Finanzministerium: Trump will großen Teil des Kaufpreises von Tiktok

US-Präsident Donald Trump hat Microsoft aufgefordert, die Übernahme von Tiktok weiterzutreiben. "Ein sehr wesentlicher Teil des Kaufpreises" müsse aber an die US-Regierung gehen, die den Kauf ermögliche. Das berichtete das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Aussagen Trumps vor Journalisten im Weißen Haus.
Trump teilte über das Gespräch mit Microsoft-Chef Satya Nadella mit: "Ich habe gesagt: 'Wenn Sie es kaufen ... muss ein sehr erheblicher Teil des Preises an das Finanzministerium der Vereinigten Staaten gehen, weil wir es ermöglichen, dass dieser Deal zustande kommt'. Im Moment haben Sie keine Möglichkeit dazu, wenn wir sie Ihnen nicht geben."
Trump sagte über den erzwungenen Verkauf unter Verbotsdrohung: "Hier ist der Deal: Es macht mir nichts aus, ob es Microsoft oder jemand anderes macht - ein großes Unternehmen, ein sicheres Unternehmen, ein sehr amerikanisches Unternehmen, das es kauft."
Trump an Microsoft: Das ganze Tiktok oder gar nicht
Der Präsident, der seit dem vergangenen Freitag mit einem Verbot von Tiktok in den USA droht, betonte zudem, dass es Bedingungen für einen Verkauf gebe, und er nicht sehe, wie nur ein Teil des Unternehmens gekauft werden könne. Microsoft hatte erklärt, daran interessiert zu sein, Tiktoks Landesgeschäft in den USA, Kanada, Neuseeland und Australien zu kaufen und andere Teile des Geschäfts in chinesischem Besitz zu belassen.
Die Trump-Regierung wirft Tiktok vor, die Daten von US-Bürgern an die chinesische Regierung weiterzuleiten , was der chinesische Eigner Bytedance bestreitet. Das Videoportal für kurze Playback-Clips und andere Videos ist bei Kindern und Jugendlichen beliebt.
Tiktok hat in den USA nach eigenen Angaben 100 Millionen Nutzer.



