Filmkritik Star Wars Episode VII: Die Rückkehr der Retro-Ritter

Gerade die Rückbesinnung auf alte Technik macht den neuen Star-Wars-Film so besonders. Die Handlung von Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht dagegen scheitert ausgerechnet an den Referenzen auf die Originalfilme.

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Offizielles Filmplakat von Star Wars: Episode 7
Offizielles Filmplakat von Star Wars: Episode 7 (Bild: Disney/Lucasfilm)

"Echte Sets. Practical Effects", mit diesem Versprechen zu Beginn eines Making-of-Trailers ließ Luke-Skywalker-Darsteller Mark Hamill vor ein paar Monaten die ohnehin schon hohen Erwartungen an die siebte Star-Wars-Episode noch größer werden. Klassische Handarbeit sollte endlich wieder die Drehs mit Darstellern in grünen und blauen Räumen ersetzen - ganz nach dem Vorbild der Originalfilme. Und Regisseur J.J. Abrams hat Wort gehalten. Dass der Film trotzdem enttäuscht, liegt an der Handlung.

Inhalt:
  1. Filmkritik Star Wars Episode VII: Die Rückkehr der Retro-Ritter
  2. 35-mm-Film sieht auch digital gut aus!
  3. 30 Jahre später in einer weit, weit entfernten Galaxis

Kleiner Hinweis vorweg: Wir werden die Handlung nicht spoilern. Wer allerdings bisher Trailer und Interviews über den Film gemieden hat, und wem schon kleinste Vergleiche und Andeutungen in Bezug auf Ähnlichkeiten zu bisherigen Star-Wars-Filmen die Freude am Kinogang verderben würden, der sollte die Passagen ab der Zwischenüberschrift "30 Jahre später in einer weit, weit entfernten Galaxis" meiden. Denn zumindest die gezeigten Figuren, Sequenzen und Erkenntnisse kommen dort zur Sprache.

Obwohl Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht, so der komplette deutsche Filmtitel, voller digitaler Effekte steckt und auch nicht gänzlich ohne Greenscreen auskommt, ist so viel wie möglich tatsächlich handgemacht. Ob nun Han Solos von innen bis außen komplett nachgebauter Rasender Falke, musizierende Aliens, die nicht aus Bits und Bites bestehen, oder Sturmtruppen, die von Explosionen durch die Luft gewirbelt werden: Was in der Realität umsetzbar war, hat das Drehteam nicht einfach Computern überlassen. Und das sehen wir nicht nur, sondern spüren es auch.

Wenn Raumschiffe in voller Größe wirklich da stehen, wo sie stehen und hinter den Masken fantasievoller Wesen atmende Menschen stecken, gibt das der fiktiven Welt eine spürbare Haptik. Und die Schauspieler am Set erfahren die Art von Integration, die ihre Kollegen bei den Dreharbeiten der Episoden I bis III Interviews zufolge oft sehr vermisst haben.

Ein bisschen Nostalgie ist auch dabei

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Kaum ein anderes Franchise schafft es wohl, nur mit dem Bild eines leeren Raumschiffkorridors bei so vielen Menschen nostalgische Gefühle zu erzeugen. Hier passiert es gleich reihenweise - selbst bei manch einem Rohr in den Gängen einer Weltraumstation hatten wir das Gefühl eines freudigen Wiedersehens. Solche Emotionen konnten die ab 1999 erschienenen Episoden I bis III nie erzeugen, da ihr rein digitaler Look zu künstlich und auch die sonstige Gestaltung der Galaxis an einem weit, weit entfernten Ort wie aus einem ganz anderen Universum wirkte.

  • Star Wars: Episode 7 - Das Erwachen der Macht (Bild: Disney/Lucasfilm)
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  • Star Wars: Episode 7 - Das Erwachen der Macht (Bild: Disney/Lucasfilm)
  • Star Wars: Episode 7 - Das Erwachen der Macht (Bild: Disney/Lucasfilm)
Star Wars: Episode 7 - Das Erwachen der Macht (Bild: Disney/Lucasfilm)

Vom Wiedersehensfaktor abgesehen, macht es auch einfach mehr Spaß, echte Explosionen auf der großen Leinwand zu bestaunen. Wilde Kameraflüge durch ein Sci-Fi-Schlachtfeld voller echter Menschen in Sturmtruppenrüstung sind packender als Roboterarmeen, Klontruppen und Gungans in steril gerenderten Actionsequenzen, die scheinbar von allen Regeln der Physik befreit durcheinanderlaufen, während zwischendrin noch irgendwo ein paar Lichtschwerter umherwirbeln.

Alte und neue Technik verschmelzen wunderbar

Allerdings - und das ist nicht zu viel verraten - kommen Freunde spannender Dogfights zwischen X-Wings und TIE Fighter oder gar ausufernder Weltraumschlachten in Episode VII so gut wie gar nicht auf ihre Kosten. Das hebt sich Disney wohl für das angekündigte Spin-off Rogue One auf, in dem es um eine Fliegerstaffel und die Beschaffung der Pläne des ersten Todessterns vor Episode IV gehen soll.

Außerdem scheinen die Zeiten abgefilmter Raumschiffmodelle in Szenen wie diesen endgültig vorbei zu sein. Sobald der Millenium Falcon abhebt, sich ein Sternzerstörer-artiges Riesenraumschiff ins Bild schiebt oder Piloten-Ass Poe Dameron seine Flugkünste zeigt, sehen wir die wenigen fast komplett mit CGI erschaffenen Momente von Star Wars VII. Die blenden sich dafür aber wunderbar in den restlichen Film ein und zeigen oft bildgewaltige Kompositionen oder rasante Action, für die es sich lohnt, Das Erwachen der Macht zumindest einmal im Kino zu sehen.

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35-mm-Film sieht auch digital gut aus! 
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P4r4dQx 30. Apr 2017

Nun gut, entschuldige bitte meine späte Antwort. Zuerst einmal möchte ich dir mitteilen...

Tyrain3 01. Jan 2016

Jungs chillt mal, ganz im Ernst. Es ist ganz einfach Starwars 7 ist ein Actionfilm mit...

jacks 30. Dez 2015

Ja das lag daran weil Obi Wan ja nicht wirklich gestorben war. Sei Körper war ja auch...

Rulf 28. Dez 2015

dann ist dir wohl der große zottelaffe und die glotzaugengnomin entgangen...

Cok3.Zer0 26. Dez 2015

Und die Stimme von Han Solo im "Tagtraum" beim Berühren des Lichtschwerts ist ja ganz...



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