Fileserver: Gefährliche Sicherheitslücke in Samba entdeckt
In der freien Software-Suite für den Zugriff auf Microsofts Windows Datei- und Druckdienste ist ein schwerwiegender Fehler(öffnet im neuen Fenster) entdeckt worden, über den Angreifer auch aus der Ferne Code als Root ausführen können. Betroffen sind alle Versionen von 3.5.0 bis einschließlich 4.2.0rc4. Es gibt bereits Patches und Updates.
Die Schwachstelle (CVE-2015-0240(öffnet im neuen Fenster)) lässt sich über speziell präparierte Netlogon-Pakete ausnutzen. Eine Authentifizierung seitens des Angreifers ist nicht nötig. In Versionen 4.0 oder höher lässt sich die Schwachstelle vorübergehend mit der Option rpc_server:netlogon=disabled schließen, die in der globalen Konfigurationsdatei smb.conf hinzugefügt werden muss. Die Versionsnummer des installierten Samba-Pakets lässt sich mit den Befehlen smbstatus oder smbclient -V ermitteln.
NAS-Systeme sollten vom Internet getrennt werden
Der Entdecker der Lücke, Richard van Eeden, ist IT-Sicherheitsexperte bei Microsoft. Er hat die Patches bereitgestellt. Ein Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) bei Red Hat beschreibt die Lücke im Detail.
Inzwischen wurden die Updates 4.2.0rc5, 4.1.17, 4.0.25 und 3.6.25 veröffentlicht, die die Schwachstelle beheben. Diese Updates sind bereits in den Softwarequellen vieler Linux-Distributionen gelandet, etwa bei Opensuse, Fedora oder Ubuntu. Patches stehen auf der Samba-Webseite zum Download bereit(öffnet im neuen Fenster). Benutzer von NAS-Systemen sollten prüfen, ob ihre Geräte betroffen sind. Da hier meist Updates später bereitgestellt werden, sollten sie sicherstellen, dass die Geräte nicht über das Internet erreichbar sind. Zumindest sollte der Port 445 gesperrt werden, über den der Samba-Daemon erreichbar ist.
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