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Hauptdarsteller Michael Fassbender als Aguilar de Nerha
Hauptdarsteller Michael Fassbender als Aguilar de Nerha (Bild: 20th Century Fox)

B-Movie-Flair mit Templern in Mönchskutten

Auch sonst fesselt uns die Geschichte kaum. Regisseur Justin Kurzel verpasst es mit seiner Adaption, die Kinowelt von Assassin's Creed in einem Umfang zu etablieren, dass dem Zuschauer das Ausmaß des Konflikts zwischen Templern und Assassinen bewusst wird. Die Funktion und wahre Macht des Edenapfels etwa wird in kaum ein paar Sätzen beschrieben. Ohne die Geschichte der bisherigen Spiele zu kennen, wäre es uns zweifelhaft geblieben, ob die kleine Kugel in Wahrheit überhaupt mehr als nur ein Stück sagenumwobenes Gold ohne echte magische Kräfte ist.

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Andere in die Handlung eingewobene Elemente wie die geisterhaften Visionen von Vorfahren außerhalb der Animus-Simulation ergeben ebenfalls nur für Spielekundige Sinn und sind zu grob ins dünne Drehbuchkonstrukt eingewebt.

  • Auf Zeitebene der spanischen Inquisition gibt es kaum historischen Kontext und keine richtige Geschichte. (Bild: 20th Century Fox)
  • Zur Starbesetzung gehört auch Oscar-Preisträger Jeremy Irons als Abstergo-Laborleiter. (Bild: 20th Century Fox)
  • Michael Fassbender als Aguilar de Nerha (Bild: 20th Century Fox)
  • Viele Parkour-Einlagen sind reale Stunts mit wenig CGI und sehen entsprechend echt aus. (Bild: 20th Century Fox)
  • Im fertigen Film haben die Szenen des 15. Jahrhunderts einen gelblich-orangen Look. (Bild: 20th Century Fox)
  • Assassine Aguilar de Nerha ist nie alleine unterwegs. (Bild: 20th Century Fox)
  • Callum Lynch erwacht in der Abstergo-Einrichtung. (Bild: 20th Century Fox)
  • Scharfen Klingen zum Trotz ist Assassin's Creed kaum blutig. (Bild: 20th Century Fox)
  • Auch mit Bogen - Kämpfe nahe an der Spielvorlage (Bild: 20th Century Fox)
  • Marion Cotillard, ebenfalls Oscar-Gewinnerin, bemüht sich vergeblich um Tiefe. (Bild: 20th Century Fox)
  • Das eintönige Color Grading vieler Szenen im Animus ist für 3D-Projektionen unvorteilhaft. (Bild: 20th Century Fox)
  • Ob Michael Fassbender hier schon ahnt, dass sein Film nicht überzeugen kann? (Bild: 20th Century Fox)
  • Actionszenen sind hervorragend choreographiert, nur leider viel zu kurz und selten. (Bild: 20th Century Fox)
  • Meuchelmörder im Schummerlicht (Bild: 20th Century Fox)
  • Die Gegenwart erinnert hier mehr an Fernsehserien wie Arrow als an einen teuren Kinofilm. (Bild: 20th Century Fox)
  • Templer entsprechen mit Kutten und Roben allen Klischees eines okkulten Geheimordens. (Bild: 20th Century Fox)
Templer entsprechen mit Kutten und Roben allen Klischees eines okkulten Geheimordens. (Bild: 20th Century Fox)


Insgesamt ist es schwer, den Assassin's-Creed-Film in den Kanon der Games einzuordnen, was wohl auch gar nicht gewollt ist. Die modernen Templer werden hier außerhalb ihrer sterilen Laboreinrichtung beispielsweise als handelsüblicher Okkultorden präsentiert. Viele der Szenen erinnern beinahe an typisch klischeevolle Uwe-Boll-Versionen von Videospieladaptionen. Sie lassen den Film mehr in Richtung B-Movie-Flair abdriften, als es die virtuelle Vorlage eigentlich hergibt.

VR-Fitnessgerät ersetzt Zahnarztstuhl

Der Film verschenkt auch die Möglichkeiten des Games, die Zeitreisen mit dem Animus für spannende Geschichten zu nutzen. Während sich Ubisoft bisher immer am meisten Zeit für Abenteuer in historischen Settings genommen, dabei sogar geschichtliche Hintergründe vermittelt und reale Personen wie Leonardo DaVinci oder Paul Revere auftreten lassen hat, fällt all das im Kino fast komplett aus. Die sowieso an weniger als einer Hand abzählbaren Szenen, in denen per Animus vergangene Erinnerungen wiedererlebt werden, sind reine Action-Vehikel, in denen sich keine nennenswerte Geschichte entwickelt und deren realer Kontext nur austauschbares Drumherum darstellt.

