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Finale von Star Trek: TNG: Und Picard: Wieso klauen wir nicht einfach die Enterprise?

Gute Ideen lässt man nicht liegen – oder sie werden neu erdacht. So wie der Diebstahl der Enterprise-D aus einem Museum.
/ Peter Osteried
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Letztlich wird die Enterprise-D gestohlen - als Museumsschiff in Star Trek: Picard. (Bild: Paramount)
Letztlich wird die Enterprise-D gestohlen - als Museumsschiff in Star Trek: Picard. Bild: Paramount

Im Finale von Star Trek : The Next Generation verschlug es Captain Jean-Luc Picard in verschiedene Zeitebenen. Eine davon war die Zukunft, die den Fans die Figuren in vielen Jahren zeigte: Dr. Crusher war Captain eines Schiffs, Geordi wurde Schriftsteller, Data ein Professor, Worf ein Botschafter und Riker war nach dem Tod von Troi weiter auf seine Karriere bedacht.

Die Autoren des Finales All Good Things(öffnet im neuen Fenster) (dt: Gestern, heute, morgen) wollten einen Subplot einbauen, in dem Picard und seine Freunde die Enterprise-D aus einem Schiffsmuseum stehlen müssen. Dabei hätten sie auch gezeigt, wie wenig die Sternenflotte sich um die eigene Historie kümmert.

Diese Idee wurde schnell fallengelassen und war nur in einer frühen Version des Drehbuchs enthalten. In der Folge selbst taucht die Enterprise-D unter dem Kommando von Admiral Riker mit einer dritten Warpgondel sowie besseren Waffen auf.

Szene war als Hommage an Star Trek III gedacht

In der ursprünglichen Version wollten die Drehbuchautoren Ron Moore und Brannon Braga eine Sequenz, die auch eine Hommage an Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock war. Dort wird die alte Enterprise von Kirk und seinen Leuten gestohlen, nachdem sie außer Dienst gestellt werden soll.

"Es gab eine Sequenz, die irgendwann im Laufe des Prozesses herausgeschnitten wurde, und ich wünschte, wir hätten sie gehabt. Die Idee war, dass die Enterprise-D eigentlich ein Museumsschiff war und [Picard] es stehlen musste, was eine Art Hommage an 'Star Trek III' war, wo sie die alte Enterprise stahlen," sagte Moore.

Es sollte auch eine Tour durch die alte Enterprise-D geben. Der Running Gag wäre gewesen, dass vieles vom Tourguide völlig falsch erzählt wird.

Während der Führung hätten die Protagonisten auf der Brücke gestanden, "während ein Dozent gesagt hätte: Hier drüben steht Commander La Farg, und seinen Namen falsch ausgesprochen hätte. Es sollte eine wirklich lustige Szene sein, bei der sie ihr eigenes Leben und ihre Geschichte mit den Augen der Zukunft betrachten könnten," sagte Moore.

Letztlich entschied man sich gegen die Szene, da sie zu witzig für eine hochdramatische Final-Episode war. Amüsant ist, dass die Idee, die Enterprise-D als Museumsschiff zu stehlen, dann knapp 30 Jahre später bei Star Trek: Picard umgesetzt wurde.


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