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Die Linux Foundation pflegt die beiden Spezifikationen LSB und FHS.
Die Linux Foundation pflegt die beiden Spezifikationen LSB und FHS. (Bild: Linux Foundation)

FHS und LSB: Lang erwartete Updates für Linux-Standards erschienen

Die Linux Foundation pflegt die beiden Spezifikationen LSB und FHS.
Die Linux Foundation pflegt die beiden Spezifikationen LSB und FHS. (Bild: Linux Foundation)

Angeregt durch Entwicklungen von Systemd ist der Filesystem Hierarchy Standard nun erstmals seit über 10 Jahren in einer neuen Version erschienen. Zeitgleich steht die Linux Standard Base 5.0 bereit. Letztere kann aber in einigen Teilen auch jetzt schon als veraltet angesehen werden.

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Mit Version 3.0 des Filesystem Hierarchy Standard (FHS) ist die erste Aktualisierung für diese Spezifikation seit über 10 Jahren offiziell erschienen. Die FHS 2.3 ist bereits Anfang 2004 veröffentlicht worden. Dass es überhaupt ein Update der Richtlinie gibt, die die Verzeichnisstruktur für Linux und andere Unix-artige Systeme festlegt, liegt wohl an den weitgehenden Änderungen durch das Systemd-Projekt vor einigen Jahren.

So ist im Frühjahr 2011 eine Version des Init-Dienstes erschienen, die das Verzeichnis /run angelegt hat, in dem veränderliche Laufzeitdaten enthalten sind. Eines der größten Argumente gegen diese Neuerung damals war, dass sie mit dem FHS bricht. Kurz darauf begannen schließlich die Arbeiten an Version 3.0 der Spezifikation.

Dementsprechend listen die offiziellen Release-Notes des FHS die Einführung von /run auch als eine der größten Veränderungen gegenüber der Vorversion. Durch den Einsatz von Systemd ist die Benutzung des Verzeichnisses mittlerweile aber gängige Praxis in den meisten Linux-Distributionen.

Die Autoren des Standards haben darüber hinaus teils sehr veraltete Referenzen entfernt, etwa jene zu XFree86, woraus Ende 2003 der X.org X-Server hervorging. Außerdem sind die Beschreibungen zur Verwendung von eingigen Verzeichnissen wie /opt, /usr/local, and /srv angepasst worden. Offiziell anerkannt ist nun außerdem /sys, das seit der Einführung des virtuellen Dateisystems Sysfs mit dem Linux-Kernel 2.6 vorhanden ist.

Linux Standard Base ohne Qt3

Am selben Tag wie die neue Version des Verzeichnisstandards hat die Linux Foundation auch die Linux Standard Base (LSB) 5.0 veröffentlicht. Darin sind neben Binärschnittstellen einigen weitere Dinge wie Runlevel oder auch der FHS spezifiziert. Dadurch soll eine Möglichkeit geschaffen werden, die verschiedenen Linux-Distributionen komptibel zueinander zu halten, um Software von Dritten überall ausführen zu können.

Neben der Integration des FHS 3.0 ist die größte Veränderung in der aktuellen Version des LSB wohl der Verzicht auf Qt3. Dieses ist bereits in vorhergehenden Versionen als veraltet bezeichnet worden, musste zur Konformität dennoch in den Linux-Distributionen vorhanden sein. Das ist vielfach der einzige Grund dafür, dass die zuletzt 2007 mit Bug-Fixes erschienene Version des Frameworks für grafische Anwendungen überhaupt noch in einigen Paketarchiven lagert.

Als Ersatz ist lediglich Qt4 vorgesehen. Doch auch dieses wird seit Ende 2011 nicht mehr aktiv weiterentwickelt, es werden lediglich Fehler behoben. Der Standard-Support dafür soll aber bereits Ende dieses Jahres auslaufen, eine erweiterte Unterstützung für Untenehmen sei aber geplant. Ähnliches gilt zudem auch für die GTk+-Bibliotheken. Damit kann die LSB 5.0 bereits jetzt als veraltet betrachtet werden.

In der Vergangenheit ist die LSB etwa in einem Rhythmus von drei bis vier Jahren erschienen.


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diabelloki 05. Jun 2015

Lasst doch mal Lennard in ruh. Der hats mit Sheldon schon schwär genug... bada....tzzz... ;-)

AndreasBf 04. Jun 2015

Danke für deine Erklärung - an den Sinn der Verwendung einer RAM disk habe ich gar nicht...



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