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Finanzchef: Apple legt gegen Strafzahlung der EU Berufung ein

Apple zahlt in der EU fast keine Steuern, bezeichnet sich selbst aber als "den größten Steuerzahler der Welt." Die vorsichtigen Nachforderungen der EU seien "eine Schande für europäische Bürger". Laut einem früheren Bericht wurden Steuern in Höhe von 74 Milliarden US-Dollar nicht gezahlt.

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Apple-Finanzchef Luca Maestri trumpft dreist auf.
Apple-Finanzchef Luca Maestri trumpft dreist auf. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)

Apple hat Berufung gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission eingelegt, wonach der Konzern dem irischen Staat 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen muss. Das berichtet die Welt unter Berufung auf Angaben von Apple. Der Konzern bringt den Streit mit der Europäischen Kommission damit vor Gericht. Ende August hatte die EU-Kommission entschieden, dass der irische Staat 13 Milliarden Euro Steuern von Apple nachfordern muss, da ein zu niedriger Steuersatz als staatliche Beihilfe zu werten sei. Nun muss das Gericht der Europäischen Union entscheiden, ob die Nachzahlungsforderung rechtmäßig ist.

Inhalt:
  1. Finanzchef: Apple legt gegen Strafzahlung der EU Berufung ein
  2. Urteil dürfte mehrere Jahre dauern

"Wir sind der größte Steuerzahler der Welt und haben auch in Irland alle unsere Steuern gezahlt", sagte Apple-Finanzchef Luca Maestri der Welt. Maestri wirft der EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager vor, eine politische Agenda zu verfolgen. "Was die Kommission hier macht, ist eine Schande für europäische Bürger, sie sollte sich schämen." Der Schaden für das europäische Wirtschaftsklima werde am Ende groß sein. Es gebe viele Unternehmen, die entscheiden müssten, wo sie sich niederließen, wo sie Forschungs- und Entwicklungszentren aufbauten. "Wenn sie sehen, wie die Kommission mit Apple umgeht, entscheiden sie sich für Singapur oder Hongkong."

Das irische Finanzministerium erklärte, die EU-Kommission habe die relevanten Fakten missverstanden und greife in die nationale Souveränität in Steuerfragen ein.

Apple vertritt den Standpunkt, als US-amerikanisches Unternehmen seine Gewinne in den USA versteuern zu müssen, so wie es das US-Steuerrecht vorsehe. Weil Apple seine Forschung und Entwicklung fast ausschließlich in den USA betreibe, entstehe dort auch der Wert der Produkte. Der Konzern hat seine Position in der Berufung auf etwa 50 Seiten ausgeführt. Die Europäische Kommission sieht das jedoch anders und bezweifelt die Legitimität von Teilen der Unternehmensstruktur, die Apple in Europa aufgebaut hat. So betreibt Apple zwei Tochtergesellschaften in Irland, die jedoch die Gewinne aus Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Indien einem Head Office zuschreiben, das aus den USA geführt sein soll. Die Kommission bezweifelt die Rechtmäßigkeit dieses Head Office und ist daher der Meinung, dass die Gewinne zurück an die irischen Apple-Unternehmen fallen und folglich dort auch versteuert werden müssen. Dabei geht es um Gewinne aus den Jahren 2003 bis 2013. Allerdings hat Apple bislang diese Gewinne auch noch nicht in den USA versteuert.

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Urteil dürfte mehrere Jahre dauern 
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Elmenhorster 21. Dez 2016

Wenn sich die Vereinbarung von Apple und Irland aber als rechtswidrig heraus stellt, dann...

Schnarchnase 20. Dez 2016

Doch das stimmt so. Wenn du dir deinen eigenen Link mal ansiehst, dann wirst du...

Iomegan 19. Dez 2016

Sie zählen auch in Europa steuern so weit ich weiß. (App Store etc.) Aber eben nicht auf...

DrWatson 19. Dez 2016

Ist Schokolade ein Luxusgut oder ein Lebensmittel?

belugs 19. Dez 2016

Wieso nicht legitim? Glaubst Du das besser beurteilen zu können, als Leute die sich...


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