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Pyronale in Berlin: ohne IT kein modernes Feuerwerk
Pyronale in Berlin: ohne IT kein modernes Feuerwerk (Bild: Christian Jakubaszek/Getty Images)

Feuerwerkwettbewerb Pyronale 2016: Erst IT macht prächtige Feuerwerke möglich

Pyronale in Berlin: ohne IT kein modernes Feuerwerk
Pyronale in Berlin: ohne IT kein modernes Feuerwerk (Bild: Christian Jakubaszek/Getty Images)

Die Pyronale gehört zu den weltweit angesehensten Wettbewerben für Pyrotechnik: Sechs internationale Teams messen sich am 9. und 10. September auf dem Berliner Maifeld. Wie spektakuläre Feuerwerke durch IT in höchster Präzision möglich werden, hat Pyronale-Juror Markus Katterle Golem.de erklärt.
Ein Interview von Michael Rassinger

Wenn es an diesem Wochenende auf dem Berliner Maifeld beim Olympiastadion dämmert, ist die Stunde der Pyrotechniker gekommen. Sechs internationale Teams aus Frankreich, Polen, Brasilien, Österreich, Rumänien und Portugal kämpfen um den Sieg bei der Pyronale 2016. Mit Feuer, Licht, Musik und jeder Menge Technik zaubern die Pyro-Experten ein optisch-akustisches Spektakel in den Berliner Himmel, das jedes Jahr Zehntausende Menschen anzieht.

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Ohne IT wäre ein modernes Feuerwerk heute nicht mehr realisierbar. Die Digitalisierung erlaubt inzwischen Effekte und Choreographien, die bis vor einem Jahrzehnt noch undenkbar waren. Wir sprachen mit Markus Katterle, dem pyrotechnischen Direktor der Firma Flash Art und Juror der Pyronale 2016, über die Technik hinter den Kulissen.

Golem.de: Wie hat sich der technische Hintergrund für Pyrotechnik seit der Digitalisierung verändert?

Markus Katterle: Hier ist eine Menge passiert: Ich bin seit 32 Jahren Pyrotechniker und kenne noch die Zeiten, zu denen mit Nagelbrett und Draht elektrisch gezündet, aber fast alles per Hand geschossen wurde. Heute haben wir mehrere Tausend Zündkanäle, die auf die Millisekunde genau und per Funk abgefeuert werden können. Dadurch sind Feuerwerke mit 90 oder mehr Abschusspositionen möglich, wie man sie von der Fußball-WM oder den Olympischen Spielen kennt.

Auf der technischen Seite gibt es für die Zündung per Funk drei Lösungen: 1. Die Abschusspositionen sind über GPS synchronisiert. Damit werden Shows über mehrere Kilometer Ausdehnung möglich. 2. Es werden SMPTE-Timecodes übertragen, die von den Positionen direkt in den Zündcomputer führen. 3. Ein Hauptcomputer steuert die Slaves oder Relaisstationen über Bus-Systeme. Dafür ist eine extrem hohe Datensicherheit nötig, so dass man auf eine PTX-Architektur mit PLC-ähnlichen Strukturen setzt (PLC: Programmable Logic Controller).

IT ermöglicht vielfache Zahl von Zündkanälen

Durch die IT hat sich also die Zahl der Zündkanäle vervielfacht, die exakt angesteuert werden können. Früher arbeitete man mit der sogenannten pyrotechnischen Verzögerung: Die Effekte waren in den Abschussrohren in Racks hintereinander geschaltet, wobei die Verzögerung rein analog erfolgte. Das führte zu einer eingeschränkten Präzision, die höchstens sekundengenau war.

Heute triggern wir jeden Feuerwerkskörper auf 1/25 Sekunde oder sogar millisekundengenau an. Dadurch ergeben sich völlig neue Möglichkeiten: Wir können beispielsweise zwei Kometenreihen ohne Schweif in Gegenrichtung mit einem Abstand von 30 ms zünden und damit grafische Effekte wie ein Kreuz in den Himmel zaubern.

Netzwerke für komplexe Feuerwerke 

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win.ini 15. Sep 2016

Kein vernünftiges Hardcore Festival ohne Feuerwerk. In der härteren Techno Szene ist...

DebugErr 12. Sep 2016

Sprich, dieses wunderbare GIF von Tim & Eric zeigt? Da sind ja schon (Geistes...

Eheran 08. Sep 2016

Statt das zu sehen braucht man dafür einen Computer und muss hoffen, dass alles korrekt...

grslbr 08. Sep 2016

Gerade ist echt Qualitätsoffensive hier, was? Finde es sehr schön dass hier auf hohem...

NerdIT 08. Sep 2016

@Eheran: Schön, dass du dich weglachst :) Den Artikel hast du aber nicht gelesen bzw...



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