Filmfestival: Netflix zieht sich komplett aus Cannes zurück

Nach dem Ausschluss vom Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes zieht sich Netflix komplett aus dem Festival zurück. Der Streaminganbieter werde unfair behandelt, sagte der Inhaltechef von Netflix in einem Interview.

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Ted Sarandos bei der Premiere der Netflix-Serie Lost in Space
Ted Sarandos bei der Premiere der Netflix-Serie Lost in Space (Bild: Rachel Murray/Getty Images for Netflix)

Erst vor wenigen Wochen bestätigte der künstlerische Leiter der Filmfestspiele in Cannes, Thierry Fremaux, dass Produktionen des Streaminganbieters Netflix vom Wettbewerb des Festivals in diesem Jahr ausgeschlossen seien. Zwar dürfe Netflix seine Filme weiterhin in Cannes außerhalb des Wettbewerbs zeigen - das werde aber nicht geschehen, wie der für die Netflix-Inhalte zuständige Ted Sarandos dem US-Branchemagazin Variety in einem Interview sagte.

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Für Netflix gebe es laut Sarandos schlicht keinen Grund, seine Filme außerhalb des Wettbewerbs zu zeigen. Zu dem Wettbewerb in Cannes selbst sagte Sarandos: "Wir wollen, dass unsere Filme auf einer fairen Grundlage mit allen anderen Filmemachern (konkurrieren)". Nach den vielen Diskussionen rund um die Teilnahme von Netflix beim Festival in Cannes sei das aber nicht mehr gegeben und Sarandos befürchte, dass die Filme von Netflix respektlos behandelt würden. "Sie haben den Ton vorgegeben. Ich denke nicht, dass es gut für uns wäre, dort zu sein", begründet Sarandos die Entscheidung des Streaminganbieters.

Und unter Beachtung der Qualifikationsregeln für den Wettbewerb in Cannes dürfte der Streaminganbieter seine Filme nicht parallel zum Kinostart online zur Verfügung stellen. Und selbst wenn Netflix die Filme weltweit zeitgleich veröffentlicht, müsste das Unternehmen die Filme seinen Kunden in Frankreich wegen der dortigen sehr restriktiven Kulturgesetze drei Jahre vorenthalten. Dem will Netflix nicht nachkommen.

Im vergangenen Jahr waren nach massiver Kritik versuchsweise doch noch zwei Netflix-Produktionen für den Wettbewerb zugelassen: The Meyerowitz Stories und Okja. Bei der Premiere von Okja auf dem Festival kam es zu technischen Problemen und es gab sogar Buhrufe, die sich wohl explizit gegen das im Vorspann gezeigte Logo von Netflix richteten. Preise gewannen die Filme auch nicht.

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mnementh 13. Apr 2018

Berlinale?

violator 13. Apr 2018

Nö, bei nem Film interessierts mich nicht wirklich, wie da die Kinoquote war, sondern ob...

violator 13. Apr 2018

Sie tun es nicht bewusst, sondern weil das französische Gesetz das nicht erlaubt. Bzw...

violator 13. Apr 2018

Und am Ende sind doch eh wieder die bösen Raubkopiervergewaltiger schuld, wenn die...



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