  • Auf Zeitebene der spanischen Inquisition gibt es kaum historischen Kontext und keine richtige Geschichte. (Bild: 20th Century Fox)
  • Zur Starbesetzung gehört auch Oscar-Preisträger Jeremy Irons als Abstergo-Laborleiter. (Bild: 20th Century Fox)
  • Michael Fassbender als Aguilar de Nerha (Bild: 20th Century Fox)
  • Viele Parkour-Einlagen sind reale Stunts mit wenig CGI und sehen entsprechend echt aus. (Bild: 20th Century Fox)
  • Im fertigen Film haben die Szenen des 15. Jahrhunderts einen gelblich-orangen Look. (Bild: 20th Century Fox)
  • Assassine Aguilar de Nerha ist nie alleine unterwegs. (Bild: 20th Century Fox)
  • Callum Lynch erwacht in der Abstergo-Einrichtung. (Bild: 20th Century Fox)
  • Scharfen Klingen zum Trotz ist Assassin's Creed kaum blutig. (Bild: 20th Century Fox)
  • Auch mit Bogen - Kämpfe nahe an der Spielvorlage (Bild: 20th Century Fox)
  • Marion Cotillard, ebenfalls Oscar-Gewinnerin, bemüht sich vergeblich um Tiefe. (Bild: 20th Century Fox)
  • Das eintönige Color Grading vieler Szenen im Animus ist für 3D-Projektionen unvorteilhaft. (Bild: 20th Century Fox)
  • Ob Michael Fassbender hier schon ahnt, dass sein Film nicht überzeugen kann? (Bild: 20th Century Fox)
  • Actionszenen sind hervorragend choreographiert, nur leider viel zu kurz und selten. (Bild: 20th Century Fox)
  • Meuchelmörder im Schummerlicht (Bild: 20th Century Fox)
  • Die Gegenwart erinnert hier mehr an Fernsehserien wie Arrow als an einen teuren Kinofilm. (Bild: 20th Century Fox)
  • Templer entsprechen mit Kutten und Roben allen Klischees eines okkulten Geheimordens. (Bild: 20th Century Fox)
Actionszenen sind hervorragend choreographiert, nur leider viel zu kurz und selten. (Bild: 20th Century Fox)


Einerseits sind die in der Vergangenheitsebene angesiedelten Sequenzen rund um den Meuchelmörder Aguilar de Nerha mit ihren tollen Stunts und Kampfeinlagen visuelle Glanzpunkte. Andererseits sind sich die DNA-Erinnerungen vom Look her so ähnlich, dass wir uns ab und zu gefragt haben, ob die ein oder andere Kamerafahrt mehrmals verwendet wurde. Dass unsere Pressevorführung als 3D-Projektion ablief, hat dazu wohl auch etwas beigetragen. Der Eindruck des oft monoton gelblich-orangen Color Gradings hat unter den helligkeitsdämpfenden Brillengläsern mit Sicherheit gelitten.

Immerhin sieht es wie Assassin's Creed aus

Was Kostüme, Setdesign und Besetzung angeht, können wir dem Assassin's-Creed-Film keine Vorwürfe machen. Neben den Vergangenheitssequenzen entsprechen auch die Abstergo-Labors visuell dem Spielevorbild. Die einzige gravierende Änderung finden wir sogar super. Der Animus ist nicht mehr bloß eine Art Liegestuhl für Zahnarztpatienten, sondern ein frei beweglicher Greifarm, in dem der Nutzer alle Bewegungen aus seinem Klartraum auch in der realen Welt durchführt. Der feuchte Traum aller VR-Headset-Gamer, könnte man also sagen. Von solchen Ideen hätten wir gerne mehr gesehen.

Dass Assassin's Creed letztendlich doch sehr viel besser ist als schon erwähnte Uwe-Boll-Spielefilme, liegt neben den visuellen Höhepunkten auch an den guten Schauspielern. Trotz eindimensional geschriebener Figuren macht die Hauptbesetzung aus Michael Fassbender, Marion Cotillard, Jeremy Irons und Charlotte Rampling nie den Eindruck, nur mit halber Schaffenskraft bei der Sache zu sein, um mal eben eine gute Gage einzusacken. Das ist für einen Film dieser Art nicht selbstverständlich und gewiss auch ein Verdienst von Regisseur Justin Kurzel, der mit Fassbender und Cotillard zusammen erst kürzlich eine gelungene Macbeth-Adaption ins Kino gebracht hat.

 Kinofilm Assassin's Creed: Im Animus eingeschlafenDie Werbetrailer sind der bessere Spielfilm 

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zilti 27. Dez 2016

Ich würde bei AC1 nicht mal sagen, dass es schlecht gealtert ist - es war schlicht von...

ibsi 23. Dez 2016

Und deshalb sind Serien die besseren Filme ;)

Elgareth 22. Dez 2016

Naja, doch, irgendwie so halb...wenn ich das richtig im Kopf hab, ist man am Ende von...

Neuro-Chef 21. Dez 2016

Hmm, ich kann mir (vermutlich) zwar vorstellen, was du mit scheissübel meinst, aber auch...

It's me, Mario 21. Dez 2016

... das wurde ja auch immer langweiliger. Als letztes Unity gespielt, danach musste ich...



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