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Finanzierungsrunde: Uber macht mehr Verlust als Umsatz

Uber sucht neue Geldgeber und legt dafür Zahlen vor, nach denen der operative Verlust höher ist als der Umsatz von 415 Millionen US-Dollar. Doch das seien angeblich ganz alte Geschäftsberichte, erklärt das Unternehmen selbst dazu.
/ Achim Sawall
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Uber-App (Bild: QUIQUE GARCIA/AFP/Getty Images)
Uber-App Bild: QUIQUE GARCIA/AFP/Getty Images

Uber Technologies hat einen operativen Verlust von 470 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Der Umsatz des Vermittlungsdienstes zur Personenbeförderung hat bei 415 Millionen US-Dollar gelegen. Das berichtet(öffnet im neuen Fenster) die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine Präsentation, die das Unternehmen potentiellen Investoren vorgelegt hat. Zudem sei von einem Wachstum von 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr die Rede. In welchem Zeitraum diese Beträge erwirtschaftet worden sein sollen, ist unklar.

In der neuen Finanzierungsrunde will Uber 1 bis 1,2 Milliarden US-Dollar einnehmen. Dabei wird das Unternehmen laut informierten Kreisen mit 50 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Startup ist weltweit in über 300 Städten aktiv.

Zu den Geldgebern Ubers in früheren Finanzierungsrunden gehört auch Google Ventures.

"Stark veraltete Geschäftszahlen"

Uber-Sprecherin Nairi Hourdajian erklärte Bloomberg, dass es sich "um stark veraltete Geschäftszahlen" handele, die "nicht die aktuelle Geschäftsentwicklung" widerspiegelten. Warum das Unternehmen mit vermeintlich veralteten Geschäftszahlen auf Investorensuche geht, wollte sie nicht beantworten.

Das von Travis Kalanick mitbegründete Unternehmen betreibt eine akribische Geheimhaltung um seine Geschäftszahlen.

Hillhouse Capital Management führt laut Bloomberg die laufende Finanzierungsrunde an, bei der Wandelschuldverschreibungen ausgegeben werden, die nach einem möglichen Börsengang in Uber-Aktien umgewandelt werden können. Die Finanzierung soll am heutigen 30. Juni abgeschlossen werden.

Zudem werde mit Wall-Street-Bankern eine weitere Finanzierung von zwei Milliarden US-Dollar verhandelt, hat Bloomberg aus informierten Kreisen erfahren.


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