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Flash Gordon in 4K: Flash! A-ah

Vor 40 Jahren war Flash Gordon kein großer Erfolg, das bonbonbunte Science-Fiction-Abenteuer hat sich seitdem aber Kult-Status erobert. Am 13. August erscheint der Film in 4K.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Screenshot aus dem Trailer zur 4K-Restauration
Screenshot aus dem Trailer zur 4K-Restauration (Bild: Youtube)

Nicht vielen Filmen ist ein zweites Leben beschieden, wenn sie an der Kinokasse nicht die erwarteten Hits wurden. Das zweite Leben von Flash Gordon begann wenige Jahre nach seiner Kinoauswertung im Jahr 1980, als ein junges Publikum erst durch die VHS-Kassette und später durch Fernsehausstrahlungen auf den Film aufmerksam wurde. Heute ist er das, was als Begriff gerne überstrapaziert wird, aber hier stimmt: ein echter Kultfilm.

Flash Gordon hat eine ganze Generation von Künstlern beeinflusst. Seth MacFarlane (The Orville) huldigte ihm mit seiner Komödie Ted (2012), Edgar Wright (Shaun of the Dead) zählt ihn zu seinen Favoriten und gestaltete sein eigenes Werk Scott Pilgrim vs. the World visuell danach. Der Comic-Künstler Alex Ross liebt den Film ebenfalls und malte 2007 das Cover für die "Saviour of the Universe"-Edition. Flash Gordon begeistert Kinder und Erwachsene seit mittlerweile 40 Jahren.

Dabei hätte alles anders kommen können. Wenn nämlich, wie er es vorhatte, George Lucas statt Dino De Laurentiis den Flash-Gordon-Film gemacht hätte. Dieser Film wäre wohl sehr viel weniger bunt und quietschfidel gewesen wäre als die jetzige Version.

Der lange Weg nach Mongo

Erfunden wurden Flash Gordon wurde von dem Comic-Künstler Alex Raymond, der 1934 den erfolgreichen Comic-Strip schrieb und zeichnete. Er erschien immer sonntags und wurde seinerzeit in einer Vielzahl unterschiedlicher Zeitungen veröffentlicht - und das nicht nur in den USA, sondern weltweit.

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Fast 70 Jahre lang wurde der Strip fortgesetzt, schon in den 1930er Jahren gab es Verfilmungen in Form der populären Serials, die mit einem guten Dutzend Kapitel Woche für Woche in den Kinos gezeigt wurden und in Deutschland in den 1980er Jahren in den dritten Programmen zu sehen waren. Buster Crabbe war der Star dreier Serials mit Flash Gordon.

Mehr als drei Jahrzehnte später wollte George Lucas den Comic, den er schon als Kind begeistert gelesen hatte, auf die Leinwand bringen. Doch als er sich um die Rechtefrage kümmerte, erlebte er eine Enttäuschung: Die Rechte waren bereits verkauft, an den italienischen Produzenten Dino De Laurentiis.

De Laurentiis versuchte über Jahre hinweg, einen Film auf den Weg zu bringen, bekam ihn aber nicht finanziert. Ironischerweise war es der Erfolg von George Lucas' Star Wars (1977), der Science-Fiction im Kino wieder erfolgreich machte - und so konnte De Laurentiis mit Universal im Rücken darangehen, aus dem Comic-Strip einen Film zu machen.

Ursprünglich sollte Nicolas Roeg (Wenn die Gondeln Trauer tragen) das Skript schreiben und Regie führen. Roeg war eine kluge Wahl. Weniger wegen seines bisherigen Schaffens, sondern weil er ein echter Fan des Comic-Strips war und diesem gerecht werden wollte, wenn auch auf seine ganz eigene Art und Weise - nämlich verkopfter, intellektueller, aber dennoch actionreich.

Roeg verbrachte ein Jahr damit, das Skript zu verfassen und die Vorproduktion zu leiten, doch dann kam es zu den gefürchteten kreativen Differenzen, für die Hollywood berüchtigt ist. Roeg wollte einen ernsthaften, mehr noch einen metaphysischen Ansatz, der weit weg vom Comic führte. De Laurentiis wollte mehr Humor.

Flash Gordon - Limited Steelbook Edition 4K

Sergio Leone und Federico Fellini lehnten ab

So trennten sich die Wege von Regisseur und Produzent. De Laurentiis wollte auch, dass der Film mehr dem Comic gleicht. Er heuerte den Illustrator Mentor Huebner an, der Designs entwickelte, die mit der Vorlage in Einklang standen.

Ein neuer Autor wurde auch gefunden: Lorenzo Semple Jr. Er hatte zuvor schon mit De Laurentiis bei King Kong (1976) zusammengearbeitet und für die 1960er-Jahre-Serie Batman geschrieben. Knallbunter Comic-Stil lag ihm also. Er hatte die Aufgabe, den Wünschen des Produzenten zu entsprechen. De Laurentiis wollte mehr Witz, er verstand einen Comic-Film als etwas, das auch lustig sein musste - ohne anzuerkennen, dass Alex Raymonds ursprünglicher Strip vieles ist, aber nicht witzig.

Auf der Suche nach einem neuen Regisseur dachte De Laurentiis an Sergio Leone (Spiel mir das Lied vom Tod). Der lehnte jedoch dankend ab, nachdem er das Skript gelesen hatte. Es war ihm nicht treu genug im Hinblick auf Raymonds Comic.

De Laurentiis wollte dann Federico Fellini, der jedoch kein Interesse an dem Stoff hatte. Der Produzent entschied sich schließlich für den Engländer Mike Hodges, den er schon für ein Sequel ins Auge gefasst hatte. Denn eigentlich hoffte De Laurentiis, eine ganze Reihe Flash-Gordon-Filme machen zu können.

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''Groß, blond und konnte ein bisschen schauspielern'' 
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FreiGeistler 17. Aug 2020 / Themenstart

Oh schreck! Ich habe eine Schachtel schwarze Praline mit "schwarz" im Namen im Kühlschrank!

snboris 14. Aug 2020 / Themenstart

https://www.bored-zombie.de/neuer-captain-future-film/

JouMxyzptlk 13. Aug 2020 / Themenstart

Das fiel schon bei normalem Blu-Ray auf: Diese Analogfilme haben immer so ein Zittern...

JouMxyzptlk 13. Aug 2020 / Themenstart

Oh nein, Jodorowskys Dune wäre vollkommen verblasen geworden. Voller ewiger...

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