Bonusprogramme sorgen für Nutzerzuwachs

Zuvor spielte bei den Tauschbörsen eine finanzielle Motivation nur eine untergeordnete Rolle, da die Nutzer die Infrastruktur in erster Linie selbst zur Verfügung stellen. Es gab zwar vereinzelt kostenpflichtige P2P-Netzwerke, allerdings wurden diese nie von der breiten Masse genutzt. Erst mit der Einführung der One-Click-Hoster und der Premium-Accounts bestand die Möglichkeit, eine große Anzahl von Nutzern auch kommerziell anzusprechen.

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Der große Erfolg von Rapidshare sorgte dafür, dass auch hier die Unterhaltungsindustrie aufmerksam wurde und in Form der Musikverwertungsgesellschaft Gema juristisch gegen das in Baar (Schweiz) ansässige Unternehmen vorging. Am 18. Januar 2007 gab die Verwertungsgesellschaft bekannt, einstweilige Verfügungen gegen das Unternehmen erwirkt zu haben: "Die nunmehr von dem Landgericht Köln erlassenen einstweiligen Verfügungen machen hingegen ganz klar deutlich, dass die Tatsache, dass der Dienstbetreiber die Inhalte nicht selbst einstellt, sondern diese durch Nutzer hochgeladen werden, rechtlich nichts daran ändert, dass die Dienstbetreiber für die im Rahmen des Dienstes stattfindenden Urheberrechtsverletzungen haften."

Am 21. März 2007 folgte ein Urteil, das diese Argumentation bestätigte. Geschäftsführer Bobby Chang gab damals an, dass sich die urheberrechtlich geschützten Dateien, die unerlaubt auf Rapidshare angeboten wurden, lediglich im niedrigen einstelligen Prozentsatzbereich bewegten.

Es folgten zahlreiche Verhandlungen, unter anderem im September 2007 vor dem OLG Köln. Dabei stellte das Gericht fest, dass der Sharehoster geschützte Werke von seinen Servern entfernen muss, sobald konkrete Hinweise auf eine Rechtsverletzung vorliegen. Eine umfassende Kontrollpflicht seitens Rapidshare bestehe jedoch nicht. Das Providerprivileg kommt hier zum Tragen.

Das Ende von Rapidshare

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Es folgten weitere Versuche, den Dienst dazu zu zwingen, illegale Inhalte zu filtern. Der Bundesgerichtshof entschied am 12. Juli 2012, dass alle eingestellten Daten auf der Webseite untersucht werden müssen, wenn Rechteinhaber auf deren Existenz hingewiesen haben. So soll verhindert werden, dass Nutzer mithilfe kryptischer Dateibezeichnungen die Sicherheitsmechanismen von Rapidshare umgehen können.

Auch wenn es den Urhebern und deren Vertretern nicht gelungen ist, Rapidshare zur Aufgabe zu zwingen, stellte das Unternehmen aus Baar am 31. März 2015 den Betrieb ein. Grund hierfür war nach zahlreichen Verfahren und den gerichtlichen Auflagen auch der akute Nutzerschwund. Im November 2012 wurde ein Traffic-Limit für hochgeladene Dateien eingeführt. Dies machte den Dienst für Uploader äußerst uninteressant, die Nutzer wanderten ab. Ohne neue Uploads blieben natürlich auch die Downloads aus und das Ende von Rapidshare war besiegelt.

Die juristischen Konsequenzen aus den Urheberrechtsverstößen der eigenen Nutzer sind für die Betreiber des One-Click-Hosters aber selbst bis heute noch nicht endgültig geklärt. Aufgrund der Komplexität des Falls kann es bis noch bis 2025 dauern, bis das Strafgericht Zug (Schweiz) ein Urteil spricht.

Kim Dotcom - Gefangen im Netz

Megaupload verzeichnet Rekordzugriffe

Ein weiterer bekannter Sharehoster wurde von Kim Schmitz, besser bekannt unter dem Namen Kim Dotcom, betrieben. Mit Megaupload verdiente auch der Kieler am System der One-Click-Hoster und vertrieb ebenfalls kostenpflichtige Premium-Accounts. Eine Belohnung für Uploader durfte auch bei Megaupload nicht fehlen. Nach eigenen Angaben machte der Sharehoster bei rund 50 Millionen Besuchern pro Tag einen Umsatz von 100 Millionen Euro pro Jahr.

2012 fand der Dienst ein jähes Ende und wurde vom FBI stillgelegt. Auch hier hält die juristische Auseinandersetzung an. Der Fall liegt aktuell beim Supreme Court Neuseelands und das Berufungsverfahren läuft noch.

Da Megaupload in seiner Ursprungsform so nicht mehr existiert, gründete Schmitz den Cloud-Hoster Mega, der sich seit dem 20. Januar 2013 nutzen lässt. Auch hier fanden sich in der Vergangenheit immer wieder urheberrechtlich geschützte Dateien. Jedoch ist dies nicht im Ansatz mit den Hochzeiten von Megaupload zu vergleichen.

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 Der Siegeszug der Bittorrent-ClientsShare-Online gewinnt an Bekanntheit 
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dura 27. Aug 2021 / Themenstart

§ 95a UrhG ist hier eindeutig, das *ist* illegal und kann bis zu einem Jahr Knast geben...

StaTiC2206 24. Aug 2021 / Themenstart

hätte fast als Programmierer dort angefangen und hatte mal die Ehre zwei Tage...

nachgefragt 23. Aug 2021 / Themenstart

Naja wenn die Eltern das wirklich gezahlt haben, haben sie hinterher hoffentlich den...

Polarstern 21. Aug 2021 / Themenstart

Danke für diese Bestätigung meiner Vermutung.

MetalPfaelzer 21. Aug 2021 / Themenstart

Ich weiß bis heute nicht, was diesen neoliberalen Richter in den USA damals trieb. War es...

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