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Fiberpass: Telefónica verkauft Anteile und startet Massenentlassungen

Telefónica trennt sich von 40 Prozent der Anteile an Fiberpass. Zugleich beginnen erneute Entlassungen.
/ Achim Sawall
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Vermummte Arbeiter protestierten im  Dezember 2012 in Barcelona gegen Stellenabbau bei Telefónica. (Bild: Reuters/Albert Gea)
Vermummte Arbeiter protestierten im Dezember 2012 in Barcelona gegen Stellenabbau bei Telefónica. Bild: Reuters/Albert Gea

Die Telefónica Group und Vodafone Spanien werden einen Anteil an ihrer Glasfasersparte Fiberpass an die Vermögensverwaltung Axa IM Alts des Versicherungskonzerns Axa verkaufen. Das gab die Telefónica Group am 25. November 2025 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Zudem informierte Telefónica die spanischen Gewerkschaften über einen anstehenden Stellenabbau, der mehr als 5.000 Beschäftigte trifft.

Axa IM Alts erwirbt 40 Prozent der Anteile an Fiberpass, dem Anfang des Jahres gegründeten Joint Venture. Angaben zum finanziellen Volumen der Übernahme wurden nicht gemacht.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Regulierungsbehörde. Nach Abschluss wird Telefónica 55 Prozent an Fiberpass halten, Vodafone Spain nur noch 5 Prozent. Fiberpass versorgt laut Telefónica derzeit 3,7 Millionen Haushalte in Spanien mit FTTH und bietet Glasfaserzugänge für 1,4 Millionen Kunden von Vodafone und Telefónica an.

Telefónica: Wo die Arbeitsplätze wegfallen sollen

"Wir freuen uns sehr, Fiberpass heute in unser digitales Portfolio in Spanien aufzunehmen, zu dem bereits Lyntia Networks gehört" , sagte Mark Gilligan, Leiter Infrastruktur bei Axa IM Alts. Lyntia Networks ist ein bedeutender Glasfasernetzbetreiber ohne eigene Vermarktung in Spanien.

Am 25. November 2025 gaben die spanischen Gewerkschaften Comisiones Obreras (CCOO) und Unión General de Trabajadores (UGT)(öffnet im neuen Fenster) bekannt, dass sie Verhandlungen mit Telefónica über einen neuen Stellenabbau aufgenommen haben, der 5.040 Beschäftigte betrifft. Das sind weniger als die im vergangenen Monat kolportierten 6.000 Stellenstreichungen, aber dennoch Massenentlassungen. Es gehe laut Medienberichten bei den Verhandlungen lediglich um Abfindungen und Vorruhestandsregelungen.

Der Abbau soll die spanischen Tochtergesellschaften Telefónica de España, Telefónica Móviles und Telefónica Soluciones betreffen. Laut Gewerkschaft wird der Großteil der insgesamt 3.649 Stellen bei Telefónica de España abgebaut, während 1.124 Stellen im Mobilfunkbereich und 267 bei Telefónica Soluciones wegfallen sollen.

Erst im Januar 2024 hatte Telefónica sich mit Gewerkschaften auf die Entlassung von bis zu 3.421 Beschäftigten geeinigt.


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