Share-Online gewinnt an Bekanntheit

Die ehemaligen Rapidshare- und Megaupload-Nutzer fanden unter anderem beim Hoster Share-Online ein neues Zuhause. Hier gab es die bereits bekannten Premium-Zugänge und ebenfalls eine Vergütung für die Uploader. Außer der Optik änderte sich also kaum etwas.

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Auch wenn der Anbieter große Verbreitung fand und seit 2007 auf dem Markt war, ist in der Öffentlichkeit über die Betreiber wenig bekannt. Um gerichtlichen Verfahren aus dem Weg zu gehen, verschleierte das Unternehmen seine wahre Herkunft. Schenkt man dem Impressum Glauben, so befand sich der Firmensitz in Belize in Zentralamerika.

Die fehlenden Angaben der Betreiber riefen neben den Rechteinhabern auch die Behörden auf den Plan, die unter anderem wegen Copyrightverletzungen weltweite Ermittlungen einleiteten. Im Oktober 2019 schlugen die Beamten dann zu und nahmen die Seite vom Netz.

Es kam dabei zu Razzien in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich. Laut den Ermittlern waren drei Personen aus Deutschland für die Seite verantwortlich. Insgesamt sollen diese mit der Share-Online-Plattform rund 50 Millionen Euro erwirtschaftet haben.

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Da das Verfahren noch läuft, ist nicht bekannt, welche Strafen den Betreibern drohen. Außerdem sollen die Top-Uploader zur Rechenschaft gezogen werden. Unklar bleibt, ob sich diese überhaupt ermitteln lassen.

Kein Ende in Sicht

Wie die genannten Beispiele zeigen, entwickeln Uploader immer neue Möglichkeiten und sind in der Lage, die Dienste jahrzehntelang aufrechtzuerhalten. Den Urhebern gelingt es nicht, die illegalen Downloads einzudämmen. Auch die umstrittenen Uploadfilter spielen für die verbliebenen Sharehoster normalerweise keine Rolle, weil diese ihren Firmensitz üblicherweise nicht in der Europäischen Union haben.

Aktuell gibt es mehr One-Click-Hoster als jemals zuvor. Dazu zählen diverse kleinere Anbieter, die in der Regel nur eine kurze Zeitspanne verfügbar sind. Mit Uploaded sowie Rapidgator oder Filefactory existieren aber auch Plattformen, die ihren Betrieb bereits seit mehreren Jahren aufrechterhalten können.

Kim Dotcom - Gefangen im Netz

Mittlerweile wurden mit Spotify oder Apple Music allerdings Dienste geschaffen, die von den Nutzern angenommen werden und für einen massiven Rückgang von illegalen Musikdownloads gesorgt haben. Dies zeigt, dass es keiner teuren Gerichtsverfahren bedarf, sondern Nutzer mit dem richtigen Angebot bereit sind, für digitale Musikstücke zu zahlen.

Zwar versucht die Filmindustrie mit ihren Streamingdiensten inzwischen ein ähnliches Konzept, allerdings sorgt die starke Fragmentierung momentan für einen Anstieg im Bereich der illegalen Downloads. Um alle exklusiven Serien beziehungsweise Filme zu sehen, müsste man zahlreiche Abos bei diversen Plattformen abschließen.

Die zusätzlichen Kosten sorgen dafür, dass Nutzer auf illegale Angebote zurückgreifen. Sollten die Anbieter auf exklusive Veröffentlichungen verzichten, wäre auch bei Filmen und Serien mit einem Rückgang der illegalen Downloads sowie der Nutzung von Sharehostern zu rechnen.

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 Bonusprogramme sorgen für Nutzerzuwachs
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dura 27. Aug 2021 / Themenstart

§ 95a UrhG ist hier eindeutig, das *ist* illegal und kann bis zu einem Jahr Knast geben...

StaTiC2206 24. Aug 2021 / Themenstart

hätte fast als Programmierer dort angefangen und hatte mal die Ehre zwei Tage...

nachgefragt 23. Aug 2021 / Themenstart

Naja wenn die Eltern das wirklich gezahlt haben, haben sie hinterher hoffentlich den...

Polarstern 21. Aug 2021 / Themenstart

Danke für diese Bestätigung meiner Vermutung.

MetalPfaelzer 21. Aug 2021 / Themenstart

Ich weiß bis heute nicht, was diesen neoliberalen Richter in den USA damals trieb. War es...

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