Finanzierungsrunde: Berliner Fintech Billie bekommt 100 Millionen US-Dollar

Offene Rechnungen hochladen und den Betrag sofort erhalten: Damit macht Billie sein Geschäft. Partner sind nun Tencent, Samwer und Klarna. Früher war auch Wirecard dabei.

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Billie kauft Rechnungen an.
Billie kauft Rechnungen an. (Bild: Pixabay)

Die Serie großer Finanzierungsrunden für junge deutsche Finanztechnologiefirmen (Fintechs) setzt sich fort. Das Berliner Fintech-Startup Billie - spezialisiert auf Forderungsfinanzierung - hat von alten und neuen Geldgebern 100 Millionen US-Dollar erhalten und erreicht damit eine Bewertung von 640 Millionen US-Dollar, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Angeführt wird die Runde von dem britischen Risikokapitalgeber Dawn Capital.

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Auch der chinesische Internetkonzern Tencent, der bereits an der Smartphone-Bank N26 beteiligt ist, investiert in Billie. Weiter dabei ist Rocket-Internet-Gründer Oliver Samwer.

Die größte strategische Bedeutung aber hat der Einstieg des schwedischen Fintech-Konzerns Klarna. Der Zahlungsdienstleister hatte zuvor eine Kooperation mit Billie angekündigt und beteiligt sich im einstelligen Prozentbereich.

Klarna wurde 2005 gegründet und ermöglicht es Kunden, über seine Händlerpartner einzukaufen und den Preis in vier Raten mithilfe des BNPL-Dienstes (Buy-Now-Pay-Later) zu begleichen. Das Modell wird von Verbraucherschützern kritisch gesehen.

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Während Klarna diese Dienste für private Konsumenten (B2C) anbietet, will Billie das gleiche Angebot für Geschäftskunden (B2B) etablieren. Da viele Klarna-Partner, etwa Baumärkte, sowohl Privat- als auch Firmenkunden bedienen, bekommt Billie Zugang zu einem großen Kundenstamm.

Mit der neuen Finanzierungsrunde will die Firma ins Ausland expandieren und die IT, das Risikomanagement sowie die Betrugsprävention stärken. Gründer von Billie sind Aiga Senftleben sowie Matthias Knecht und Christian Grobe, die 2014 bereits die Kreditplattform Zencap gegründet und später an den Konkurrenten Funding Circle verkauft haben.

Billie mit Bafin-Lizenz

Billie bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) sowie Freelancern die Möglichkeit, ihre Rechnungen vorfinanzieren zu lassen, indem es sämtliche Forderungen an Dritte abkauft und den offenen Betrag sofort ausgleicht. Christian Grobe, Gründer von Billie, sagte im August 2019: "Die Besonderheit von Billie besteht darin, dass es unkomplizierter als klassisches Factoring ist. Mit wenigen Klicks können Kunden von Billie ihren monatlichen Finanzierungsrahmen von bis zu 200.000 Euro erhalten." Billie verfügt über eine eigene Bafin-Lizenz.

Eine der früheren IT-Partner von Billie war das Skandalunternehmen Wirecard.

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tom.stein 25. Okt 2021

Rechtlich ja. Offiziell ist es verboten, Geschäfte mit sich selbst zu tätigen. Faktisch...

notuf 23. Okt 2021

Als Freelancer nach Meilensteinen ist ein zu großes Risikos für den Freelancer weil aus...

eyeQ711 22. Okt 2021

Für die Vorfinanzierung einer Rechnung entfällt eine einmalige Gebühr ab 0,7 % des...



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