Finanzierung: 49-Euro-Ticket kommt - aber wann?

Bund und Länder haben sich auf das 49-Euro-Ticket geeinigt, doch wer gehofft hat, dass es im Januar oder gar im April erscheint, der dürfte enttäuscht sein. Die Berliner Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey sieht auch den April-Termin als gefährdet an und sagte gegenüber der Sendung RTL direkt(öffnet im neuen Fenster) , dass es vermutlich erst im Mai 2023 soweit sei.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte nach der Sitzung mit den Regierungschefs der Länder nach einem Bericht der Tagesschau(öffnet im neuen Fenster) mitgeteilt: "Das Deutschlandticket wird jetzt kommen, auch sehr zügig. Wir haben jetzt alle Hürden beseitigt, so dass die Verantwortlichen in den Ländern und den Verkehrsunternehmen jetzt alles daran setzen können, dass das auch schnell und zügig vorangeht."
Die Einführung des Tickets hängt nun auch von den Ländern und Kommunen und nicht zuletzt von den Verkehrsbetrieben ab, die mit einer enormen Steigerung der Energiekosten konfrontiert sind.
Gegenüber der Funke-Mediengruppe(öffnet im neuen Fenster) sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy(öffnet im neuen Fenster) , dass die Umsetzung ein hartes Stück Arbeit werde, weil Tarifsystem und Verkauf neu aufgestellt werden müssten. Er wies auch noch auf einen anderen wichtigen Blocker hin: Der Bund müsse noch die europarechtlichen Zustimmungen einholen, bevor es losgehen kann. Bund und Länder wollen das Ticket zu gleichen Teilen subventionieren.
Der Hauptgeschäftsführer und Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg(öffnet im neuen Fenster) , sagte der Rheinischen Post(öffnet im neuen Fenster) , dass weder die Verkehrsunternehmen noch ihre Träger, die Kommunen, in diesen Zeiten zusätzliche Belastungen verkraften könnten und es deshalb gut sei, dass Bund und Länder sich zumindest für 2023 die Kosten teilen wollen.



