• IT-Karriere:
  • Services:

Fiberweek: Gemeinden kennen Anzahl der Gebäude für Glasfaser oft nicht

Der Breitbandausbau trifft in den Gemeinden auf ein unerwartetes Problem: Die Katasterämter kennen die Zahl der Gebäude nicht, die Glasfaser erhalten könnten.

Artikel veröffentlicht am ,
Tim Brauckmüller von Atene Kom am 15. Oktober 2020 auf der Fiberweek des Breko
Tim Brauckmüller von Atene Kom am 15. Oktober 2020 auf der Fiberweek des Breko (Bild: Fiberweek20/Screenshot: Golem.de)

Die Gemeinden kennen die Zahl ihrer Haushalte oft gar nicht genau, was den Breitbandausbau erschwert. Das sagte Tim Brauckmüller, Chef der Bewilligungsbehörde für die Fördermittel, Atene Kom, am 15. Oktober 2020 auf der virtuellen Messe Fiberweek des Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation). Die Vermessungs- und Katasterämter der Gemeinden hätten "für den Breitbandausbau nicht selten gar nicht so eindeutige Planungsgrundlagen", erklärte er.

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Neckarsulm
  2. Stadt Ingolstadt, Ingolstadt

"Bei anderen Katasterverwaltern vor dem Jahr 1990 zeigen sich enorme Abweichungen bei der Zahl der Gebäude von 20 bis 50 Prozent. Wenn wir den ersten Zugangsbescheid ausstellen, nachdem gebaut werden kann, zeigen sich die Abweichungen", sagte Brauckmüller, der wie immer bemüht war, den Ausbau positiv darzustellen, ohne Schwächen zu verschweigen.

"Bei den Gigabit-Bandbreiten sind wir im Jahr 2019 bei 43,2 Prozent der Haushalte, das ist ein deutlicher Anstieg. Die neuen Breitbandatlaszahlen werden in wenigen Wochen erscheinen." Brauckmüller rechnete dabei das TV-Kabelnetz mit ein, das im Upload keine so hohe Datenrate erreicht wie Fiber To The Home (FTTH). Zudem teilen sich alle Nutzer in einem Node die Datenrate. "Der reine Glasfaserausbau schlägt sich noch nicht deutlich in den Zahlen nieder. Es sind sehr viele Projekte im Bau. Den meisten Vorschub bringen die TV-Kabelnetze." Auch durch Vectoring hätten sich die Angaben unter 1 GBit/s deutlich verbessert, sagte Brauckmüller.

Baden-Württemberg bei Gigabit ganz hinten

In den Flächenländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg müssten auch bei Datenraten um 50 MBit/s noch relativ hohe Prozentraten von Haushalten angeschlossen werden. Dazu gehörten Gewerbe und Schulen.

Bei den Gigabitdatenraten sei überraschend, dass das wirtschaftsstarke Bundesland Baden-Württemberg ganz hinten stehe. Dort würden die "laufenden Projekte bald einen Sprung nach vorn bringen". In Baden-Württemberg ist die Deutsche Telekom im Raum Stuttgart mit dem FTTH-Ausbau aktiv.

Derzeit sei für den Breitbandausbau Bundesförderung in Höhe von 7,3 Milliarden Euro bewilligt. "Zusammen mit der Förderung der Länder und Kommunen kommen wir im Moment auf 14,7 Milliarden Euro", sagte Brauckmüller. 108.000 km reiner Trassenneubau werde als Tiefbauleistung erwartet. Das müsse aufgegraben und wieder geschlossen werden. "Da stehen auch die Unternehmen vor großen Herausforderungen." Keine Angaben machte Atene Kom auf Nachfrage von Golem.de zu tatsächlich ausgezahlten Fördergeldern, wozu derzeit in den Medien widersprüchliche Angaben auftauchen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Acer Predator XB273UGS für 486,43€, Sennheiser GSP 350 für 78€ und Logitech G935 für...
  2. 86,20€ (Preis wird an der Kasse angezeigt)
  3. 110,93€ (Preis wird an der Kasse angezeigt)
  4. 89,66€ (Preis wird an der Kasse angezeigt)

ZerP 18. Okt 2020 / Themenstart

Ich kann den Unmut der Naturfreunde aber schon verstehen. Das Problem dabei wären ja die...

solary 16. Okt 2020 / Themenstart

Wozu? Damit die Gebühren bezahlen kannst? Bei größeren Bauten ist es schon sinnvoll...

lincoln33T 16. Okt 2020 / Themenstart

Wie auch immer. Es ging eher darum dass der Amtsschimel vor lauter Bäumen den Wald nicht...

migrosch 16. Okt 2020 / Themenstart

ich habe gerade meinen Monitor vom Tisch gekickt, da ich dachte, dass dieser defekt...

nae (Golem.de) 16. Okt 2020 / Themenstart

Vielen Dank für den Hinweis, wie haben den Tippfehler korrigiert.

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Xbox Series X - Hands on

Golem.de konnte die Xbox Series X bereits ausprobieren und stellt die Konsole vor. Außerdem zeigen wir, wie Quick Resume funktioniert - und die Ladezeiten.

Xbox Series X - Hands on Video aufrufen
5G: Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung
5G
Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung

Nokia und Ericsson betreiben viel Forschung und Entwicklung zu 5G in China. Ein enger Partner Ericssons liefert an das chinesische Militär.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Quartalsbericht Ericsson mit Topergebnis durch 5G in China
  2. Cradlepoint Ericsson gibt 1,1 Milliarden Dollar für Routerhersteller aus
  3. Neben Huawei Telekom wählt Ericsson als zweiten 5G-Ausrüster

Vivo X51 im Test: Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera
Vivo X51 im Test
Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera

Das Vivo X51 hat eine gute Kamera mit starker Bildstabilisierung und eine vorbildlich zurückhaltende Android-Oberfläche. Der Startpreis in Deutschland könnte aber eine Herausforderung für den Hersteller sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Software-Entwicklung Google veröffentlicht Android Studio 4.1
  2. Jetpack Compose Android bekommt neues UI-Framework
  3. Google Android bekommt lokale Sharing-Funktion

Pinephone im Test: Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler
Pinephone im Test
Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler

Mit dem Pinephone gibt es endlich wieder ein richtiges Linux-Telefon, samt freier Treiber und ohne Android. Das Projekt scheitert aber leider noch an der Realität.
Ein Test von Sebastian Grüner

  1. Linux Mehr Multi-Touch-Support in Elementary OS 6
  2. Kernel Die Neuerungen im kommenden Linux 5.9
  3. VA-API Firefox bringt Linux-Hardwarebeschleunigung auch für X11

    •  /