Finanzmarktregulierung: Russland erwägt Legalisierung von Kryptowährungen

Finanzminister Manturov hält eine Legalisierung von Bitcoin und Co. nur für eine Frage der Zeit. Das ist eine andere Position als bisher.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Denis Manturov hält die Legalisierung für eine Frage der Zeit.
Denis Manturov hält die Legalisierung für eine Frage der Zeit. (Bild: Reuters)

Noch im Januar wollte die russische Zentralbank das Mining von Kryptowährungen und Transaktionen damit verbieten. Nun hat offenbar ein Umdenken eingesetzt: Finanzminister Denis Manturov kann sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tass eine Legalisierung vorstellen.

"Die Frage ist, wann es passieren wird, wie es passieren wird und wie es reguliert wird", sagte Manturov diese Woche auf der Veranstaltung New Horizons in Moskau. Das Finanzministerium sei der Ansicht, dass der Umlauf von Kryptowährungen in der Russischen Föderation reguliert und besteuert und nicht verboten werden solle. "Es sollte legal sein", solange es "in Übereinstimmung mit den Regeln" sei.

Der Finanzminister schlägt damit einen neuen Kurs ein als bisher die Zentralbank. Auch diese überdenkt ihre Position nun aber wohl. "Sowohl die Zentralbank als auch die Regierung bemühen sich nun aktiv darum", erklärte der Minister. "Aber jeder neigt dazu, zu verstehen, dass dies der Trend der Zeit ist, und früher oder später wird er in der einen oder anderen Form umgesetzt werden."

Zentralbank sah Gefahr der Geldwäsche

Seit als Reaktion auf den Ukrainekrieg international Sanktionen gegen Russland erlassen wurden, gab es auch Spekulationen darüber, ob Kryptowährungen wie Bitcoin zur Umgehung eingesetzt werden können. So wurde im März 2022 berichtet, dass sanktionierte russische Oligarchen Millionenbeträge in digitalen Wallets sichern wollten.

Vor Beginn des Kriegs gegen die Ukraine sah die russische Zentralbank in der Verbreitung von Kryptowährungen noch eine Gefahr für den russischen Finanzsektor und einen schwer kontrollierbaren Weg zur Geldwäsche. "Es ist unmöglich, eine vollständige Transparenz von Kryptowährungstransaktionen zu gewährleisten", hieß es in einem im Januar veröffentlichten Paper.

Russland ist laut der Universität Cambridge nach den USA einer der wichtigsten Standorte für das Kryptomining.

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