Fiberdays: "Es wird einen Kampf um 5G-Standorte geben"
Vier 5G-Netzbetreiber müssten jeweils alle 300 Meter eine Antenne aufstellen. "Es wird einen Kampf um Antennenstandorte geben", sagte(öffnet im neuen Fenster) Julian Graf von Hardenberg, Geschäftsführer des Herstellers von Outdoor-Gehäusen Berthold Sichert, am 28. März 2019 auf der Branchenmesse Fiberdays in Wiesbaden. Berthold Sichert sei seit über 100 Jahren im Design von Stadtmöbeln aktiv.
5G-Antennen in Multifunktionsgehäusen seien eine einfache Lösung:"Deckel ab, neuen Deckel drauf, Funkzelle rein", betonte von Hardenberg. Multifunktionsgehäuse aus Polycarbonat schirmen die Funkstrahlung nicht ab. Die Multifunktionsschränke als Kleinzellenstandort erreichen bei 5G eine Abdeckung von rund 300 Metern.
Die Antennenleistung sei reduziert, um den Auflagen der Bundesnetzagentur zu entsprechen. Zudem gebe es keine optische Veränderung: "Sie sehen keine Antennen". Die 5G-Antenne im grauen Kasten sei von Berthold Sichert mit verschiedenen Hochschulen getestet worden.
5G-Standort braucht ein Glasfasernetz als Backbone
Die Genehmigungsverfahren bei der Bundesnetzagentur dauerten nur einige Monate, nicht zwei Jahre, wie die Deutsche Telekom heute erklärt hatte, sagte von Hardenberg. "Diese Standorte muss ich nur umrüsten, nicht neu beantragen." Jeder 5G-Standort brauche ein Glasfasernetz als Backbone. Jede Antenne benötige auch eine Art von Stromversorgung. Beides sei im Multifunktionsgehäuse gegeben.
Doch der hier genutzte Frequenzbereich könne "in vielen Fällen nicht in Gebäude eindringen, Stahlbetonbauten oder Gebäude mit metallbeschichteten Fenstern dürften hier keine Ausleuchtung haben", räumte von Hardenberg ein.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.