• IT-Karriere:
  • Services:

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.

Ein Test von veröffentlicht am
Vier Security-Keys im Golem.de-Test
Vier Security-Keys im Golem.de-Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Phishing und Datenlecks über gehackte oder schlecht administrierte Webserver sind ein Alltagsphänomen geworden. Immer wieder wird geraten, neben Benutzernamen mit Passwort einen zweiten Faktor einzusetzen, beispielsweise einen Code, der aus einer SMS abgetippt werden muss. Mit dem neuen Fido2-Standard soll der Login-Vorgang nicht nur viel sicherer, sondern auch einfacher werden. Passwörter könnten mit ihm sogar obsolet werden.

Als besonders sicher gelten sogenannte Security Keys oder Fido-Sticks, die wie gewöhnliche USB-Sticks mit einer Taste aussehen. Mit einem Tastendruck soll ein zweiter Faktor ausgehandelt werden können oder ein passwortloser Login möglich sein. Wir haben vier Security-Keys von Yubico, Google, Nitrokey und Solokeys getestet. Passwortloses Anmelden funktioniert nicht mit allen, auch bei den Anschlüssen und dem Open-Source-Gedanken gibt es deutliche Unterschiede.

Von Newcomern und alten Hasen

Alle vier getesteten Fido-Sticks sind 2018 auf den Markt gekommen. Auf den ersten Blick unterscheiden sie sich nur geringfügig und ähneln klassischen USB-Sticks. Die Firmen Yubico und Nitrokey sind schon lange im Geschäft der Security Keys. Beide bieten sie mit unterschiedlichen Funktionen an. Mit dem Yubico Security Key und Nitrokey Fido U2F testen wir die beiden Sticks, die für Zwei-Faktor-Authentifizierung beziehungsweise passwortlose Anmeldung (Yubico) gedacht sind. Ganz neu sind die Solokeys, die über eine Kickstarter-Kampagne von knapp 3.000 Unterstützern ermöglicht wurden. Das Ziel von 5.000 US-Dollar wurde mit 123.614 US-Dollar deutlich überschritten. Die ersten Solos wurden im Dezember ausgeliefert - auch wir haben zwei Testexemplare.

Seit Anfang 2017 verlangt Google von seinen über 85.000 Mitarbeitern, einen Security Key zu verwenden. Seitdem ist laut Google kein Konto eines Mitarbeiters übernommen worden. Mittlerweile vertreibt Google seinen eignen Security Key namens Titan, der allerdings bisher nur in den USA verfügbar ist. Wir konnten Googles Security Key erstehen und haben ihn getestet.

Fido-Sticks in allen Variationen

Stellenmarkt
  1. Delta Energy Systems (Germany) GmbH, Soest
  2. Vodafone GmbH, Unterföhring

Alle Sticks im Test wirken hochwertig. Nur der Nitrokey verwendet einen echten USB-Anschluss, der zudem mit einer Verschlusskappe geschützt wird. Die anderen Sticks verwenden eine flachere Variante: Google und Yubico setzen auf eine sehr flache Bauweise, die dennoch stabil wirkt. Über die Platine der Solokeys wird eine Silikonhülle gestülpt, die die Sticks schützt. Die Platine ist relativ dick und macht einen stabilen Eindruck; ohne den Schutz durch die Silikonhülle würden wir sie jedoch nicht verwenden.

Umfangreiches Zubehör enthält das Paket des Titan-Sticks aus dem Hause Google. Neben dem USB-Stick enthält es einen weiteren Bluetooth-Stick, der beispielsweise mit Android-Smartphones verwendet werden kann. Zudem liegt ein Micro-USB-Ladekabel bei, mit dem der Bluetooth-Stick aufgeladen werden kann. Über ein kleines rotes Lämpchen signalisiert er, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Als weiteres Gimick liegt ein Adapterkabel bei, mit dem der USB-Stick auch an USB-C-Anschlüssen verwendet werden kann. Außer über Bluetooth kann der Titan auch über NFC funken.

