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Massenhaft Kampfhämmer senken die Preise

Falls sich dann ein Spieler darauf spezialisiert, im Rahmen des Handwerkssystems Kampfhämmer herzustellen und sie massenhaft auf den virtuellen Markt mit "Slayer" zu bringen, fallen natürlich auch die Preise. Solche Mechanismen gibt es längst in Spielen, am wahrscheinlich besten funktioniert ein halbwegs freier Markt derzeit in Eve Online. Übrigens könnten die Designer damit auch den Beruf des Geldverleihers rechtssicher in ihre Werke einbauen.

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Der Grund dafür, dass Eve-Betreiber wohl nicht selbst eine Bank an sein MMOG angeschlossen hat, ist offiziell nicht bekannt. Sehr wahrscheinlich dürfte es aber daran liegen, dass für derlei Geschäfte eine sogenannte Vollbank-Lizenz nötig ist - der eine der beiden Anbieter von Fidelispay, die Fidor-Bank, hat so eine Lizenz natürlich. Sie ist aus einer ganzen Reihe von Gründen nötig. Unter anderem, weil die für die Bankenaufsicht zuständigen Behörden so einerseits Geldschöpfung, andererseits Geldwäsche unterbinden wollen.

Sonst könnte es passieren, dass etwa ein Drogendealer in den USA für Tausende von Dollar "Slayer"-Kampfhämmer kauft und sie unbemerkt seinen Kontakten in Europa schenkt, die sie dann wieder verkaufen. Erst Mitte 2011 wurden zahlreiche Anbieter von Onlinepoker wegen illegalen Glücksspiels, aber eben auch wegen Geldwäsche auf Druck von US-Behörden geschlossen. Bei Fidelispay soll derlei nicht passieren können. Im Gegenteil: Die Ingame-Konten der Spieler gelten quasi als ganz normales Bankkonto, dessen Einlagen staatlich geschützt sind - etwa für den Fall, dass der Betreiber des Onlinespiels oder ein anderes der beteiligten Unternehmen in die Pleite geht.

Gold Farmer bekommen Probleme

Für die Entwickler und Betreiber von Onlinespielen dürfte es gut sein, dass sie den Spielern so mehr Sicherheit bieten könnten. Es hat aber noch ein paar weitere Vorteile für sie: Die Betreiber bekommen bei jeder Transaktion einen bestimmten Anteil. Und weil Transaktionsdienstleister wie Paypal oder die Kreditkartenanbieter an den Verfahren teilhaben - schließlich fließt das Geld über ganz normale Überweisungen - sind sogar die Nebenkosten niedriger, was beispielsweise den Designern erlaubt, auch sehr günstige Items anzubieten, die sich derzeit wegen der hohen Nebenkosten nicht lohnen.

Ganz nebenbei lässt sich mit dem System auch ein Großteil von illegalen Praktiken wie Gold Farming und der unerwünschte Handel mit Charakteren unterbinden. Gold Farming lohnt sich nicht, wenn zu viel Angebot die Preise drückt - außerdem nehmen die Systeme von Fidelispay ständig eine Art Dauerinventur vor und merken es, wenn die Geldmenge zu groß wird. Der Handel mit Charakteren ist dann schlicht ein ganz normaler und legaler Verkauf von Eigentum. Der Spieler bekommt Geld für seinen virtuellen Superhelden, der Betreiber einen kleinen Anteil am Verkauf.

Weitere Vorteile für die Anbieter von MMO: Weil Fidelispay als White-Label-Lösung konzipiert ist, können sie sogar Bankkonten, Zahlkarten und andere Extras mit dem Logo ihres Spiels anbieten und so Marketing für ihre Werke machen. Noch klingt es nach Zukunftsmusik, aber schon demnächst könnte es sein, dass der ein oder andere Spieler seine Miete fast direkt von der Gildenbank aus überweist. Dazu kommen Apps für Smartphones und Tablets, mit denen sich die Kontenstände und sonstigen Besitztümer von überall aus betrachten lassen können.

Für die Entwickler und Betreiber von Onlinespielen könnte Echtgeld in ihren virtuellen Welten durchaus eine Chance sein, neue Designkonzepte und Geschäftsmodelle gleichzeitig auszuprobieren. Zwar wird nicht jeder Spieler begeistert sein, sich auch noch in seiner Freizeit mit dem lieben Geld herumzuärgern - und ein paar Unwägbarkeiten gibt es natürlich. Es fehlt noch die Erfahrung auf breiter Front, wie etwa eine Ingame-Wirtschaft mit tatsächlich echtem Geld funktioniert und ob die Spieler es überhaupt akzeptieren. Es könnte aber auch sein, dass sich innerhalb kurzer Zeit Onlinegame-Berufe entwickeln, die virtuelle Gegenstände oder kostenpflichtige Mods bauen - auch das ist möglich, und auch aus Sicht der meisten Spieler wohl durchaus begrüßenswert. Ein weiterer Vorteil: Selbst mit dem Kampfhammer "Slayer" ist es nicht möglich, in der virtuellen Welt einen Banküberfall zu begehen - außer, die Designer haben diese Möglichkeit ausdrücklich vorgesehen...

 Fidelispay: Die Echtgeld-Revolution für MMOG-Entwickler
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HeinzT 06. Aug 2012

Was ist denn das für eine Diskussion? Arbeitsplätze schaffen in virtuellen Welten? Das...

vlad_tepesch 06. Aug 2012

wenn ich ingame ein Monster erschlage und Gold erbeute kann ich es dann umtauschen? Wie...

kerub 04. Aug 2012

Wird aber trotzdem getan. Einfach mal bei eBay suchen, es gibt massenhaft Anbieter...

tangonuevo 03. Aug 2012

Sicherlich und ich habe auch fest erwartet, daß du mit irgendwelchen Verbesserungen...

DerKleineHorst 03. Aug 2012

Die Mechanismen wie und warum der Spieler Geld verdient muss trotzdem noch der Hersteller...


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