Fiberweek: Kunden zahlen für Glasfaser auch etwas mehr

Die Nachfrage nach echter Glasfaser zieht spürbar an, und das nicht erst seit Corona, so das Fazit des ersten Panels der virtuellen Messe Fiberweek.

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Norbert Westfal, BREKO-Präsident und Sprecher der Geschäftsführung der EWE TEL, auf der virtuellen Messe
Norbert Westfal, BREKO-Präsident und Sprecher der Geschäftsführung der EWE TEL, auf der virtuellen Messe (Bild: Fiberweek20/Screenshot: Golem.de)

Das Interesse an Glasfaseranschlüssen ist deutlich gestiegen. Das sagte Norbert Westfal, Präsident des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko), am 12. Oktober 2020 auf der virtuellen Messe Fiberweek. Der Trend sei besonders bei Geschäftskunden stark, die sichere Infrastrukturen und niedrigen Latenzzeiten wollten, und zwar nicht erst seit Corona. "Kunden sind bereit, für Glasfaser auch ein paar Euro mehr zu zahlen", erklärte Westfal. Nach der Durststrecke durch die Vectoring-Diskussion zeichne sich hier eine Trendwende für FTTH ab, betonte Westfal, der auch Sprecher der Geschäftsführung bei dem Netzbetreiber Ewe Tel ist. "Die Take-Up-Rate geht nach oben. Über 40 Prozent entscheiden sich für die Glasfaser, wenn sie verlegt ist", sagte auch Breko-Geschäftsführer Stephan Albers.

Regulierung ist laut Westfal bei Glasfaser nur dann nötig, wenn der Anbieter nicht auch Open Access anbietet. "Wir brauchen hier faire und diskriminierungsfreie Deals", betonte er.

Gasline-Geschäftsführer Wolfram Rinner erklärte, dass auch in Coronazeiten Glasfaser im Boden schnell geschaltet habe werden können: "Wir konnten an unseren Ausbauplänen festhalten und die Kapazitäten auch liefern. Weil wir 144-faserigre Kabel verlegen, konnten wir die gestiegene Nachfrage auch befriedigen."

Gasline setzt auf Kooperationen mit Stadtwerken

Kooperationen, besonders mit Stadtwerken, seien für den deutschlandweiten Backbone-Netzbetreiber Gasline sehr wichtig. "Stadtwerke haben ihren Footprint in den Städten. Wir wollen den Verkehr dort abholen, nicht da reingehen. Also den Datenverkehr aufnehmen und zum Internetknoten führen", erklärte Rinner. Open Access sei hier ganz wichtig: sich gegenseitig öffnen, einen marktgerechten Preis verhandeln und "unsinnigen Überbau" vermeiden. Dies sei mit den Stadtwerken Ulm sehr gut gelaufen. Gasline gehe hier auf das bestehende Netz und überbaue nicht. Dafür sei es wichtig, in der Planungsphase proaktiv auf die Stadtwerke zugehen und herauszufinden, wo die Netze liegen.

Die Gasline Telekommunikationsgesellschaft wurde 1996 gegründet und gehört deutschen Gasversorgungsunternehmen im Fern- und Regionalbereich. Über 80 Prozent der unbeleuchteten Netzkapazitäten sind im Schutz der Gasleitungstrassen verlegt, die in über 100 Städten an Telehäusern und PoPs (Points of Presence) angeschlossen sind.

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