Filme und Serien: Nutzung von kostenpflichtigem Streaming steigt stark an
37 Prozent der Internetnutzer streamen Filme und Serien über kostenpflichtige Angebote wie Netflix, Amazon Prime Video, Sky Ticket oder Maxdome. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 1.007 Personen im Auftrag des IT-Verbandes Bitkom(öffnet im neuen Fenster), deren Ergebnisse am 19. Juni 2018 vorgelegt wurden. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Streamer noch bei 29 Prozent.
Vor allem jüngere Menschen zwischen 14 und 29 Jahre greifen auf die Angebote zurück: In dieser Altersgruppe streamt fast jeder Zweite hin und wieder (46 Prozent) Serien und Filme über kostenpflichtige Plattformen. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es vier von zehn (39 Prozent), bei den 50- bis 64-Jährigen noch knapp ein Drittel (32 Prozent) der Internetnutzer.
In der Generation 65plus ruft jeder fünfte Internetnutzer (20 Prozent) Spielfilme und Serien über kostenpflichtige Video-Streaming-Dienste ab. 2016 waren es 8 Prozent, 2017 13 Prozent. Vier von zehn On-Demand-Streamern (40 Prozent) greifen außerdem auf die Download-Funktion zurück, mit der Filme und Serien auch offline angesehen werden können.
18 Prozent der Haushalte nutzen kostenpflichtiges Streaming
Ende 2017 verfügten laut einer Analyse von Gold Media(öffnet im neuen Fenster) bereits 18 Prozent aller deutschen Haushalte über mindestens einen kostenpflichtigen Video-Dienst. Lagen die Brutto-Gesamterlöse Ende 2017 bei 1,1 Milliarden Euro, sollen sie bis zum Jahr 2023 auf 2,5 Milliarden Euro steigen und sich damit innerhalb von nur fünf Jahren mehr als verdoppeln.
Amazons Prime Video Service und Netflix sind weiterhin führend auf dem deutschen Video-on-Demand-Markt. Weitere relevante Anbieter sind Sky beim Marktführer im klassischen Pay-TV, Maxdome – eine Tochter der ProSiebenSat.1-Gruppe – sowie Apple mit iTunes und Google mit seinem Playstore.
Abonnements stehen mit einem Anteil von 74 Prozent für den mit Abstand höchsten Umsatzanteil im kostenpflichtigen deutschen Video-on-Demand-Markt-Markt. Bis 2023 wird dieses Segment nach Goldmedia-Prognose einen Anteil von 80 Prozent erreichen.
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