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Finanzielle Probleme: Fisker pausiert Produktion bei Magna in Graz

Der Elektroauto -Hersteller Fisker hat eine neue Finanzierungszusage erhalten. Dennoch wird die Produktion mehrere Wochen lang unterbrochen.
/ Friedhelm Greis
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Fisker lässt die Produktion des Ocean in Graz pausieren. (Bild: Fisker)
Fisker lässt die Produktion des Ocean in Graz pausieren. Bild: Fisker

Der in finanziellen Schwierigkeiten befindliche Elektroautohersteller Fisker lässt seine Produktion bei dem Auftragsfertiger Magna in Graz in den kommenden sechs Wochen ruhen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 18. März 2024(öffnet im neuen Fenster) (PDF) hervor. Gleichzeitig teilte Fisker mit, eine Finanzierungszusage in Höhe von 150 Millionen US-Dollar in vier Tranchen erhalten zu haben.

Fisker befinde sich zudem in Gesprächen mit einem großen Autohersteller zur Entwicklung von Elektroautoplattformen und zu einer Produktion in den USA. Das Unternehmen wolle die Produktionspause nutzen, "um die Lagerbestände anzugleichen und strategische und finanzielle Initiativen voranzutreiben" . Fisker produzierte demnach 1.000 Elektroautos in diesem und 3.700 im vergangenen Jahr. In Graz wird das SUV Ocean gebaut.

Hinter der Wandelanleihe soll laut Reuters (öffnet im neuen Fenster) der polnische Investmentsfonds CVI stecken. Fisker zufolge handelt es sich um denselben Investor, der bereits im September 2023 eine Finanzierungszusage gab(öffnet im neuen Fenster) .

Millionenzahlung nicht geleistet

In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC(öffnet im neuen Fenster) räumte Fisker zudem ein, eine zum 15. März 2024 fällig gewordene Zinszahlung in Höhe von 8,4 Millionen US-Dollar nicht geleistet zu haben. Ebenfalls konnte das Unternehmen seinen fälligen Jahresabschluss für 2023 (Form 10-k) nicht vorlegen.

In der Börsenmitteilung heißt es dazu: "Das Unternehmen hat sich dafür entschieden, die Zinszahlung nicht zu leisten (obwohl es derzeit über die nötige Liquidität verfügt und die Zahlung in der Zukunft leisten könnte) und die Nachfrist zu nutzen, um Zeit für die Fortsetzung der Gespräche mit bestimmten Anteilseignern des Unternehmens zu gewinnen." Gleichzeitig wolle man damit die Liquidität erhöhen, da Fisker weiterhin eine Partnerschaft mit einem großen Hersteller suche.

Firmengründer Henrik Fisker hatte Anfang März 2024 davor gewarnt, dass das Unternehmen ohne eine Kapitalspritze eventuell schließen müsste. Es folgten Berichte, dass der japanische Autohersteller Nissan bei dem Unternehmen einsteigen könnte . Über die Qualität der Fahrzeuge hatte es kritische Berichte gegeben. Inzwischen soll die Software aber deutlich nachgebessert worden sein .


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