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Fiberhost und Inea: Deutsche Telekom kauft für 1 Milliarde Euro Glasfasernetz

Die Telekom baut seit längerer Zeit wieder ihr Geschäft in Europa aus. T-Mobile Polska kommt damit an ein eigenes Festnetz.
/ Achim Sawall
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Hauptsitz der Telekom in Bonn am 1. April 2026 (Bild: REUTERS/Jana Rodenbusch)
Hauptsitz der Telekom in Bonn am 1. April 2026 Bild: REUTERS/Jana Rodenbusch

Deutsche Telekom kauft in Polen den Open-Access-Glasfasernetzbetreiber Fiberhost und den Vermarkter Inea für rund 1 Milliarde Euro von dem Investor Macquarie European Infrastructure. Das gab die Telekom am 17. August 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Der Kauf ermögliche es T-Mobile Polska, sein 5G-Netz und Festnetz in Polen zu erweitern.

T-Mobile Polska bislang ohne eigenes Festnetz

Die Telekom vereinbarte, 100 Prozent der Anteile an Fiberhost sowie an Inea zu übernehmen. Das Glasfasernetz von Fiberhost erreicht den Angaben zufolge 1,4 Millionen Haushalte, Inea hat rund 300.000 Kunden. Fiberhost ist einer der führenden unabhängigen Open-Access-Glasfaserinfrastrukturbetreiber in Polen. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Glasfasernetze aufzubauen und für andere Telekommunikationsanbieter bereitzustellen. Das Netz erstreckt sich über 8 der 16 polnischen Woiwodschaften (Regionen) und deckt mehr als 9.700 Städte und Dörfer ab. Der Fokus liegt auf ländlichen und suburbanen Regionen: Rund 60 Prozent der von Fiberhost erschlossenen Gebiete liegen im ländlichen Raum. Neben Haushalten und Gewerbebetrieben sind auch rund 3.000 Schulen an das Netz angeschlossen.

Inea ist virtueller Festnetzanbieter (Virtual Network Operator) und MVNO (Mobile Virtual Network Operator) ohne eigenes Netz.

Auch T-Mobile Polska ist im Festnetz bisher ein reiner Reseller. Sie nutzten Verträge mit Netzbetreibern wie Orange Polska, Nexera oder Fiberhost, um Kunden Glasfasertarife über fremde Leitungen anzubieten.

Die Telekom erklärte: "Fiberhost wird allen bestehenden und potenziellen Internetanbietern in Polen weiterhin einen transparenten und diskriminierungsfreien Zugang zu seiner hochmodernen Glasfaserinfrastruktur bieten." Der Abschluss der Transaktion steht wie üblich unter dem Vorbehalt der üblichen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen in Polen.


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