf.

Woran Google wiederholt scheitert

Woran JBL alias Google mit der Link Bar brachial gescheitert sind, bekommt Amazon mit dem Fire TV Cube hin: Wir können alle wichtigen Funktionen des Streaming-Geräts mit der Stimme auf Zuruf steuern. Auf der Link Bar können wir Netflix zwar mit der Stimme starten, für die Profilauswahl müssen wir dann zur Fernbedienung greifen.

Damit kommen wir auch bei Streaming-Geräten zum gleichen Ergebnis wie bei Smart Displays: In beiden Bereichen ist Amazon Google derzeit haushoch überlegen, weil sich die Oberflächen der Geräte nicht mit der Stimme bedienen lassen. Vor allem bei Smart Displays ist das immer wieder ein Problem.

  • Amazons Fire TV Cube (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Fire TV hat die typischen Tasten eines Echo-Lautsprechers und vorne eine LED-Kante. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Amazons Fire TV Cube ohne aktivierte LED-Kante (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Stromkabel und HDMI-Kabel verbunden sind, bleiben noch die Micro-USB-Buchse und die Buchse für die IR-Verlängerung frei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Anschlüsse am Fire TV Cube (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mittels Ethernet-Adapter lässt sich der Fire TV Cube über Kabel mit dem Internet verbinden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine Infrarotverlängerung gehört zum Lieferumfang des Fire TV Cube. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nur in den ersten Sekunden nach dem Deaktivieren der Mikrofone leuchtet die LED-Kante rot auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sind die eingebauten Mikrofone taubgestellt, signalisieren das nur die LED im Button. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zum Fire TV Cube gehören eine Fernbedienung mit Mikrofon und Lautstärketasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Sind die eingebauten Mikrofone taubgestellt, signalisieren das nur die LED im Button. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

In den Alexa-Einstellungen des Fire TV Cube können wir festlegen, dass der Cube immer angesprochen wird, wenn er das Alexa-Signalwort hört. Befinden sich im Raum oder in benachbarten Räumen andere Alexa-Lautsprecher, reagieren diese dann nicht. Das hat im Test gut funktioniert, wir können also weitere Alexa-Geräte in der Nähe in Betrieb haben; sobald der Fire TV Cube das Alexa-Signalwort empfängt, reagiert er. Ansonsten wird der Alexa-Lautsprecher aktiviert, der sich näher am Sprecher befindet.

Bezüglich der Alexa-Funktionen verhält sich der Fire TV Cube wie ein Echo-Lautsprecher, das bedeutet, sogar die Alexa-Telefonfunktionen stehen bereit. Wir können also etwa einen anderen Echo Show anrufen und sehen das Kamerabild des Echo Show auf dem Fernseher. Auch alle übrigen Alexa-Funktionen stehen auf dem Fire TV Cube bereit, so dass dieser - bis auf die eigenständige Musikwiedergabe - alle Alexa-Funktionen bereitstellt. Ein Fire TV Cube kann allerdings nicht in eine Alexa-Multiroom-Gruppe integriert werden.

Chance verpasst

Vor allem im Zusammenspiel mit Verstärkern und Soundbars wäre es clever gewesen, wenn sich der Fire TV Cube anders verhalten würde. Sobald eine Soundbar eingeschaltet ist, verstummt der Cube-Lautsprecher. Dabei wäre es sehr praktisch, wenn über den Cube weiterhin Sprachansagen erfolgen würden.

Dadurch bekäme die Alexa-Stimme eine eigene Lautstärke. Denn bis heute bieten weder Amazon noch Google die Möglichkeit an, für die Stimme eines smarten Lautsprechers eine andere Lautstärke zu definieren. Wenn also ein Lautsprecher für Musik sehr laut gestellt wurde, brüllt einen der entsprechende digitale Assistent an. Dieses Problem hätte beim Cube geschickt umgangen werden können, aber Amazon hat diese Chance leider nicht genutzt.

Auch beim Fire TV Cube lassen sich beliebte Apps wie Kodi weiterhin abseits von Amazons App-Shop installieren. Denn Amazon bietet Kodi weiterhin nicht im eigenen Store an. Mittels eines USB-OTG-Adapters können auch etwa USB-Tastaturen am Fire TV Cube verwendet werden. Allerdings gibt es - wie bei anderen Fire-TV-Modellen - das Problem, dass Amazon Kunden in Deutschland keinen Treiber mit QWERTZ-Tastenlayout zur Verfügung stellt. Eingesteckte Tastaturen haben immer eine US-amerikanische Tastenbelegung im QWERTY-Layout.

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 Fire-TV-Oberfläche umfangreich mit der Stimme bedienenVerfügbarkeit und Fazit 
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berritorre 05. Nov 2019

Man könnte z.B. auch mal was von einem USB-Stick oder einer USB-Festplatte anschauen. Das...

TrollNo1 04. Nov 2019

Es ist ja nicht nur das eine Feature, was im anderen Artikel steht. Von daher passt das...

Andi K. 03. Nov 2019

Meine Alexa gibt einen Ton ab, wenn Sie ihr Befehlswort gehört bzw. Verstanden hat. Wenn...

john.cord 31. Okt 2019

Der Cube lässt sich nicht mit einem Harmony Hub per Bluetooth koppeln? Bitte diesen Punkt...

gol 31. Okt 2019

Wenn man weiter über den Bildschirm scrollt, dann ist man nach Stunden heiser, bis man...


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