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Verfügbarkeit und Fazit

Die meisten restlichen Funktionen im Remake hat Square Enix dezent überarbeitet und grafisch aufgepeppt aus dem Original übernommen. Das betrifft das Charaktersystem, den Umgang mit den Verstärkungen (Materia) und die Ausrüstung. Gegenstände haben weitgehend ihre Namen behalten. Wer noch weiß, dass die im Kampf außer Gefecht gesetzten Protagonisten mit einer Phoenixfeder wiederbelebt werden, muss also nicht neu lernen. Die Menüs sind komplex, Serienneulinge müssen sich einarbeiten - die Lernkurve ist aber nicht allzu steil.

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Die linear angelegte, komplexe Handlung wird in Final Fantasy 7 Remake in aufwendig gerenderten Zwischensequenzen erzählt. Dazu kommen teils längere Gespräche von allen beteiligten Figuren und Ingame-Cutscenes - trotzdem fällt das Ganze nicht auseinander, sondern wirkt wie aus einem Guss.

Kleiner Schönheitsfehler: Die Figuren sehen zwar durchgehend sehr gut aus, viele Elemente der Welt bestehen aber aus matschigen und nur sehr groben Texturen, vor allem am Horizont.

Final Fantasy 7 Remake ist ab dem 10. April 2020 für rund 70 Euro erhältlich. Das Programm erscheint nur für Playstation 4. Allerdings besteht diese Plattformexklusivität lediglich für ein Jahr, später dürften Umsetzungen für andere Systeme folgen - vermutlich für Xbox One und Windows-PC, bestätigt ist das aber nicht. Termine für die weiteren Remake-Folgen, oder zumindest für die anvisierte Anzahl der Kapitel liegen nicht vor.

Das auf der Unreal Engine basierende Programm läuft stabil mit einer Bildrate von 30 fps. Die berechnete Auflösung wird abhängig vom Geschehen angepasst, bei der Standard-PS4 liegt sie meist bei 1.920 x 1.080 Pixeln, bei der Pro skaliert sie im Normallfall dynamisch zwischen 2.304 x 1.296 und 2.880 x 1.620 Pixeln. Auf der Festplatte belegt der Titel rund 91 GByte.

  • Cloud kämpft gegen einen der vielen Oberbosse. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Diese Beschwörungen von übernatürlichen Helfern gab es im Origional so noch nicht. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Neben Soldaten hat Shinra auch ganz normale Angestellte - der Konzern ist nicht einfach nur böse. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Die Spezialangriffe von Cloud sind teils schick in Szene gesetzt. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Ganz am Anfang gibt es ein paar freiwillige Nebenaufgaben. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Im Remake finden sich drei Minigames, eines davon ist Dart. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Der Herr namens Heidegger ist einer der Chefs von Shinra. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Übersichtskarte ist der Weg recht einfach zu sehen. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Die Stadt Midgar wird von den Kämpfen sichtbar in Mitleidenschaft gezogen. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Diese Motorradsequenz hat uns wenig Spaß gemacht. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Cloud in einem der komplexeren Levels. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Süß: Fellnasen dienen in diesem Abschnitt als Wegweiser. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
Cloud kämpft gegen einen der vielen Oberbosse. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)

Das Programm bietet durchgehend gute deutsche Sprachausgabe und Untertitel. Wer mag, kann sich aber auch die japanische, englische oder französische Tonspur anhören. Der legendäre Soundtrack des Komponisten Nobuo Uematsu wurde neu aufgenommen - wir finden, das klingt sehr gut. Es gibt weder Mikrotransaktionen noch einen Multiplayermodus. Von der USK hat das Remake eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten.

Fazit

Mit so einer knuffigen Truppe wie Avalanche würden wir auch im echten Leben in den Widerstand gehen - egal wofür oder wogegen. Die supersympathischen Amateurrebellen wie Jessie und letztlich auch der bärbeißige Muskelprotz Barret entwickeln im Remake von Final Fantasy 7 sogar noch mehr Sogwirkung als im Original. Auch die Darstellung von Cloud finden wir, nach anfänglichem Fremdeln, geglückt. In diesem wichtigen Punkt hat Square Enix geliefert!

Überhaupt, trotz der vielen Albernheiten und dem völlig überdrehten Pathos bietet auch die Neuauflage eine herausragend vielschichtige und berührende Handlung. Idealistischer Kampf gegen eine seltsam ungreifbare Übermacht, einsamer Held und die Kraft der Gemeinschaft: Das ist hier hinreißend in Szene gesetzt. Es ist kein Zufall, dass Square Enix just die tolle Geschichte von Final Fantasy 7 noch mal erzählt.

Gut finden wir auch, dass sich die Kampagne nur selten künstlich gestreckt anfühlt, sondern meist mit stimmig wirkenden Zusatzinhalten angereichert wurde. Nicht alles in dem Abenteuer finden wir gelungen - auf das doofe Motorradrennen etwa hätten wir gerne verzichtet. Aber insgesamt haben uns sowohl die optionalen Quests als auch die zusätzliche Haupthandlung viel Spaß gemacht.

Nicht glücklich sind wir mit dem überarbeiteten Kampfsystem. Uns ist es zu unübersichtlich, wir sind zu oft mit dem Nachjustieren der Kamera und mit der Suche nach dem aktuellen Gegner beschäftigt, statt mit der Optimierung unserer Taktik. Die schnellen Schwertschläge für Standardgegner gefallen uns, aber davon abgesehen davon fanden wir die Gefechte im Original sehr viel besser.

Dennoch, unterm Strich gefällt uns die Neuauflage von Final Fantasy 7 - übrigens auch sehr viel besser als der letzte, also 15. reguläre Serienteil. Wer den Stil der Reihe mag, sollte dem Remake also eine Chance geben. Wir hoffen, dass die Entwickler spätestens beim nächsten Abenteuer mit Cloud und Barret das Kampfsystem überarbeiten, dann sind wir sehr gerne wieder Mitglied von Avalanche.

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 Final Fantasy 7 Remake im Test: Kampagne schlägt Kampfsystem
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blaub4r 09. Apr 2020

Wenn du Spaß hast dauerhaft immer die selbe Taste zu drücken schlaf zu. Willst du aber...

Balion 07. Apr 2020

Die befindet sich links und wird gerne auch Viereck genannt. Ein Viereck mit vier gleich...

Garius 07. Apr 2020

Spiele wie Bravely Default oder Octopath Traveler verkaufen sich doch auch.

Garius 07. Apr 2020

Und wenn man statt Harry Potter 7 Teil 1+2 Harry Potter 7 Teil 1-5 gemacht hätte, wäre...

qwertzwerg 06. Apr 2020

Genau so geht es mir auch. Da gehen Helden meines Franchise-Geschmacks mit wehenden...


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