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Fische im Großstadtdschungel

Ridley Scotts Blade Runner gilt neben verschiedener Literatur als eine der Inspirationen für Masamune Shirows ersten Ghost-in-the-Shell-Manga von 1989. Dementsprechend erinnert die Zukunftsvision einer fiktiven Metropole im Realfilm nicht nur zufällig an die legendäre Großstadtkulisse des Sci-Fi-Klassikers von 1982. Der Look von Ghost in the Shell wirkt trotzdem frisch, da das Gesamtbild hier heller und bunter, dazu noch mit genügend eigenen Ideen angereichert ist. Hologramme sehen hier plastischer aus, so dass überdimensionale Fische wirklich durch die Straßen zu schweben und riesige Menschen hinter Wolkenkratzern hervorzuragen scheinen.

  • Ghost in the Shell (Bild: Paramount Pictures)
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Ghost in the Shell (Bild: Paramount Pictures)
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Von fliegenden Autos, Laserkanonen oder gar Raumschiffen ist dagegen nichts zu sehen und auch sonst zeigt Ghost in the Shell eine interessante Hybridversion teilweise sehr naher, teils sehr weit entfernter Zukunft. Roboter-Geishas und technisch modifizierte Menschen sind Normalität, Kleinkinder laden sich in kürzester Zeit Fremdsprachen aus dem Netz direkt ins Gehirn und Major greift oft und gerne auf ihre Ganzkörpertarnvorrichtung zurück - mit solchen Spielereien unterhält die Cyberpunk-Welt von Rupert Sanders' Adaption vor allem in der ersten Filmhälfte, bevor sie zum Ende hin, auch was die Schauwerte angeht, merkbar abflacht und mit dem Finale dann nicht mehr recht zu begeistern weiß.

  • Ghost in the Shell (Bild: Paramount Pictures)
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  • Ghost in the Shell (Bild: Paramount Pictures)
Ghost in the Shell (Bild: Paramount Pictures)

Das Highlight sehen wir sowieso ganz zu Beginn. Die Entstehung von Majors künstlichem Körper, der im US-Film nicht mehr ansatzweise so nackt aussieht wie es oft in den japanischen Versionen den Anschein hat, ist eine der wenigen direkt aus einer Anime-Vorlage nachgestellten Szenen, die dem Zuschauer ein Gefühl von Hightech-Poesie rüberbringt. Atmosphäre und Eleganz fehlen dieser Fassung von Ghost in the Shell nämlich ansonsten, da die an sich guten visuellen Effekte und Kostüme, eigentlich die ganze Ästhetik des Films zu glatt und sauber rüberkommt. Schön durchaus, aber es fehlt die dichte Stimmung, die ein eingangs erwähnter Blade Runner und auch die Deus-Ex-Videospiele, als eigentlich auch inhaltlich bessere westliche Umsetzungen von Ghost in the Shell, eben doch weit voraushaben.

 Filmkritik Ghost in the Shell: Wenig Geist in schöner HülleMajor mit Cosplayer-Perücke 
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stereo12 13. Apr 2017

Ich denke nicht, dass die Menge der gesprochenen Dialoge ein guter Gradmesser für den...

Cok3.Zer0 04. Apr 2017

Der Film ist auf jeden Fall gekürzt worden; an einigen Stellen sind abrupte Brüche...

LordSiesta 04. Apr 2017

Ich find's witzig, wie der Film als Meilenstein des Animatiomsfilms für ein junges...

Clown 04. Apr 2017

ack!

Icestorm 04. Apr 2017

Wir haben es doch in dieser Fassung im Grund mit einer neuen Robocop-Verfilmung zu tun...


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