Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Volkswagen: Zwei Tage alter VW Golf Hybrid explodiert und brennt aus

Ein Volkswagen Golf Hybrid ist während der Fahrt explodiert, der Fahrer berichtet von einem hellen Blitz und einem lauten Knall. Die Ursache ist unklar.
/ Andreas Donath
162 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
VW Golf VIII (Bild: Volkswagen)
VW Golf VIII Bild: Volkswagen

Die freiwillige Feuerwehr(öffnet im neuen Fenster) in Felsberg im hessischen Schwalm-Eder-Kreis ist am 15. Februar 2021 zu einem brennenden Auto gerufen worden, das fast noch fabrikneu war. Der Golf VIII Hybrid war erst 300 km gefahren und stand dem Eigentümer seit zwei Tagen zur Verfügung. Ob es sich um einen Mildhybriden oder einen Plug-in-Hybriden handelte, geht aus dem Bericht nicht hervor. Im Plug-in-Modell steckt ein 13-kWh-Lithium-Ionen-Akku, im Mildhybrid ein Akku mit lediglich 0,25 kWh.

Der Fahrer berichtete, während der Fahrt habe es einen hellen blauen Blitz und einen lauten Knall gegeben. Die Druckwelle soll dazu geführt haben, dass die Scheiben barsten. Schwer verletzt wurde niemand. Das Fahrzeug brannte aus, die Insassen konnten sich selbst retten.

Bei den Löschversuchen gab es nicht nur wegen der großen Kälte von minus 16 Grad Celsius Probleme durch gefrierendes Löschwasser, auch der Akku fing immer wieder an zu brennen. Große Teile des Fahrzeugs konnten konventionell gelöscht werden. Die Frankfurter Neue Presse(öffnet im neuen Fenster) und Radio FFH(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichten Fotos des Brandes und der Löscharbeiten.

Letztlich musste der Golf nach Angaben der Feuerwehr in einen Container mit Wasser getaucht werden. Das ist auch bei Elektrofahrzeugen, deren Akku in Brand geraten ist, ein gängiges Vorgehen.

Warum der Golf Hybrid brannte, ist laut Feuerwehr noch unklar. Volkwagen betonte in einem Bericht der Automobilwoche(öffnet im neuen Fenster), dass es sich um einen Einzelfall handle.

Elektroautos nicht brandgefährlicher als Verbrenner

In Deutschland werden laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jährlich rund 35.000 bis 40.000 Fahrzeugbrände registriert, davon sind rund 15.000 Fälle tatsächliche Brände, der Rest sind Schmorschäden durch Kurzschluss.

Die Arbeitsgemeinschaften der Leiter der Berufsfeuerwehren und des Deutschen Feuerwehrverbandes kommen zu dem Schluss(öffnet im neuen Fenster) (PDF), dass sich Elektroautos hinsichtlich der Gefährdungsbeurteilung nicht von Verbrennerfahrzeugen unterschieden. Experimente der Feuerwehren hätten gezeigt, dass die Brandintensität nicht von der Antriebsart abhänge, sondern den verbauten Materialien im Fahrzeug.


Relevante Themen