Abo
  • Services:

Fire TV: Amazon-Streaming-Box mit Exklusivserien und Sprachsteuerung

Es sieht aus wie das Apple TV, kostet gleich viel, soll aber einiges mehr können: Amazon hat seinen eigenen Streaming-Client für Fernseher vorgestellt. Mit Quad-Core-CPU, Android und 2 GByte RAM soll das Gerät sehr schnell reagieren, auch mit Spielen. Die Fernbedienung weist eine clevere Besonderheit auf.

Artikel veröffentlicht am , /
Amazon Prime wird um Video-On-Demand-Service erweitert.
Amazon Prime wird um Video-On-Demand-Service erweitert. (Bild: Amazon / Screenshot: Golem.de)

Mit dem Fire TV hat Amazon seine erste eigene Settop-Box vorgestellt. Der Konkurrent für das Apple TV soll dabei viel mehr sein als nur ein Abspielgerät für Amazons Prime Instant Video, den Streamingservice, der bisher als Lovefilm auch in Deutschland verfügbar war.

Stellenmarkt
  1. Hella Gutmann Solutions GmbH, Ihringen bei Freiburg im Breisgau
  2. SICK AG, Hamburg

Dafür wurde die Box laut Amazon mit dreimal soviel Rechenleistung "wie bei der Konkurrenz" ausgestattet - das gab das Unternehmen bei der Vorstellung von Fire TV an. Gemeint sind unzweifelhaft das Apple TV und Googles Chromecast. Das Fire TV ist quadratisch, die Grundfläche mit 11,5 Zentimetern Kantenlänge nimmt weniger Platz als eine CD-Hülle ein. Mit 1,75 Zentimetern ist es auch sehr flach.

Ein Quad-Core-CPU auf ARM-Basis (Qualcomm 8064, 1,7 GHz) samt einer eigenen GPU (Adreno 320) und 2 GByte RAM sollen für hohe Reaktionsgeschwindigkeiten sorgen. Auch das sofortige Abspielen von Streams auf Knopfdruck zeigte Amazon - offenbar puffert das Fire TV schon beim Stöbern in der Videobibliothek im Hintergrund, der integrierte Flash-Speicher ist 8 GByte groß. Die bisherigen Lovefilm-Clients, beispielsweise auf der Playstation 3, brauchten auch bei einem zuvor schon einmal begonnenen Film immer mehrere Sekunden, bis es weiterging. Auch Dual-Band-WLAN soll für schnelleren Zugang sorgen. Gestreamt wird, je nach Inhalt, bis zu 1080p, Ton kann mit 7.1 Kanälen nach Dolby Digital Plus übertragen werden. Einen optischen Digitalausgang nur für Ton und Ethernet gibt es auch.

  • Funktionen des Fire TV und der Fernbedienung (Bild: Amazon)
Funktionen des Fire TV und der Fernbedienung (Bild: Amazon)

Die Oberfläche des auf Android basierenden Betriebssystems für Fire TV ähnelt stark der von Spotify und nicht etwa dem PS3-Client von Lovefilm. Dabei setzt Amazon stark auf die Suchfunktion, denn diese lässt sich auch über die Fernbedienung per Sprache steuern. In dem Steuergerät sitzt ein Mikrofon, das den Befehl aufnimmt und an die Box schickt. Das geschieht per Funk und nicht per Infrarot, man muss nicht auf das Fire TV zielen, denn die Fernbedienung ist per Bluetooth angebunden. Ein Sprachbefehl wie "John Malkovich" zeigte alle Filme mit dem US-Schauspieler.

Im hart umkämpften Streaming-Markt der USA, der von Hulu und Netflix dominiert wird - beide Dienste sind in Deutschland offiziell nicht nutzbar - will Amazon mit Exklusivinhalten punkten. Dazu laufen bereits im Frühling des Jahres 2014 zehn verschiedene Serien mit Darstellern wie Jeffrey Tambor oder John Goodman an. Hulu Plus wird neben dem eigenen Streamingangebot zu Beginn unterstützt, später sollen auch viele Dienste inklusive Netflix folgen. In Deutschland wären Watchever und Maxdome sowie die öffentlich-rechtlichen Mediatheken Kandidaten dafür.

Auch Musik-Streaming mit Abo-Diensten und Spiele sind Anwendungen für das Fire TV - für letztere zeigte das Unternehmen sogar einen speziellen Controller. Erster Vorzeigetitel für Fire TV ist das Actionspiel Sev Zero, das bei den hauseigenen Amazon Game Studios entstanden ist und ab sofort für rund 7 US-Dollar erhältlich ist.

Bisherige Android-Apps sollen sich aber leicht portieren lassen, zudem basiert die Oberfläche auf HTML. Andere Dienste mit eigenem Design sind also einfach zu gestalten. Weitere Angaben zur Ausstattung finden sich auf der Produktseite des Fire-TV.

In den USA wird das Fire TV ab sofort für 99 US-Dollar plus Steuern verkauft - es kostet damit genauso viel wie das Apple TV. Ob und wann, und mit welchen Diensten, das Gerät auch in Europa erscheint, gab Amazon noch nicht an.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 499,00€
  2. 54,99€
  3. (-80%) 3,99€
  4. 3,84€

Trollversteher 03. Apr 2014

Dein letzter Satz zeugt von herbem Realitätsverlust - wo bitte verdongelt iTunes Musik...

the_spacewürm 03. Apr 2014

Und jetzt weißt du auch warum...

Matixmer 03. Apr 2014

Du schreibst es doch selbst die haben die US und UK Lizenzen! Die Vermarktungsrechte in...

PiranhA 03. Apr 2014

Also die bisherigen Clients puffern nur einen kleinen Teil. Wenn ich bei mir einen HD...

catdeelay 03. Apr 2014

ich bin nächsten Monat in der USA und überlege mir das Ding zu holen. aber mir kann...


Folgen Sie uns
       


Rimac Concept Two (C_Two) angesehen (Genf 2018)

Wir haben uns auf dem Genfer Autosalon 2018 den C_Two von Rimac angesehen.

Rimac Concept Two (C_Two) angesehen (Genf 2018) Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
  2. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  3. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung

Ryzen 7 2700X im Test: AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel
Ryzen 7 2700X im Test
AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel

Der neue Ryzen 7 2700X gehört zu den schnellsten CPUs für 300 Euro. In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs
  2. AMD-Prozessor Ryzen-Topmodell 7 2700X kostet 320 Euro
  3. Spectre v2 AMD und Microsoft patchen CPUs bis zurück zum Bulldozer

    •  /