Fiducia: DDoS-Angriff legte Onlinebanking bei Volksbanken lahm

Fast einen Tag lang ist der IT-Dienstleister der Volksbanken immer wieder angegriffen worden. Das führte zu Ausfällen beim Onlinebanking.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Wenn das Onlinebanking nicht mehr geht, sind Alternativen dazu inzwischen selten.
Wenn das Onlinebanking nicht mehr geht, sind Alternativen dazu inzwischen selten. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Ein gezielter Angriff auf den IT-Dienstleister der Volks- und Raiffeisenbanken, die Fiducia & GAD, hat das Onlinebanking zahlreicher Geldhäuser zeitweise lahmgelegt. Nach Angaben des Unternehmens gab es am Donnerstag eine erste sogenannte Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDos), um die Server des Anbieters mit möglichst vielen Anfragen zu überfordern.

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Nach der ersten Attacke auf das Rechenzentrum des IT-Dienstleisters in Karlsruhe erfolgte nach Angaben von Fiducia & GAD eine zweite auf das Rechenzentrum in Münster. Bei den jeweils dort angeschlossenen Instituten seien die Bank-Webseiten oder das Onlinebanking nicht oder nur sporadisch erreichbar gewesen. Kunden hätten aber weiterhin Geld am Automaten abheben können.

Bis in die Nacht und die frühen Morgenstunden des Freitags hinein habe es weitere größere Attacken gegeben, die aber erfolgreich abgewehrt worden seien, erklärte der IT-Dienstleister. "Der Krisenstab der Fiducia & GAD beobachtet die Systeme weiter engmaschig, um schnell auf etwaige erneute Attacken reagieren zu können."

Betroffen waren neben Volksbanken den Angaben zufolge Institute, die sich auf den genossenschaftlichen IT-Dienstleister stützen, zum Beispiel einige Sparda-Banken und private Geldhäuser. Wie viele Banken und Kunden insgesamt betroffen waren, war zunächst unklar.

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In einer Auswertung zur Anzahl und Größe von DDoS-Angriffen durch das Team von Googles Cloud Platform kam der Anbieter im vergangenen Jahr zu dem Schluss, dass diese Art der Angriffe exponentiell wachse. Auch das Bundeskriminalamt verzeichnet immer mehr Straftaten, die dem Bereich Cybercrime zugeordnet werden. Darunter fallen auch DDoS-Angriffe.

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Das Wachstum dieser Angriffsart stellt viele Infrastrukturbetreiber vor Herausforderungen, was etwa die zahlreichen Ausfälle der verschiedenen Lernplattformen während der Coronapandemie gezeigt haben. Die Technik dazu ist oft so einfach, dass selbst 14-Jährige diese einsetzen können.

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