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Offizielles Filmplakat von Star Wars: Episode 7
Offizielles Filmplakat von Star Wars: Episode 7 (Bild: Disney/Lucasfilm)

30 Jahre später in einer weit, weit entfernten Galaxis

Freuten wir uns vorher noch darüber, dass die Teaser und Trailer zum Film kaum etwas über die Handlung verraten und so unter anderem den gealterten Luke Skywalker nicht schon vorab gezeigt haben, stellen wir jetzt im Nachhinein fest: Viel mehr kommt da auch nicht nach. Über die Hintergründe der neuen Figuren erfahren Zuschauer nur wenig, auch was die wiedergekehrten Helden Han, Chewbacca, Leia, C-3PO und andere in den 30 Jahren nach Episode VI erlebt haben, bleibt weitgehend im Dunkeln.

  • Star Wars: Episode 7 - Das Erwachen der Macht (Bild: Disney/Lucasfilm)
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Star Wars: Episode 7 - Das Erwachen der Macht (Bild: Disney/Lucasfilm)

Angesichts des von J.J. Abrams schon aus Star Trek gewohnt hohen Tempos fällt es schwer, in den richtigen Momenten die nötigen Emotionen zu entwickeln. Das schadet besonders der eigentlich tragischen Geschichte des neuen Gegenspielers Kylo Ren (Adam Driver), eines Darth-Vader-Fanatikers mit Hang zu spontanen Wutausbrüchen. In erklärenden Dialogen und einer schemenhaften Traumsequenz bekommen wir bruchstückhaft erzählt, wer er ist, und warum er der dunklen Seite der Macht verfallen ist.

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Ohne dies aber wirklich miterlebt zu haben, fällt eine emotionale Bindung zum Geschehen ziemlich schwer. Darunter leidet besonders eine spätere Szene, die klar an den erinnerungswürdigsten Moment der bisherigen Saga angelehnt ist, so bei uns jedoch nicht mal im Ansatz einen ähnlich bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Wie die alten Filme, nur schwächer

Derlei Szenen bis hin zu ganzen Teilen der Geschichte, die direkt aus Star Wars IV bis VI adaptiert wirken, gibt es eine Menge. Einerseits hat auch George Lucas in Bezug auf seine Prequels schon davon gesprochen, Star Wars würde sich stets "reimen" und deswegen häufig selbst zitieren. Manche Fans wollen vielleicht auch gar nichts anderes als eben immer wieder mehr vom selben.

Uns ist dadurch allerdings nur umso mehr aufgefallen, dass Episode VII trotz aller Nostalgiepunkte emotional nicht annähernd so stark ist wie die Originaltrilogie. Den Vergleich, dem er sich mit seiner Gestaltung, besonders aber dem Drehbuchverlauf aussetzt, kann der neue Film unserer Meinung nach nicht standhalten und darunter hat er mit zunehmender Laufzeit immer mehr zu leiden.

Etwas müde alte Haudegen

Entgegen aller Erwartung war es auch nicht die beste Idee, dem gealterten Han Solo einen so großen Part in Episode VII einzuräumen. Harrison Ford spielt den Schmuggler mit dem guten Herzen in vielen Momenten derart hölzern, dass einige wichtige Szenen nicht richtig zünden wollen. Nur wenn ihm mal wieder ein witziger One-Liner in den Mund gelegt wurde, haben wir ihm seine zweite Paraderolle neben Indiana Jones wirklich abgenommen.

Da sich Carrie Fisher als zum General beförderte Leia Organa meistens im Briefing-Raum einer Rebellenbasis aufhält, sind wir uns auch bei ihr nicht sicher, ob dieselbe Figur mit anderem Namen überhaupt großartig aufgefallen wäre - von den vorwiegend zur Dekoration anwesenden R2-D2 und C-3PO ganz zu schweigen.

Das lässt sich gewiss nicht nur über die Rückkehrer unter den Star-Wars-Helden sagen, sondern auch über viele neue Figuren, von denen wir mehr erwartet haben. Die Bösewichte Captain Phasma (Gwendoline Christie) und Supreme Leader Snoke (Andy Serkis via Motion-Capture-Verfahren) beispielsweise haben nicht mehr als kurze Gastauftritte, wir erfahren kaum etwas über sie. Das hebt sich Disney wohl, wie so vieles andere auch, für die bereits angekündigten Nachfolger auf.

Und so endet Episode VII eigentlich folgerichtig mit einem für Fans geradezu brutalen Cliffhanger, nachdem sie vorher 136 Minuten lang nicht mehr als einem schlussendlich ziemlich unbefriedigenden McGuffin gefolgt sind.

Die Macht erwacht doch noch ... in neuen Helden

Eine Funktion erfüllt die Geschichte des Films aber dann doch und das sogar ganz gut: Sie führt mit dem desertierten Sturmtruppler Finn (John Boyega), der auf Jakku gestrandeten Schrottsammlerin Rey (Daisy Ridley) und dem charismatischen Rebellen-Piloten Poe (Oscar Isaac) ein neues Heldentrio ein, das sympathisch wirkt, und mit dem wir besonders zu Beginn des Films gerne mitgefiebert haben. Deren Teil der Geschichte ist, trotz einiger etwas zu weit hergeholter Zufälle, der weitaus spannendere und interessantere von Das Erwachen der Macht. Wie es aussieht, wird sich der Fokus von Disney in den kommenden Star-Wars-Filmen immer stärker auf diese neue Generation vielversprechender Helden verschieben. Dazu gehört auch der überaus gelungene Balldroide BB-8, der seinen Blechkameraden aus den vorhergegangenen Episoden in diesem Film bereits die Show gestohlen hat.

Star Wars: Episode VII ist zumindest handwerklich und atmosphärisch gesehen genau die Fortsetzung, auf die Fans seit Rückkehr der Jedi-Ritter gewartet haben. Den echten Rasenden Falken, Han Solo und Chewbacca wieder auf der großen Leinwand zu sehen, dürfte für viele schon das Kinoticket wert sein. Inhaltlich ist Das Erwachen der Macht allerdings nicht mehr als eine langgezogene Einleitung der nächsten Episode. Mit dem sehr offenen Ende und einer beinahe komplett aus alten Filmen zusammengesetzten Handlung kann er - anders als die Original-Trilogie - nicht über die Star-Wars-Nostalgie hinaus als Film überzeugen.

 35-mm-Film sieht auch digital gut aus!

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P4r4dQx 30. Apr 2017

Nun gut, entschuldige bitte meine späte Antwort. Zuerst einmal möchte ich dir mitteilen...

Tyrain3 01. Jan 2016

Jungs chillt mal, ganz im Ernst. Es ist ganz einfach Starwars 7 ist ein Actionfilm mit...

jacks 30. Dez 2015

Ja das lag daran weil Obi Wan ja nicht wirklich gestorben war. Sei Körper war ja auch...

Rulf 28. Dez 2015

dann ist dir wohl der große zottelaffe und die glotzaugengnomin entgangen...

Cok3.Zer0 26. Dez 2015

Und die Stimme von Han Solo im "Tagtraum" beim Berühren des Lichtschwerts ist ja ganz...



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