Fintech: Wirecard wird zur Smartphone-Bank

Wirecard baut seine Mobile-Payment-App Boon mit Bankfunktionen aus. Möglich werden Überweisungen und Kredite bei dem börsennotierten Fintech, das gegenwärtig mehr wert ist als die Deutsche Bank.

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Boon von Wirecard
Boon von Wirecard (Bild: Wirecard / Screenshot: Golem.de)

Wirecard will sein mobiles Bezahlsystem Boon zu einem Smartphone-Konto erweitern. Das sagte Markus Braun, der Vorstandschef des Zahlungsdienstleisters dem Handelsblatt. "Künftig sollen die Kunden via Boon Überweisungen tätigen können, Kredite ausleihen und Versicherungen abschließen", sagte Braun. Wirecard zählt wie Paypal zu den etablierten Fintechs, die bereits seit langem mit einer eigenen Banklizenz ausgestattet sind.

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Das Mobile-Payment-System Boon ging im Jahr 2015 an den Start und hat heute nach Unternehmensangaben 35 Millionen Kunden weltweit. Bei Google Pay können Nutzer in Deutschland Visa- und Mastercard-Karten der vier teilnehmenden Finanzdienstleister Boon, Commerzbank, Comdirekt und N26 verwenden. Boon bietet eine digitale Mastercard, die in der Google-Pay-App hinterlegt und für das mobile Bezahlen verwendet wird. Die virtuelle Kreditkarte muss jedoch zuvor mit einer Visa- oder Mastercard oder per Banküberweisung aufgeladen werden.

Wirecard: Was Boon bereits kann

Mit Boon kann durch NFC-Technik kontaktlos bezahlt werden, dabei wird auch HCE (Host Card Emulation) und BLE (Bluetooth Low Energy) eingesetzt, oder QR-Codes werden eingelesen. Boon erlaubt bereits Online-Zahlungen und Direktüberweisungen zwischen den Nutzern.

Wirecard ist in der vergangenen Woche in den bedeutendsten deutschen Aktienindex Dax aufgestiegen. Derzeit ist Wirecard an der Börse mit rund 23 Milliarden Euro bewertet und damit teurer als die Deutsche Bank.

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"Wir haben sicherlich das Potenzial, den Börsenwert in den kommenden Jahren auf mehr als 100 Milliarden Euro zu bringen", sagte Braun. Durch den weltweiten Trend weg vom Bargeld könne Wirecard sein Geschäftsmodell in Zukunft verzehn-, verzwanzig- oder auch verdreißigfachen. Die Gefahr eines jähen Absturzes sieht Braun trotz der sehr hohen Bewertung der Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 75 nicht. Die Diskussion über den teuren Kurs verfolge ihn schon, seitdem die Aktie bei drei Euro stand.

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