Der Dirigent des Apple-Konzerns

Die Brücke zur Politik schlägt auch der Apple-Boss vor der iMac-Präsentation: "Die zwei bedeutendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts sind: Die Alliierten gewinnen den Krieg und das hier." Kritik lässt er abperlen. Auf seine fehlenden Programmierkenntnisse angesprochen, erwidert er: "Musiker spielen Instrumente, ich leite das Orchester." Das Dirigentenamt verliert er aber in einem Machtkampf an den Vorstandsvorsitzenden John Sculley. Die Rededuelle der beiden um die richtige Richtung für Apple sind höchst eindrucksvoll und demonstrieren, wie schwer es war, sich dem stets vorwärtsstürmenden Jobs in den Weg zu stellen.

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Er kämpft sich nach seiner Ausbootung schließlich zurück zu Apple und schafft es, das Unternehmen mit dem iMac wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Hervorragend eindringlich spielt Michael Fassbender die Hauptrolle. Schauspielerisch fast ebenbürtig verkörpert Oscar-Gewinnerin Kate Winslet Joanna Hoffman als wichtigste Beraterin. Auch weitere Oscar-Preisträger sind maßgeblich beteiligt.

"Hallo Welt"

Regie führte Danny Boyle nach einem Drehbuch von Aaron Sorkin. Es basiert auf der von Walter Isaacson geschriebenen Bestseller-Biografie. Der Film Steve Jobs nimmt den Zuschauer mit ins Epizentrum der digitalen Revolution und beschreibt den Kampf, eine als unmöglich abgetane Vision Wirklichkeit werden zu lassen: den Computer für jedermann. Der Film erzählt die Geschichte eines der größten Produktstrategen unserer Zeit und seiner Mitstreiter. Einer davon ist Andy Hertzfeld. An ihm wird exemplarisch gezeigt, wie Jobs mit seiner Umgebung umgesprungen ist, wenn sie nicht das menschenunmöglich Erscheinende möglich gemacht hat.

Hertzfeld rettet seinen Job nur dadurch, dass Jobs sich Minuten vor der Präsentation für einen unseriösen Trick entscheidet, damit sein Macintosh publikumswirksam Hallo sagen kann. Auf diesen Effekt will er um alles in der Welt nicht verzichten. Ein kleines Kuriosum: Zwei Tage vor dem Filmstart wird Hertzfeld auf dem Berliner Geekfest als Sprecher zugeschaltet.

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Sehenswert, aber mit Längen

Steve Jobs ist nicht nur für Computerfreaks und Apple-Liebhaber ein interessanter, sehenswerter und hochprofessionell gemachter Film. Besonders gefallen werden seine Inszenierung und die dramatischen Dialoge den Freunden des Hollywood-Kinos. Dennoch hat er Längen, weil die Verengung der Handlung auf die Präsentationsveranstaltungen etwas ermüdend wirkt und die Story nicht sehr abwechslungsreich ist.

Ähnlich empfanden es wohl einige Zuschauerinnen während der Vorabvorführung. Sie daddelten immer wieder ein wenig gelangweilt an ihren Smartphones herum und würdigten so auf ihre Weise den Macher des iPhones.

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 Film Steve Jobs: "Musiker spielen Instrumente, ich leite das Orchester"
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Anonymer Nutzer 13. Nov 2015

In der offiziellen Biografie von George Pake steht eigentlich etwas anderes. Übrigens...

Hotohori 12. Nov 2015

Naja, mal ehrlich, ist das Thema des Filmes wirklich Kinoleinwand tauglich? Eher nicht...

gema_k@cken 12. Nov 2015

+1

addik5 12. Nov 2015

In Pirates of Silicon Valley ging es doch eher um Microsoft, Apple, Xerox und IBM. Wo kam...

sofries 12. Nov 2015

Nun ja, Steve Jobs hat zuvor bei Atari Automaten zusammengebaut. Er war vielleicht nicht...



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