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Final Fantasy 14 Online Report: Zwischen Cosplay, Kirmes und Kampfsystem

Nach missglücktem Start konnte sich Final Fantasy 14 in den vergangenen Jahren zu einem der besten Online-Rollenspiele entwickeln. Golem.de hat sich auf dem offiziellen Fan Festival in Las Vegas angeschaut, was die Zukunft bringt - und was die Community bewegt.

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Cosplayer auf dem Final Fantasy Fan Festival 2018 in Las Vegas
Cosplayer auf dem Final Fantasy Fan Festival 2018 in Las Vegas (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Etwa 20 Minuten musste die junge Frau in der Schlange stehen, bis sie auf dem Fan Festival 2018 in Las Vegas endlich eine noch nicht öffentlich verfügbare Version von Final Fantasy 14 anspielen kann. Als sie dann vor dem Monitor sitzt, legt sie nicht gleich los - sondern zieht erst mal ein Tablet aus ihrer Tasche.

Inhalt:
  1. Final Fantasy 14 Online Report: Zwischen Cosplay, Kirmes und Kampfsystem
  2. Analoges Chocobo-Racing

Dort hat sie ein Bild gespeichert, das offensichtlich die Benutzeroberfläche des Spiels auf ihrem heimischen Desktop zeigt. Ein paar Minuten braucht sie, um Symbolbalken, Informationsanzeigen und Chatfenster bis ins letzte Detail auf dem fremden Rechner nachzustellen. Endlich ist es geschafft: Sie kann sich zurücklehnen und in die Fantasywelt Eorzea eintauchen.

Die junge Frau ist nicht die einzige Spielerin, die sich vor dem Start die gewohnte Konfiguration zusammenbastelt - gefühlt dürfte sich ein Viertel der Besucher ähnlich verhalten. Das liegt auch daran, dass Final Fantasy 14 kein unkomplizierter Actionspaß für zwischendurch ist, sondern ein durchaus anspruchsvolles Online-Rollenspiel, das teils spürbar komplexer ist als der ewige Hauptkonkurrent World of Warcraft.

Rund 5.000 Besucher sind für die zweitägige Veranstaltung angereist, deren Eintrittspreis bei 150 US-Dollar liegt. Dafür gibt es zwar einen Rucksack mit Goodies von Square Enix, trotzdem dürfte bei so gut wie allen Fans noch eine ordentliche Summe für weitere Merchandisingartikel draufgehen. Wer sich ernsthaft auf ein derartiges Rollenspiel einlässt, der investiert zumeist viel Geld und vor allem Zeit in sein Hobby.

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Derzeit gibt es nach Angaben des Betreibers Square Enix 14 Millionen Spieler - wobei die Firma nicht im Detail sagt, ob mit dieser Zahl die sonst in der Branche Monthly Active Users (MAU) gemeint ist. Wie auch immer: Die Server sind überfüllt, auf dem Fan Festival hat Square Enix die Eröffnung weiterer Rechenzentren und - damit Freunde zusammen wechseln können - kostenlose Charaktertransfers angekündigt.

Direkt nach dem Start des Programms im Jahr 2010 sah es nicht so aus, als würde Final Fantasy 14 auch nur die ersten Monate überstehen. Anfangs hatte das MMORPG mit einer schlechten Benutzerführung, massiven Bugs und viel zu wenig spannenden Inhalten zu kämpfen. Der leitende Entwickler trat mit einer öffentlichen Entschuldigung von seinem Posten zurück. Unter der Hand war schon die Rede davon, Square Enix werde wohl das Debakel kurzfristig beenden und das Programm einstellen.

  • Beim analogen Choccobo-Racing müssen Spieler für den Sieg Bälle in Löcher werfen. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Ein Cosplayer bereitet sich auf seinen Einsatz vor. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Spieldesigner Tsuyoshi Yokozawa hat auf der Bühne ein paar Feinheiten des Kampfsystems erklärt. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Cosplayer in ihrer aufwendigen Montur. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Derlei Objekte sind wichtig - für Selfies! (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • In diesem Lagerraum konnten Spieler die Merchandising-Artikel abholen... (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • ... falls noch welche übrig waren. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Das E-Sport-Programm stieß auf nicht allzu großes Interesse. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • An mehreren hundert PCs konnten Spieler vor Ort Final Fantasy 14 spielen. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Chefdesigner Naoki Yoshida und Square-Enix-Chef Yosuke Matsuda auf der Bühne. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Für die Fotos der Cosplayer wurde teils sehr viel Aufwand betrieben - alles musste sitzen. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Viele Besucher des Fan Fest hatten sich nur ein bisschen verkleidet. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
Beim analogen Choccobo-Racing müssen Spieler für den Sieg Bälle in Löcher werfen. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)

Stattdessen durfte der damals in der Community so gut wie unbekannte Spieldesigner Naoki Yoshida das Programm von Grund auf überarbeiten. Das ist ihm offenkundig gelungen: Heute ist Yoshida ein Star in der Szene, der gutgelaunt durch die einstündige Auftaktshow führt und neue Inhalte vorstellt, vor allem die dritte große, für 2019 geplante Erweiterung Shadowbringers - inklusive Anspielungen auf Apple-Events am Schluss, wobei es sich bei dem "one more thing" hier um eine weitere Klasse namens Blaumagier handelt.

Anders als Blizzard, das seine Blizzcon traditionell für die Vorstellungen von Neuheiten über das gesamte Portfolio nutzt - und sich 2018 mit der Präsentation von Diablo Immortal sehr viele verärgerte Fans eingehandelt hat - konzentriert sich Square Enix ganz auf Final Fantasy 14. Selbst über Final Fantasy 15, bei dem sich derzeit ja ebenfalls viel tut, fällt kein Wort. Auch nicht durch Konzernchef Yosuke Matsuda, der sich zum Schluss der Auftaktveranstaltung als Blaumagier verkleidet auf der Bühne ein paar Minuten lang gutgelaunt zum Hampelmann macht.

Analoges Chocobo-Racing 
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Michael H. 27. Nov 2018

Zeit finde ich da weniger kritisch. Kritisch finde ich persönlich, man muss halt ein Abo...

twothe 24. Nov 2018

Ich verstehe natürlich, dass das frustrierend sein kann, gleichzeitig ist es aber auch...


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