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Filmrollen aus der Konserve, Spannung bleibt frisch

Auf überstilisiertes Hollywood-Color-Grading verzichtet Apollo 11 glücklicherweise genauso wie auf den Versuch, die typische Farbcharakteristik des Originalmaterials, ganz besonders bei Hauttönen, komplett wegzukorrigieren. So bleibt ein Hauch Nostalgie, als kleine Erinnerung, dass wir eigentlich gerade in die Vergangenheit blicken. Für den Mittelteil des Films, wenn sich die Astronauten im Weltraum und auf dem Mond befinden, gilt das sowieso. Hier konnte Miller in manchen Momenten nur auf das von der Crew mitgebrachte 16-mm-Material und einige Fotos zurückgreifen, deren Bildqualität nicht nur im direkten Vergleich mit den 70-mm-Aufnahmen oft unter Belichtungsproblemen, Rauschen und Unschärfe leidet. Oder sind es eben die üblichen Weltraumaufnahmen in Außenperspektive, wie wir sie so ähnlich schon sehr oft gesehen haben.

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Trotzdem ist auch dieser Teil von Apollo 11 absolut sehenswert. Denn neben den - zwar immer noch begeisternden, aber doch schon ziemlich bekannten - Bildern von der Mondlandung gibt es noch die ständige Interaktion zwischen Mission Control und den Astronauten. Nicht nur Funksprüche im Hintergrund zu hören, sondern den Capcom (Capsule Communicator) auf der Erde synchron dazu sprechen zu sehen, trägt enorm zum packenden Gefühl bei, die ganze Mission gerade noch einmal live mitzuerleben. Im Splitscreen verfolgen wir Grafiken über Flugbahnen oder Gesundheitswerte der Crew auf Monitoren passend zum Gesprochenen - der Detailgrad und die Ruhe der Montage gehen so weit, dass wahre Nerds aufleuchtende Anzeigen im Bild mit Sicherheit schon vor den Protagonisten entdecken und dann befriedigt beobachten, wie sie als Reaktion darauf genau die richtigen Knöpfe auf den wunderbar gefilmten Armaturen drücken.

  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
  • Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)
Apollo 11 (Bild: Universal Pictures)

Wo manch anderer Film mit vielen Schnitten und Wackelkamera künstlich Spannung erzeugen würde, lässt Miller Einstellungen besonders dann lange stehen, wenn das Geschehen für sich selbst ohnehin schon sehr spannend ist. Auf die Spitze treibt er dies bei der tatsächlichen Mondlandung, wo er uns minutenlang ohne Schnitt nur die nach unten gerichtete Außenkamera der Eagle-Raumkapsel zeigt. Obwohl der Ausgang bekannt ist, halten wir nicht zuletzt aufgrund der Funksprüche im Hintergrund den Atem an, wenn sich die Geschehnisse überschlagen und Neil Armstrong mit manueller Steuerung einen anderen Landeplatz ansteuern muss.

Überhaupt ist die Klangkulisse ein guter Grund, für Apollo 11 ins Kino zu gehen. Neben Nasa-Funksprüchen und Umgebungsgeräuschen der Originalaufnahmen fügt sich der experimentelle Soundtrack von Matt Morton geradezu hypnotisch ein, ohne sich aber ständig in den Vordergrund zu spielen. Um den authentischen Ansatz des Films zu wahren, hat der Musiker eigenen Angaben zufolge nur mit Synthesizern, Geräten und Instrumenten gearbeitet, die spätestens im Jahr der Mondlandung hergestellt wurden.

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 Filmkritik Apollo 11: Echte Mondlandung als packende KinozeitreiseDie Geschichte erzählt sich selbst 
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Khabaal 15. Jul 2019

Ich find irgendwie auch dreist dass jeder von denen problemlos anzunehmen scheint, dass...

Mithrandir 11. Jul 2019

Ist sie das? Golem veröffentlicht m.M.n keine Daten zu. Wir können also nur vermuten.

Tantalus 08. Jul 2019

Hätten jetzt welchen aktuellen, konkreten Einsatzzweck, den eine ISS nicht einfacher und...

Anonymer Nutzer 05. Jul 2019

ich würde die raumfahrt (also fortbewegung statt station) wählen, denn hier unten...

motzerator 05. Jul 2019

Der Film kommt sicher früher oder später auch im Streaming. So wie zuletzt auch der...


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