Finnischer Minister: "Microsoft hat Finnland betrogen"
Antti Rinne von der Sozialdemokratischen Partei Finnlands hat im Gespräch mit der Handelszeitung Kauppalehti(öffnet im neuen Fenster) deutliche Worte zur Entlassungswelle bei Microsoft geäußert. "Microsoft hat Finnland betrogen" , kommentiert der finnische Finanzminister die geplante Entlassung von 12.500 ehemaligen Nokia-Mitarbeitern nach der Übernahme durch Microsoft. Das US-Unternehmen hatte insgesamt rund 30.000 Nokia-Angestellte übernommen.
Finanzminister offenbar von Zahl der Entlassungen überrascht
"Natürlich betrifft der Handelsabschluss eigentlich nur Nokia und Microsoft. Aber als der Deal gemacht wurde, hatte Microsoft seine Verpflichtung gegenüber Finnland betont" , sagt Rinne. "Mir scheint es, dass dieser Teil nicht erfüllt wird."
Microsoft-Chef Satya Nadella hatte am 17. Juli 2014 bekanntgegeben , dass das Unternehmen in den nächsten Monaten insgesamt 18.000 Mitarbeiter entlassen werde. Der Großteil davon sind Angestellte, die von Nokia übernommen wurden – insgesamt 12.500.
"Es war absehbar, dass es zu einer Reduktion der Mitarbeiterzahl kommen könnte" , erklärt Rinne weiter. "Es ist bedauerlich, dass viele der Mitarbeiter jetzt zu Beginn der Sommerferien davon erfahren." Rinne warte nun auf die von Microsoft versprochenen Rechenzentren, die in Finnland gebaut werden sollen.
Microsoft beendet auch Nokias Android-Ausflug
Microsoft hatte Nokias Mobilsparte im September 2013 gekauft , der Übernahmeprozess war im April 2014 abgeschlossen . In einer ersten E-Mail Anfang Juli 2014 erklärte Nadella seine künftige Unternehmensstrategie, einige Tage später gingen Experten von bis zu 5.800 möglichen Entlassungen aus. Diese angenommene Zahl hat sich letztlich verdreifacht. Zusätzlich hat Nadella klargemacht, dass die Android-Versuche Nokias bei Microsoft keine Zukunft haben werden .
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