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FF Zero 01: Faraday Future stellt Elektrosupersportwagen vor

CES 2016
Flach, variabel und wenig Platz: Faraday Future hat ein Konzeptelektroauto vorgestellt. Der FF Zero 01 ist ein Elektrosupersportwagen, aus dem aber auch ein Pkw werden kann.
/ Werner Pluta
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Elektrorenner FF Zero 01: Flair eines futuristischen Rennwagens (Bild: Faraday Future)
Elektrorenner FF Zero 01: Flair eines futuristischen Rennwagens Bild: Faraday Future

Das hatten viele wohl nicht erwartet: Das erste Konzeptauto des geheimniskrämerischen US-Unternehmens Faraday Future(öffnet im neuen Fenster) ist kein Alltagsauto, sondern ein Supersportwagen mit Allradantrieb. Der in Las Vegas vorgestellte FF Zero 01(öffnet im neuen Fenster) ist aber so konstruiert, dass auf dem Chassis weitere, alltagstauglichere Modelle aufgebaut werden können.

Faraday Future enthüllt den FF Zero 01 Concept (CES 2016)
Faraday Future enthüllt den FF Zero 01 Concept (CES 2016) (09:53)

Mit dem FF Zero 01 will Faraday Future offensichtlich diejenigen ansprechen, die sich sonst einen McLaren 675LT(öffnet im neuen Fenster) , einen Koenigsegg Regera oder einen Rimac Concept One(öffnet im neuen Fenster) kaufen würden. Das Auto wird von vier Elektromotoren angetrieben, die zusammen eine Leistung von rund 1.000 PS haben. Sie beschleunigen den FF Zero 01 in weniger als 3 Sekunden auf knapp 100 km/h (60 Meilen pro Stunde). Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 320 km/h. Das Fahrzeug soll über eine Reihe von Assistenzsystemen verfügen, die auch automatisiertes oder autonomes Fahren ermöglichen. Mehr Daten gibt Faraday Future aber nicht preis.

Der Fahrer ist allein im Auto

Den Fahrspaß kann der Fahrer aber nur allein genießen: Platz für weitere Insassen ist in dem Auto nämlich nicht. Das Interieur ist ganz in Weiß gehalten. Der Fahrer nimmt in einem Schalensitz Platz – er sitzt darin in einem 45-Grad-Winkel. Vor dem Start platziert er sein Smartphone im Lenkrad und verbindet es mit dem Auto – über das Mobilgerät kann er das Auto personalisieren. Außerdem kann er sich auf dem Bildschirm Informationen über das Auto anzeigen lassen – zusätzlich zu denen auf den virtuellen Instrumenten und denen im Head-up-Display.

Die Karosserie besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, um Gewicht zu sparen. Sie ist so beschaffen, dass Luft durch das Fahrzeug geleitet wird. Das hat einen doppelten Effekt: Es sorgt für eine bessere Aerodynamik und kühlt die Akkus, die im Fahrzeugboden untergebracht sind. Eine Glaskuppel über dem Cockpit und drei Finnen am Heck geben dem Fahrzeug das Flair eines futuristischen Rennwagens.

Das Chassis ist variabel

Der FF Zero 01 sei kein Konzeptauto, sondern ein "Auto der Konzepte" , sagte Chefdesigner Richard Kim bei der Vorstellung. Denn das Chassis des Autos sei variabel. Variable Platform Architecture (VPA) nennt Faraday das Konzept. Die Idee ist, auf dieser Plattform weitere Modelle aufzubauen: einen Pkw etwa oder ein SUV. Der FF Zero 01 sei ein "extremer Prüfstand" für das Konzept.

Faraday Future – Variable Platform Architecture (CES)
Faraday Future – Variable Platform Architecture (CES) (02:00)

So kann die Plattform beispielsweise verlängert werden, damit mehr Akkumodule in den Boden passen. Auch für den Antrieb sind mehrere Varianten möglich: In das Chassis können ein, zwei oder drei Motoren integriert werden. Die Front- und Heckpartie jedoch sollen gleich bleiben. Das soll es ermöglichen, sehr unterschiedliche Fahrzeuge in einer vergleichsweise kurzen Zeit zu entwickeln.

Über Faraday Future war bisher wenig bekannt . Das Unternehmen hatte Mitarbeiter von anderen Autoherstellern abgeworben, unter anderem von Tesla Motors. Designer Kim war früher bei BMW und hat dort das Elektroauto i3 und den Hybridsportwagen i8 entwickelt.

Faraday Future will für rund eine Milliarde US-Dollar eine Fabrik in Las Vegas bauen . Dort soll 2018 das erste Serienauto vom Band laufen, das aber nicht unbedingt ein Sportwagen werden muss. Financier des Unternehmens ist der chinesische Milliardär Jia Yueting, der den Streamingdienst Leshi Television gegründet hat.


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