Militär: US-Armee setzt erstmals PrSM-Rakete im Kampf ein
Das US-Zentralkommando (Centcom) veröffentlichte eine Videomontage der ersten 24 Stunden(öffnet im neuen Fenster) der sogenannten Operation Epic Fury, wie The War Zone berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Militäranalyst Colby Badhwar identifizierte in dem Material(öffnet im neuen Fenster) den Start einer PrSM(öffnet im neuen Fenster) von einer M142-Himars-Plattform. Die PrSM ist am charakteristischen Schnitt ihrer Heckflossen erkennbar – ein klares Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Vorgänger ATACMS(öffnet im neuen Fenster) . Hinzu kommt: Eine zweite Aufnahme zeigt die Abschussplattform M142 mit einem Zweizellen-Munitionsbehälter, typisch für PrSM. ATACMS-Behälter fassen hingegen nur eine einzige Rakete.
Größere Reichweite, härtere Ziele
Die Basisversion der PrSM erreicht nachgewiesene Reichweiten von rund 500 Kilometern – deutlich mehr als die maximal 300 Kilometer der leistungsstärksten ATACMS-Varianten. Das US-Militär arbeitet bereits an Versionen mit 650 und angeblich sogar 1.000 Kilometern Reichweite. Die genauen Abschusspositionen im Iran-Einsatz wurden nicht bekanntgegeben, doch größere Reichweite bedeutet grundsätzlich: Abschussfahrzeuge können weiter entfernt von der Front stehen.
Ballistische Raketen gelten wegen ihrer hohen Endgeschwindigkeit als schwer abzufangen und dringen aufgrund des Aufprallimpulses tiefer in gehärtete Strukturen ein. Angesichts der bekannten iranischen Praxis, Anlagen unterirdisch oder in Betonbunkern zu sichern, ist das ein taktisch relevanter Vorteil.
In welchem Umfang die PrSM bei den Angriffen eingesetzt wurde und gegen welche konkreten Ziele, ist bislang nicht bestätigt.