Den Solo gibt es mit einem USB-A- oder einem USB-C-Stecker. Beide Sticks sind auch als Entwicklerversion namens Solo Hacker erhältlich. Die Silikonhülle, die die Platine umgibt, kann in verschiedenen Farben erstanden und ausgetauscht werden. Kommen mehrere Sticks zum Einsatz, können sie an der Farbe unterschieden werden. Noch im März soll eine Funkvariante mit NFC namens Solo Tap folgen.

Yubicos Security Key wird nur mit dem klassischen USB-Anschluss angeboten, zudem gibt es eine baugleich NFC-Variante. Yubico bietet zudem Security Keys mit größerem Funktionsumfang sowie weiteren Anschlüssen an, die wir allerdings nicht getestet haben. Den Nitrokey Fido U2F gibt es nur mit klassischem USB-Anschluss. Auch Nitrokey bietet weiter Security Keys mit unterschiedlichem Funktionsumfang an, allerdings unterstützen diese nicht den Fido-Standard und können daher nicht für die Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden verwendet werden. Die Fido-Sticks im Test können jedoch zur Zwei-Faktor-Authentifizierung verwendet werden.

Alle Sticks im Test versprechen eine One-Click-Zwei-Faktor-Authentifizierung, die einfach und komfortabel sein soll. Wir testen, ob die Sticks halten, was sie versprechen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Zweiter Faktor auf Knopfdruck 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 7,99€
  2. 31,49€
  3. 39,99€ (Release: 25. Juni)

Truster 18. Mär 2019

du musst ja nicht den Google Authenticator nehmen. Es gibt genug freie Varianten. Ich...

nille02 17. Mär 2019

Aber diese Firmen wollen das nun mal auch nicht. Dann wollen die idr. auch nicht das man...

OlafLostViking 15. Mär 2019

Sofern dies auf Serverseite (beispielsweise durch einen nachgeschalteten SASL-Server...

Truster 15. Mär 2019

aus diesem Grund habe ich alle PNGs in einer Keepass Datenbank gesichert.


Folgen Sie uns
       


Golem.de baut die ISS aus Lego zusammen

Mit 864 Einzelteilen und rund 90 Minuten Bauzeit ist die Lego-ISS bei Weitem nicht so komplex wie ihr Vorbild.

Golem.de baut die ISS aus Lego zusammen Video aufrufen
Corona: Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen
Corona
Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen

Politiker wie Axel Voss fordern "Anreize" für die Nutzung der Corona-App. Doch das schafft nicht das notwendige Vertrauen in die staatliche Technik.
Ein Gastbeitrag von Stefan Brink und Clarissa Henning

  1. Schnittstelle installiert Android-Handys sind bereit für die Corona-Apps
  2. Corona-App Google und Apple stellen Bluetooth-API bereit
  3. Coronapandemie Quarantäne-App soll Gesundheitsämter entlasten

Maneater im Test: Bissiger Blödsinn
Maneater im Test
Bissiger Blödsinn

Wer schon immer als Bullenhai auf Menschenjagd gehen wollte - hier entlang schwimmen bitte. Maneater legt aber auch die Flosse in die Wunde.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mount and Blade 2 angespielt Der König ist tot, lang lebe der Bannerlord
  2. Arkade Blaster 3D-Shooter mit der Plastikkanone spielen
  3. Wolcen im Test Düster, lootig, wuchtig!

Big Blue Button: Wie CCC-Urgesteine gegen Teams und Zoom kämpfen
Big Blue Button
Wie CCC-Urgesteine gegen Teams und Zoom kämpfen

Ein Verein aus dem Umfeld des CCC zeigt in Berlin, wie sich Schulen mit Open Source digitalisieren lassen. Schüler, Eltern und Lehrer sind begeistert.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Mint-Allianz Wir bleiben schlau! Wir bleiben unwissend!
  2. Programmieren lernen Informatik-Apps für Kinder sind oft zu komplex

    •  /