Final Fantasy 13-3 angespielt: "Ich fresse sie roh"

Es gibt nicht viele Spielewelten, in denen es so regelmäßig zu epischen Katastrophen kommt wie in Final Fantasy. Kein Wunder, dass eine der eher kleinen Tragödien bislang kaum so richtig aufgefallen ist: das traurige Ende vieler Chocobos – den plüschigen Maskottchen der Serie. Beim Anspielen einer nahezu fertigen Fassung hat Golem.de mehr erfahren. Als Hauptheldin Lightning haben wir gelernt, dass es eine Monstergattung namens Chocobo-Fresser gibt, die gegenüber Abenteurern sogar gerne damit prahlt, seine Leibspeise roh zu verputzen.

Um jetzt doch mal ganz ernsthaft zu erklären, um was es geht: Für die Präsentation der einigermaßen offenen Spielewelt von Final Fantasy 13-3(öffnet im neuen Fenster) hat Square Enix eine Mission ausgewählt, in der es um ein seltenes weißes Chocobo geht. Das Tier ist verschwunden, also müssen wir es als Lightning erst finden und dann in einem längeren Kampf aus den Klauen eines Chocobo-Fressers (das Monster heißt tatsächlich so) retten.
Die halbwegs offene Spielewelt ist ungewöhnlich für die Final Fantasy. Normalerweise kämpfen sich Spieler in der Serie auf fast immer linearen Pfaden durchs große Abenteuer. Bei der Rettung des Chocobos hingegen handelt es sich um eine Nebenquest, die der Spieler nicht annehmen muss. Wir bekommen die Aufgabe in einer Siedlung namens Walhalla von einem Dr. Gizar. Dann fragen wir weitere Passanten in der Nähe, die weitere Hinweise haben – vor allem darüber, in welche Richtung das Chocobo verschwunden ist.
Ein weißer Pfeil markiert die Richtung auf der Übersichtskarte, und wir machen uns auf den Weg. Herumlaufenden Gegnern und damit Kämpfen können wir leicht ausweichen. Anders als in einigen Vorgängern gibt es keine unvermeidbaren Zufallsgefechte.
Spontaner Kleidungswechsel im Kampf
Wir sind ohne Begleitung unterwegs, aber trotzdem nicht ganz allein: Per Magie-Funk sind wir stets mit unserem Freund Hope verbunden. Hope hat nicht nur ein paar knackig-kurze Tipps über Chocobo und ihre Feinde parat, sondern plaudert durchaus unterhaltsam fast während des gesamten Fußmarschs mit uns. Übrigens wird das Spiel hierzulande mit englischer Sprachausgabe und deutschen Untertiteln erscheinen. Wer mag, soll sich laut Square Enix die japanische Sprachausgabe herunterladen können – anfangs kostenlos, später eventuell kostenpflichtig.

Irgendwann stehen wir vor dem riesigen Chocobo-Monster, das uns frech ein "Ich fresse sie roh" entgegenruft. Es sollen seine letzten Worte gewesen sein, denn natürlich entspinnt sich eine längere Boss-Battle. Das Kampfsystem orientiert sich an den Vorgängern, mit einem Unterschied: Lightning tritt allein gegen das Böse an. Aber sie kann jederzeit zwischen drei Rüstungen wechseln – nach der Logik darf man dabei natürlich nicht fragen, aber das Problem kennen Fans der Serie ja durchaus...
Jede Rüstung erlaubt Zugriff auf andere Waffen, Schilde und vor allem Spezialangriffe – gleichzeitig erholt sich die Aktionsleiste der beiden gerade deaktivierten Garnituren. Bei dem Chocobo-Fresser funktioniert besonders ein Stasis-Angriff gut, der das Biest vorübergehend kampfunfähig und besonders verletzbar macht, so dass nach gut fünf bis zehn Minuten sein letzter Lebenspunkt aufgebracht und der Sieg unser ist.
Per Zwischensequenz sehen wir dann das weiße Chocobo, das niedlich animiert endlich in Ohnmacht fallen darf. Wir bringen es zurück zu dem Arzt, der uns den Auftrag gegeben hat. Wahlweise können wir das Tier dann in seiner Obhut belassen oder es mit Heilkräutern und Nahrung nach und nach aufpäppeln und später dann auf ihm durch die Welt Nova Chrysalia reiten.
Die Mission rund ums Chocobo hatte übrigens keine sichtbaren Auswirkungen auf den Countdown , der sonst eigentlich immer in Final Fantasy 13-3 mitläuft und die verbliebenen Stunden bis zum Ende der Welt zählt – offenbar läuft die Uhr also nicht immer in Echtzeit mit.
Final Fantasy 13-3 Lightning Returns erscheint nach aktuellem Stand am 14. Februar 2014 für Xbox 360 und Playstation 3.