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Finanzierung: Caddy Webserver soll komplett Open Source werden

In letzter Zeit haben viele Open-Source-Unternehmen ihre Lizenz geändert und proprietäre Zusätze angeboten. Das Team des Caddy-Webservers geht nun den umgekehrten Weg und setzt voll auf das Support-Modell.

Artikel veröffentlicht am ,
Caddy nutzt standardmäßig HTTPS und hat deshalb ein Vorhängeschloss als Logo.
Caddy nutzt standardmäßig HTTPS und hat deshalb ein Vorhängeschloss als Logo. (Bild: Diego Torres Silvestre, flickr.com/CC-BY 2.0)

Die Finanzierung der Entwicklung von Open-Source-Software ist nicht immer einfach, da das Produkt selbst ja frei verfügbar ist. Das Entwicklerteam des freien und modernen Webservers Caddy hat in den vergangenen Jahren viele verschiedene Modelle dafür ausprobiert und will künftig sämtliche Bestandteile und Zusätze des Servers als Open Source veröffentlichen. Die Entwicklung wird dann offenbar durch das klassische Support-Modell finanziert.

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Seit rund einem Jahr versuchen einige Open-Source-Unternehmen wie die Hauptentwickler von MongoDB, Redis oder auch Elasticsearch ihre Lizenzmodelle dahingehend zu ändern, dass Dienste wie Microsofts Azure oder Amazons Web Services diese Projekte nicht mehr einfach als Software-as-a-Service-Angebote vermarkten. Die Software selbst lässt sich dabei genaugenommen nicht mehr als Open Source bezeichnen. Auch die Entwickler von Caddy haben mit derartigen Zusätzen experimentiert.

In der Vergangenheit gab es für den Caddy-Server etwa kommerzielle Lizenzen für die von dem Team selbst erstellten Binärdateien. Für die kommende Version 2 des Servers hatte das Team zudem geplant, eine Enterprise-Variante anzubieten. Letztere sollte explizit als Erweiterung des Open-Source-Projekts spezielle offenbar proprietäre Zusatzfunktionen erhalten. Dazu gehörte die Planung für ein Web-UI zur Konfiguration oder zur Anzeige bestimmter Metriken.

Open Source Software mit kommerziellem Support

Von diesen Plänen nimmt das Team nun aber vollständig Abstand. Demnach sollen die Plugins und Zusätze künftig ebenfalls frei unter der Apache Lizenz v2 bereitgestellt werden und in die öffentlichen Quellen des Projekts eingepflegt werden. Die Pläne für das Caddy-Enterprise-Produkt werden zudem komplett fallengelassen.

Zur Finanzierung setzt das Caddy-Team künftig stattdessen auf eine Kooperation mit den Go-Spezialisten von Ardan Labs. Mit diesen wollte das Caddy-Team ursprünglich die Enterprise-Funktionen entwickeln. Stattdessen wird die Partnerschaft nun genutzt, um Enterprise-Support für den produktiven Einsatz des Servers anbieten. Kunden mit bestehenden Verträgen nach dem alten Lizenzmodell sollen natürlich weiter betreut werden. Die Version 2 von Caddy mit dem neuen Support-Modell soll im ersten Quartal 2020 erscheinen.

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robinx999 06. Okt 2019

Wobei dies bei Webservern oder der hier im Thread genanntne Datenbank durchaus...


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