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Feuerwehrdrohne: Drohnenbilder sollen Feuerwehreinsätze optimieren

Eine automatisierte Drohne schickt Bilder vom Einsatzort, bevor die Feuerwehr München eintrifft. So soll die Brandbekämpfung beschleunigt werden.
/ Mario Petzold
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Die Lackierung der Feuerwehrdrohne stimmt, aber Blaulicht ist nicht verbaut. (Bild: Stadt München)
Die Lackierung der Feuerwehrdrohne stimmt, aber Blaulicht ist nicht verbaut. Bild: Stadt München

Die Stadt München(öffnet im neuen Fenster) und der Anbieter von Drohnensystemen Skyflow(öffnet im neuen Fenster) haben eine am 3. Dezember 2025 beginnende Zusammenarbeit bekannt gegeben. Ab diesem Zeitpunkt startet zusätzlich zu den alarmierten Einsatzkräften eine Drohne, die den Einsatzort in Kreisen überfliegt und Livebilder übermittelt.

Diese Luftaufnahmen sollen schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr Einschätzungen liefern, wie schwer Verkehrsunfälle sind, welche Art von Gebäuden brennen oder wie sich Brände ausbreiten. Auf diese Weise soll es möglich sein, Verstärkung und weitere Rettungskräfte entsprechend dem Geschehen vor Ort anzufordern, Rettungswege frühzeitig festzulegen oder Straßensperrungen zu veranlassen.

Sicherheit im Einsatz

Die Drohnen, die an zwei unterschiedlichen Standorten der Münchner Feuerwehr innerhalb von 10 Sekunden starten können, um möglichst schnell den jeweiligen Einsatzort zu erreichen, werden von Piloten aus der Ferne überwacht. Zumeist sollen sie automatisch Richtung Ziel fliegen, können aber bei Bedarf manuell gesteuert werden. Sie umfliegen gesperrte Lufträume, Gefahrenbereiche und sensible Zonen. Zudem findet eine Koordination mit der Luftrettung und der Polizei statt.

Zur Sicherheit über bewohntem Gebiet soll außerdem beitragen, dass eine möglichst leichte Drohne zum Einsatz kommt. Bei einem Ausfall gibt es zudem ein Fallschirmsystem für eine Notlandung.

Gesicherte Daten

Die Aufnahmen sollen laut der Stadt München und des Drohnenbetreibers der Datenschutzgrundverordnung entsprechen. Die Verarbeitung erfolge demnach ausschließlich einsatzbezogen und verschlüsselt.

Anfang 2026 soll ein dritter Drohnenstandort hinzukommen. Parallel wird geprüft, inwieweit das System tatsächlich zur Verbesserung von Einsatzführung und Gefahrenabwehr beiträgt.


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