Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Fifa 21: Hacker kopieren und verkaufen Quellcode von Electronic Arts

Der Spielehersteller Electronic Arts (EA) wurde gehackt und der Quellcode von Spielen wie Fifa 21 gestohlen und zum Verkauf angeboten.
/ Moritz Tremmel
23 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Auch von Fifa 21 wurde der Quellcode kopiert. (Bild: Electronic Arts)
Auch von Fifa 21 wurde der Quellcode kopiert. Bild: Electronic Arts

Der Computerspielehersteller Electronic Arts (EA) ist einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Dabei wurde der Quellcode mehrerer Computerspielen sowie zugehöriger interner Tools kopiert. EA bestätigte den Angriff gegenüber dem Onlinemagazin Motherboard.

In einem Hackerforum brüsteten sich die Eindringlinge mit dem Angriff. Dort schreiben die Angreifer, dass sie den Quellcode von Fifa 21 sowie den Code für den Matchmaking-Server gestohlen hätten. Hinzu komme die Frostbite-Engine, die etliche EA-Spiele einschließlich Battlefield antreibt. Die Angreifer konnten auch auf proprietäre EA-Frameworks und Software Development Kits (SDK) zugreifen.

Insgesamt wollen die Angreifer 780 GByte an Daten gestohlen haben. Diese bieten sie nun in verschiedenen Hackerforen zum Kauf an. Dort teilten sie auch eine kleine Auswahl an Screenshots, die den Zugriff beweisen sollen.

EA bestätigt Datenleck

Auf Nachfrage von Motherboard bestätigte EA das Datenleck sowie den Diebstahl des von den Eindringlingen aufgelisteten Codes. "Wir untersuchen einen Vorfall, bei dem Dritte in unser Netzwerk eingedrungen sind und eine begrenzte Menge an Spiel-Quellcode und zugehörigen Tools gestohlen haben," sagte ein EA-Sprecher in einer Stellungnahme zu Motherboard(öffnet im neuen Fenster) .

"Es wurde nicht auf Spielerdaten zugegriffen und wir haben keinen Grund zu der Annahme, dass es ein Risiko für die Privatsphäre der Spieler gibt. Nach diesem Vorfall haben wir bereits Sicherheitsverbesserungen vorgenommen und erwarten keine Auswirkungen auf unsere Spiele oder unser Geschäft. Wir arbeiten aktiv mit Strafverfolgungsbehörden und anderen Experten im Rahmen der laufenden strafrechtlichen Ermittlungen zusammen," erklärte der EA-Sprecher.


Relevante Themen