Fiber To The Curb: EWE baut sein FTTC-Netz mit Adtran aus

EWE-Tel setzt beim Ausbau seiner Vectoring-Zugänge auf MSANs und Services von Adtran. Der US-Konzern ist seit langer Zeit Partner von EWE.

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MSAN von Adtran
MSAN von Adtran (Bild: Adtran)

EWE Tel baut sein Netzwerk mit dem US-Ausrüster Adtran aus. EWE-Sprecher Volker Diebels sagte Golem.de auf Anfrage: "Es geht uns um eine Modernisierung des FTTC-(Fiber-To-The-Curb-)Netzes. Wir setzen dabei auf MSAN (Multi Service Access Node) von Adtran. Der Einsatzbereich ist das Access-Netz."

Der Multi-Service Access Node, also "Zugangsknoten für mehrere Dienste", ist Technik, die in den großen Verteilerschränken der Festnetzbetreiber steckt. Der MSAN verbindet den Glasfaserstrang, der an diesem Schrank ankommt, mit den Kupferleitungen, die zu den einzelnen Kunden führen. Er ist der Knotenpunkt, über den alle Dienste für Internet und Telefonieren laufen. Über einen MSAN können rund 400 Haushalte ans Netz angeschlossen werden.

Adtran hatte in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass EWE Tel den Konzern ausgewählt habe, um einen Roll-out von Netzwerkimplementierungsdiensten zu beginnen, einschließlich Geräteaustausch, Projektmanagement und Datenmigrationsdiensten.

EWE in Partnerschaft mit der Telekom

Andre Wiescholleck, Leiter Technologie und Planung bei EWE Tel, erklärte: "Dies ist das erste Mal, dass EWE Tel Equipment und Projektmanagement auslagert. Adtran hilft uns weiterhin dabei, unsere Netzwerkziele zu erreichen, so dass wir uns besser auf unsere Kunden konzentrieren können." Adtran sei ein langjähriger Partner von EWE.

EWE ist in Niedersachsen, Bremen, Bremerhaven, Brandenburg und Ostwestfalen-Lippe tätig. Der Netzbetreiber hatte im Dezember 2017 angekündigt, gemeinsam mit der Deutschen Telekom das Glasfasernetz auszubauen und über eine Million Privathaushalte direkt anzuschließen. Die Netzbetreiber wollen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen zusammenarbeiten und Glasfaser in den nächsten zehn Jahren vor allem in ländlichen Gebieten ausbauen.

An dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen werden sich beide Partner zu jeweils 50 Prozent beteiligen. Der Start ist für Mitte des Jahres 2018 geplant. Die Kooperation muss durch das Bundeskartellamt genehmigt werden.

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