Filmschaffende protestieren: Netflix testet variable Abspielgeschwindigkeit

Netflix bietet ausgewählten Testkunden die Möglichkeit, einen Film oder eine Serie schneller oder langsamer abspielen zu lassen. Filmschaffende protestieren und rufen Netflix auf, die Funktion nicht breit anzubieten.

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Netflix testet variable Abspielgeschwindigkeiten.
Netflix testet variable Abspielgeschwindigkeiten. (Bild: Martin Bureau/AFP/Getty Images)

Großes Entsetzen in Hollywood. Mehrere Filmschaffende haben Netflix dazu aufgerufen, Filme und Serien nicht künstlich nachträglich zu verändern, berichtet der Hollywood Reporter. Android Police hatte zuvor darüber berichtet, dass Netflix in der Android-App eine neue Funktion ausprobiert, mit der sich die Abspielgeschwindigkeit verändern lässt.

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Ein Film oder eine Serienepisode kann in den Geschwindigkeiten 0,5x oder 0,75x abgespielt werden, also mit entsprechender Verlangsamung. Zudem stehen mit 1,25x oder 1,5x zwei Geschwindigkeiten für eine beschleunigte Wiedergabe bereit. Letzteres bietet die Möglichkeit, mehr Netflix-Inhalte anzusehen, ohne dafür mehr Zeit investieren zu müssen. Netflix hat bestätigt, dass eine solche Funktion ausprobiert wird. Noch sei nicht entschieden, ob die Änderung der Abspielgeschwindigkeit für alle Nutzer angeboten wird.

Auf die Bekanntgabe von Netflix reagierten mehrere Filmemacher empört. Judd Apatow, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent, kritisierte Netflix auf Twitter scharf dafür. "Nein @Netflix nein. Zwingen Sie mich nicht, jeden Regisseur und Serienschöpfer auf der Erde anzurufen, um gegen sie zu kämpfen." Er sei sich sicher, dass er am Ende gegen Netflix gewinnen werde, aber ein Kampf werde viel Zeit kosten. "Wir geben euch schöne Dinge. Lasst Sie so, wie sie gesehen werden sollten."

In einer späteren Twitter-Botschaft ging Apatow auf rechtliche Fragen ein: Vertriebspartner dürften nichts daran ändern, wie lizenzierte Inhalte angeboten werden. "Dies ist ein Vertrauensbruch und wird von den Menschen, die es anbieten, nicht toleriert."

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Den Forderungen von Apatow schlossen sich die Filmemacher Jay Chandrasekhar, Peter Ramsey und Brad Bird an. Ramsey stellte die Frage, ob Kunden "auch 1,5x schneller essen oder Sex haben" wollen. Brad Bird bezeichnet das Vorgehen von Netflix als "eine weitere spektakuläre schlechte Idee". Er fragt sich: "Warum werden Visionen von Filmemachern auf der einen Seite unterstützt und finanziert und auf der anderen Seite werde die Präsentation dieser Filme zerstört?"

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Tom01 31. Okt 2019

Bei Berichten oder Reportagen, die Mann schnell durchschauen möchte könnte das sinnvoll...

ClausWARE 30. Okt 2019

Und wo ist der große Unterschied zwischen Browser -> Download und Launcher -> Download...

treysis 30. Okt 2019

Bestimmte Zeiten wegen Jugendschutz gibt's ja schon bei den Öffentlichen

Anonymouse 30. Okt 2019

Nun, das weiß man ja im Zweifel vorher gar nicht.



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