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Fintech: Trade Republic lagert Kundenservice aus

Statt eigener Mitarbeiter sollen künftig "spezialisierte Kundencenter" den Kundenservice bei Trade Republic übernehmen. Der Support hat in der Vergangenheit in der Kritik gestanden.
/ Tobias Költzsch
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Trade Republic bietet seit Kurzem auch ein Girokonto an. (Bild: Trade Republic)
Trade Republic bietet seit Kurzem auch ein Girokonto an. Bild: Trade Republic

Trade Republic entlässt Dutzende Mitarbeiter aus dem Bereich Kundenservice. Das erfuhr die Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) von mehreren Unternehmensinsidern und aus entsprechenden Dokumenten. Das Fintech hat dem Magazin die Kündigungen mittlerweile bestätigt, betroffen sollen mindestens 50 Mitarbeiter sein.

"Wir betreiben den Kundenservice von nun an nicht mehr intern, sondern über mehrere, größere und spezialisierte Kundencenter in ganz Europa" , erklärte eine Unternehmenssprecherin. "In diesem Zuge haben wir unsere Tochtergesellschaft geschlossen." Der Kundensupport wird künftig also über spezielle Unternehmen laufen, die diese Dienste mehreren Firmen anbieten.

Der Kundendienst stand bei Trade Republic, das seit Kurzem nicht mehr nur Broker, sondern auch Bank ist , seit einiger Zeit in der Kritik. Telefonisch war der Support bislang nicht erreichbar, laut Bewertungen im Internet warten Kunden teilweise tagelang auf eine Antwort per E-Mail.

Kunden kritisierten in der Vergangenheit die Kommunikation

Auch bei den jüngsten Problemen mit verspäteten Dividendenauszahlungen hat Trade Republic seine Kunden nur schleppend informiert, was kritisiert wurde. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Verlagerung des Supports in ein spezialisiertes Unternehmen die Kommunikationssituation verbessern könnte – zeigen wird sich das aber erst in der Zukunft.

Einige Mitarbeiter der abgewickelten Kundenservice-Tochtergesellschaft werden in die Bank transferiert – dies betrifft sogenannte "Expertenstellen" : "Dadurch wird der Großteil der Anfragen schneller und komplexere Anfragen gezielter bearbeitet" , erklärt die Unternehmenssprecherin. Wie das in der Praxis aussehen soll, erklärte Trade Republic nicht. Der Wirtschaftswoche zufolge soll es sich um nur wenige Mitarbeiter handeln.


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