Abo
  • Services:

Finspy: Neuer Staatstrojaner-Exploit in RTF-Dokument gefunden

Ein verseuchtes Word-Dokument oder eine Spam-E-Mail zu öffnen reicht, um einen aktuellen Exploit in .Net zu triggern. Die Sicherheitslücke soll bereits genutzt worden sein, um Finfisher-Staatstrojaner zu verteilen.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Schwachstelle wird genutzt, um Finfisher-Software aufzuspielen.
Eine Schwachstelle wird genutzt, um Finfisher-Software aufzuspielen. (Bild: Andreas Donath)

Die Sicherheitsfirma Fireeye hat einen Exploit in Microsofts Office-Suite entdeckt, der genutzt wurde, um Spyware der umstrittenen Firma Finfisher auszuliefern. Ziel der aktuellen Kampagne sei vermutlich eine Person oder Behörde in Russland gewesen.

Stellenmarkt
  1. über eTec Consult GmbH, Dreieck Würzburg / Heidelberg / Heilbronn
  2. Pluradent AG & Co. KG, Offenbach

Microsoft hat die Sicherheitslücke mit der Bezeichnung CVE-2017-8759 am aktuellen Patchday geschlossen. Öffnet ein Nutzer ein entsprechend präpariertes RTF-Dokument, kann im Hintergrund Schadcode geladen werden, wenn Nutzer die geschützte Ansicht deaktiveren. Für einen Exploit ist es nicht erforderlich, Makros oder aktive Inhalte bewusst auszuführen. Auch das Öffnen einer Spam-Mail soll den Exploit triggern können.

Fehler liegt nicht in Office selbst

Der Exploit soll nicht in den Kernfunktionen von Microsoft Office liegen, sondern die SOAP-Rendering-Funktionen von .Net betreffen. Dabei bekommt der Rechner des Opfers einen Befehl in der Web-Services-Description-Language (WSDL) von einem Server des Angreifers zugesendet. Der WSDL-Parser des .Net-Frameworks verarbeitet diesen Befehl dann und legt den generierten Sourcecode ab. Dieser wiederum wird dann durch .Net in eine Bibliothek kompiliert und diese von Office geladen. Danach wird ein weiteres Skript heruntergeladen, das die eigentliche Finspy-Malware installiert.

Die Angriffe mit dem Exploit sollen sehr gezielt gewesen sein, also nur wenige Personen betreffen. Microsoft gibt an, dass die ATP-Version von Windows-Defender mehrere solcher Angriffe abwehren konnte. Fireeye geht davon aus, dass das Ziel des Angriffs in Russland gewesen sei. Außerdem gehe man mit "moderater Sicherheit" davon aus, dass ein staatlicher Akteur hinter dem Angriff stehe. Finfisher verkauft nach eigenen Angaben nur an Staaten.

Es ist bereits die zweite Sicherheitslücke dieser Art, die Fireye in diesem Jahr präsentiert. Bereits im April hatte die Organisation gemeinsam mit dem Hacker Claudio Guarnieri einen ähnlichen Exploit demonstriert.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Folgen Sie uns
       


Battlefield 5 Open Beta - Golem.de live

Ein Squad voller Golems philosophiert über Raytracing, PC-Konfigurationen und alles, was noch nicht so funktioniert, im Livestream zur Battlefield 5 Open Beta.

Battlefield 5 Open Beta - Golem.de live Video aufrufen
Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Zukunft der Arbeit: Was Automatisierung mit dem Grundeinkommen zu tun hat
Zukunft der Arbeit
Was Automatisierung mit dem Grundeinkommen zu tun hat

Millionen verlieren ihren Job, aber die Gesellschaft gewinnt dabei trotzdem: So stellen sich die Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens die Zukunft vor. Wie soll das gehen?
Eine Analyse von Daniel Hautmann

  1. Verbraucherschutzminister Kritik an eingeschränktem Widerspruchsrecht im Online-Handel
  2. Bundesfinanzminister Scholz warnt vor Schnellschüssen bei Digitalsteuer
  3. Sommerzeit EU-Kommission will die Zeitumstellung abschaffen

    •  /