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Finanz-Hack: Mit Aktien von Speicherherstellern den neuen RAM finanzieren

Arbeitsspeicher ist immens teuer geworden, die Preise steigen wohl weiter. Aber wir haben einen Hack gefunden, mit dem es RAM quasi kostenlos gibt!
/ Johannes Hiltscher
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Glückwunsch! Er hat unsere Investment-Strategie befolgt und kann sich jetzt neuen DDR5-RAM leisten. (Bild: Tima Miroshnichenko, Pexels)
Glückwunsch! Er hat unsere Investment-Strategie befolgt und kann sich jetzt neuen DDR5-RAM leisten. Bild: Tima Miroshnichenko, Pexels / CC0 1.0

Bei diesem Text handelt es sich um eine Glosse. Die Glosse ist eine journalistische Textform, die ein Thema prägnant, humorvoll und mitunter auch ironisch kommentiert. Sie spitzt stärker zu als ein Kommentar, der in der Regel sachlich geschrieben ist.

Innerhalb weniger Monate hat sich der Preis für DDR5-RAM vervielfacht. Und Berichten zufolge(öffnet im neuen Fenster) planen Samsung und SK Hynix bereits weitere Preissteigerungen. Keiner der verbliebenen drei Hersteller ( Speicher von CXMT wird außerhalb der Volksrepublik China nicht verkauft) kann aktuell die Nachfrage decken , und ändern will daran auch keiner etwas . Denn eine das Angebot übersteigende Nachfrage ermöglicht höhere Gewinne.

Höhere Gewinne wiederum freuen Investoren, was die Börsenkurse der Speicherhersteller ähnlich rasant steigen ließ wie die Speicherpreise. Seit Anfang September 2025 gingen die Preise der Aktien von Micron(öffnet im neuen Fenster) , Samsung(öffnet im neuen Fenster) und SK Hynix(öffnet im neuen Fenster) steil nach oben. Im vergangenen Jahr konnten alle drei Unternehmen ihre Bewertung mehr als verdoppeln, Samsung steht mit einem Plus von 142 Prozent noch am schlechtesten da, die Aktie von SK Hynix kostet aktuell fast viermal so viel wie vor einem Jahr.

Weitsichtige Hardwarekäufer haben unseren RAM-Preis-Hack hier bereits erkannt: Anstatt den Speicherherstellern viel Geld zu geben und damit deren Gewinne weiter zu steigern – also andere Leute reich zu machen – kaufen gewiefte Kunden zunächst deren Aktien. Den RAM kauft man erst danach.

Die ideale Konsumstrategie für nachfragegetriebene Märkte!

Das hat gleich zwei Vorteile: Über Dividenden fließen die eigenen Ausgaben, die ja den Gewinn des jeweiligen Unternehmens bilden, auf das eigene Konto zurück. Elon Musk und Sam Altman legen sogar noch was drauf! Anschließend verkauft man die Aktien wieder, der Gewinn dank gestiegenem Kurs finanziert dann den RAM.

Der ist damit, abhängig von Kursentwicklung und Geduld, sehr günstig, im besten Fall bekommt man dafür sogar noch Geld. Schließlich ist es eine alte Investorenweisheit, dass die Börse nur eine Richtung kennt: nach oben.

Die gleiche Strategie lässt sich übrigens bei Nvidia-GPUs anwenden. Hier könnte es sich aber lohnen, noch ein paar Tage zu warten, bis der CES-Hype abgeflaut ist und die aktuell neue Unsicherheit bezüglich des Chinageschäfts ihre Wirkung entfaltet.


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